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[Rezension] Die Liebe der Göttin von Aprilynne Pike

© cbj
Autorin: Aprilynne Pike
Dt. Erstausgabe: 09/2014
Verlag: cbj
Format: Hardcover
Seitenzahl: 416
ISBN-10: 357015775X
ISBN-1: 978-3570157756
Preis: 16,99 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
Endlich weiß Tavia, wer sie wirklich ist: eine Göttin, die immer wiedergeboren wird, solange sie ihren Seelenpartner findet. In diesem Leben ist es Logan, doch er erkennt nicht die Göttin in ihr. Verzweifelt versucht Tavia, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, denn nicht nur ihr Schicksal hängt davon ab, sondern auch das der gesamten Menschheit. Die gefährlichen Reduciata wollen nämlich alle Götter vernichten, um noch mächtiger zu werden – und dafür haben sie ein Virus entwickelt, das bereits Hunderte Menschenleben forderte. Nur Tavia kann die Verbreitung des Virus noch aufhalten. Doch dann taucht auf einmal Benson wieder in ihrem Leben auf – Benson, dem bis vor Kurzem noch ihr Herz gehörte, der aber ein Reduciata ist …

Meine Meinung

Die Liebe der Göttin“ von Aprilynne Pike ist ein überraschender Abschluss, der zwar alles andere als perfekt, dafür aber sehr unterhaltsam ist.

Obwohl ich diesem Buch wirklich entgegen gefiebert habe, fiel mir der Einstieg unfassbar schwer. Ich konnte mich an so gut wie nichts erinnern, was vor allem dazu führte, dass ich die ersten Kapitel absolut nicht ernst nehmen konnte. Zu meiner Verteidigung: die Protagonistin stellt sich dort aber auch wirklich dumm an! Immerhin machten es mir der kurzweilige Schreibstil und die knappen Kapitel leicht, schnell mit der Geschichte voranzukommen.

Dank meiner fehlenden Erinnerungen und dem tölpelhaften Auftreten von Tavia, fiel der „erste“ Eindruck nicht wirklich positiv aus. Ehrlich gesagt, habe ich mich sogar fürchterlich aufgeregt und mir graute es davor, die ganze Geschichte aus ihrer Perspektive zu erleben. Zum Glück war ich dann doch irgendwann wieder „mittendrin“ und konnte dann auch einigermaßen mit ihr mitfühlen.

Ich hatte sogar ausnahmsweise Verständnis für das ungewollte Liebesdreieck. So unglaublich das auch für mich selbst war: die Autorin hat es glaubhaft verkauft. Leider unterstreichten manche damit einhergehenden Handlungen den Eindruck, dass Tavia eine ziemliche Egoistin ist. Ich wollte das selbst nicht wahrhaben, aber es gab zu viele Reaktionen, die schlicht und ergreifend egoistisch waren. Zugegeben, einige wurden später erklärt, aber so ganz hat es das nicht wiedergutgemacht.

Die Geschichte war dafür durchweg unterhaltsam und wirklich schnell gelesen. In letzter Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich immer langsamer werde, aber mit diesem Buch habe ich meinen eigenen Rekord geschlagen. Es gibt einige überraschende Wendungen, fiese Intrigen und verheerende Entwicklungen. Meiner Meinung nach, hätte allerdings viel Negatives abgewendet werden können, wenn die Charaktere etwas mehr auf Zack gewesen wären. Ich habe leider auch nicht so ganz den Sinn der großen Intrige verstanden und konnte die „Götter“ selbst am Ende nicht wirklich Ernst nehmen. Anstatt Stunden darauf zu verschwenden, dass Anwesen täglich neu zu dekorieren, könnten die „Götter“ doch lieber etwas unternehmen, oder?

Alles in allem fühlte ich mich zwar gut unterhalten, aber überzeugt bin ich nicht. Ich hätte mich selbst mit dem sehr offenen Ende anfreunden können, wenn wenigstens irgendetwas erreicht wäre. So habe ich das Gefühl, dass der rote Faden unterwegs verloren gegangen ist. Wirklich sehr sehr schade!

Fazit

Aprilynne Pikes „Die Liebe der Göttin“ ist ein unterhaltsames Buch, aber kein zufriedenstellender Abschluss. Ich wünsche mir nicht mal unbedingt einen dritten Band, aber leider habe ich das Gefühl, dass man am Ende einfach nichts erreicht hat. Das Liebesdreieck war für mich dafür aber überraschend nachvollziehbar, aber musste es im Angesicht dieser Pandemie wirklich so zentral sein? Tavia hat mich leider, gemeinsam mit dem roten Faden, auf ihrem Weg verloren, denn viele Handlungen waren mir einfach zu egoistisch. Ich möchte mein Schicksal wirklich nicht in die Hände dieser „Götter“ legen. Auch wenn ich eher enttäuscht bin, kann ich diese Dilogie durchaus empfehlen. Es ist kurzweilige Unterhaltung im Jugendbuchformat mit erfrischenden Ideen, die bestimmt viele Leser begeistern wird. Von mir gibt es an dieser Stelle aber trotzdem nur 3/5 Bücher!

Die Autorin

© Georgina Cranston
Aprilynne Pike denkt sich Elfen-Geschichten aus, seit sie ein Kind ist. Sie studierte kreatives Schreiben und schloss sich später derselben Schriftstellergruppe an, zu der auch Stephenie Meyer gehört. »Elfenkuss«, der erste Band ihrer Elfen-Fantasy, machte sie über Nacht zur gefeierten Bestsellerautorin. Pike lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Utah.

Die Reihe

Earthbound Dilogie

  1. Der Kuss der Göttin / Earthbound (Earthbound #1)
  2. Die Liebe der Göttin / Earthquake (Earthbound #2)

Originalcover

Mein Dank geht an…

…den cbj-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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