Die-gestohlene-Zeit

[Rezension] Die gestohlene Zeit von Heike Eva Schmidt

© Droemer Knaur

Autorin: Heike Eva Schmidt
Dt. Titel: Die gestohlene Zeit
Dt. Erstausgabe: 10/2013
Verlag: Droemer Knaur
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 448
ISBN-10: 3426513110
ISBN-13: 978-3426513118
Preis: 12,99 € 

Kaufen könnt Ihr das Buch gleich hier.

Die Leseprobe findet Ihr hier.

Auf einer Bergwanderung im Jahr 1987 findet Emma einen geheimnisvollen
Ring, nichtsahnend, dass dieser dem sagenhaften Zwergenkönig Laurin
gehört. Zwei Mitreisende nehmen ihr den Schmuck ab und türmen, doch auf
einmal taucht eine Horde Zwerge auf, die Emma in Laurins unterirdisches
Reich verschleppen. Dort trifft sie Jonathan, ebenfalls ein Gefangener
des Königs. Gemeinsam gelingt ihnen die Flucht, aber Laurin belegt sie
mit einem grausamen Fluch. Zurück in der Oberwelt stellt Emma schockiert
fest, dass inzwischen fast 30 Jahre vergangen sind. Um den Fluch zu
lösen, müssen sie und Jonathan den Ring wiederfinden – aber wie sollen
sie die beiden Diebe nach all den Jahren ausfindig machen?
 

Inhalt

Emma ist auf dem besten Wege Lehrerin zu werden. Als Referendarin begleitet sie eine Klassenfahrt in die Berge. Während einer Wanderung findet sie einen goldenen Smaragdring, der ein ungewohntes Gefühl von Macht in ihr wachruft. Dieses Gefühl verspüren auch die beiden Schüler Udo und Frank, die sie daraufhin überwältigen und sich mit dem Ring davonmachen. Als sie wieder erwacht erblickt sie eine Gruppe von Zwergen, die sie mit der schönen Similde verwechseln, in die sich ihr König vor vielen Jahrhunderten verliebt hatte. Sie verschleppen sie in ihr dunkles Reich, wo sie mit Laurin vermählt werden soll. Jeder Versuch, zu entkommen, schlägt fehl  bis sie Jonathan kennenlernt, der dazu gezwungen ist, den Zwergen als Koch zu dienen bis er eines ihrer Rätsel zu lösen vermag. Gemeinsam finden sie einen Weg, die Zwerge zu vergiften und entkommen, allerdings werden sie verflucht. Emilia wird in der Nacht zu einer Katze und Jonathan am Tag zu einem Raben. Der einzige Weg, diesen Fluch zu brechen, besteht darin, dem König seinen Ring zurück zu geben, doch in den wenigen Tagen im Zwergenreich sind 30 Jahre in der Oberwelt vergangen…

Eigene Meinung

Die gestohlene Zeit“ von Heike Eva Schmidt ist eine märchenhafte Geschichte, die tollen Lesespaß garantiert.

Der Schreibstil ist leichtgängig und flüssig zu lesen. Was sie beschreibt, gelingt ihr gut, aber Schmidt verzichtet auch gerne mal darauf und spart vor allem mit den Details. Ein auktorialer Erzähler schildert die Abenteuer, die Emma und Jonathan erleben.

Die Charaktere sind sympathisch, aber eher grob skizziert. Sie erhalten gerade so viel Tiefgang wie für die Geschichte notwendig ist.

Emilia Wiltenberg ist als Waise aufgewachsen. Ihr steter Fixpunkt war ihre beste Freundin, Caro. Wie Pech und Schwefel hingen die beiden aneinander und jeder Versuch, sie zu trennen, schlug fehl. Eine weitere Konstante ist ihre Leidenschaft für’s Backen, so ist es wenig verwunderlich, dass es ihr größter Traum ist, eines Tages eine Bäckerei zu eröffnen. Sie ist stark, mutig und einfallsreich. Leider hat sie aber oftmals eine ziemlich lange Leitung…

Jonathan ist seit 200 Jahren ein Gefangener der Zwerge. Nach ihrer Befreiung war das Jahr 2014 für ihn also ein noch weitaus größerer Kulturschock als für Emma. Erstaunlicherweise kommt er damit fast besser zurecht als sie, die doch nur 30 Jahre verpasst hat. Er ist der geborene Gentleman und der Inbegriff der Ritterlichkeit (zu seiner Zeit besser bekannt als Musketiere). 

Die Geschichte ist einfach magisch. Es ist eine Geschichte, in der Legenden und Mythen zum Leben erweckt werden. Witzigerweise war ich der festen Überzeugung, dass ich es mit einem Zeitreiseroman zu tun hätte, bis ich dann doch nochmal den Klappentext gelesen habe. Zum Glück sind Magie und Flüche genau mein Ding und so kam ich dann doch auf meine Kosten!

Dabei hat mir vor allem das hohe Erzähltempo gefallen, dass Frau Schmidt an den Tag legt. Sie hielt sich nie unnötig lange mit Problemen auf und schnell war mir klar, dass ich mir nicht wirklich Sorgen machen musste. Es ging so oder so immer gut aus. Was für andere vielleicht ein Graus ist, ist für mich ein richtiger Genuss. Ich hab zwar nichts gegen den ein- oder anderen Nervenkitzel einzuwenden, aber es ist auch schön, sich entspannt unterhalten zu lassen. Trotz dieses entspannenden Charakters ist die Handlung alles andere als langweilig. Es gibt immer wieder neue Überraschungen, auch wenn der Klappentext so viel verrät.

Die Liebesgeschichte gehört einfach mit dazu, ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll. Sie macht Sinn, ist romantisch und ist mehr Motivation als Ablenkung.

Das Cover ist eines der Schönsten, die ich seit langem gesehen habe. Diese Schlichtheit in Kombination mit den Goldapplikationen ist edel und schick. Das Motiv ist passend, obwohl es mich unweigerlich an einen Zeitreiseroman denken ließ, aber so ganz falsch ist das ja wohl auch nicht.

Fazit

Heike Eva Schmidts „Die gestohlene Zeit“ ist ein märchenhaft magischer Roman, der für entspannte und unterhaltsame Stunden sorgt. Die Charaktere sind sympathisch, aber nicht sonderlich tiefgründig. Die Lovestory gehört einfach dazu und der angenehme Schreibstil lädt förmlich zum Lesen ein. Alles in allem ist es eine tolle Lektüre für Zwischendurch, die ich jedem Fan von Legenden und Magie empfehlen kann. 4/5 Bücher!

Die Autorin

Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden
Münchens. Nach ihrem Studium wurde sie zunächst Journalistin und schrieb
unter anderem für Radio, Fernsehen und Zeitschriften. Inzwischen
arbeitet sie als freie Drehbuchautorin. 2010 verwirklichte sie
schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben.

Weitere Bücher

  • Purpurmond
  • Moorseelen
  • Schlehenherz
  • Amerika liegt im Osten

Mein Dank geht an…

…den Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

5 Gedanken zu „[Rezension] Die gestohlene Zeit von Heike Eva Schmidt

  1. Romina Agus

    Huhu 😉
    oh das scheint ja ein schönes Buch zu sein, das Cover ist wirklich total schön *staun* gefällt mir, würde ich im Buchhandel niemals dran vorbei gehen ohne es einmal angefasst zu haben. Der Inhalt scheint für mich persönlich auch das richtige zu sein ^^ ich mag es auch wenn es gut aus geht, ist für mich auch ein wichtiger Punkt. Vielen Dank für deine schöne Rezension zu dem wohl sehr schönen Buch 🙂
    Liebe Grüße
    Romi

    Antworten
  2. Kora

    Oh, wenn das nicht einer Leseempfehlung nahe kommt? Ich kann mir nach deiner ausgefeilten Einschätzung sehr gut vorstellen, warum dir das Buch so zugesagt hat, liebe Rica. Es zu lesen, scheint alles andere als gestohlene Zeit zu sein. Eine Vormerkung meinerseits ist dick unterstrichen!

    Viele Stöbergrüße,
    Kora

    Antworten
  3. Pingback: [Leseliste] Oktober 2013 - Die fantastische Bücherwelt

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