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[Rezension] Die Erleuchtete 02 – Der Ruf des Bösen von Aimée Agresti


Die Autorin: Aimée Agresti
Die Übersetzerin: Sonja Hagemann
Dt. Reihentitel: Die Erleuchtete
Dt. Titel: Der Ruf des Bösen
Band: 2/3
Dt. Erstausgabe: 16.12.2013
Verlag: Goldmann
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 480

ISBN-10: 3442477565

ISBN-13: 978-3442477562

Preis: 12,99 €

Haven Terra hat den Kampf gegen das Böse gewonnen. Zusammen mit ihren Freunden Dante und Lance hat die 17-Jährige die Abgesandten Satans besiegt – doch nur weil sie als angehende Engel über ganz besondere Fähigkeiten verfügen. In New Orleans hoffen sie nun auf ein wenig Ruhe und Frieden. Doch ausgerechnet dort stoßen sie auf eine Gruppe gefährlicher Dämonen. Noch während die drei den Kampf planen, stellt sich Haven ein neues Problem: Lucian taucht wieder auf, einst Verbündeter des Teufels selbst, nun angeblich ein reuiger Sünder, der Haven um Hilfe anfleht – und dessen Charme sie erneut zu erliegen droht. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen?

Meine Meinung

Die Erleuchtete – Der Ruf des Bösen“ von Aimée Agresti ist eine überraschend gute Fortsetzung, die viel mehr ist als eine bloße Überleitung zum Finale.

Obwohl es fast 4 Jahre her ist, dass ich „Das Dunkel der Seele“ gelesen habe, fand ich mich relativ schnell in der Geschichte zurecht. Gelegentliche Hinweise auf die Ereignisse des 1. Bandes reichten aus, um die relevanten Fakten ins Gedächtnis zu rufen, sodass ich mich getrost auf das nächste Abenteuer einlassen konnte. Dank des angenehmen Schreibstils kam ich gut voran und trotz des einschneidenden Ortswechsel gelang es Agresti aufs Neue, diese kribbelnde Atmosphäre zu erschaffen, die man in Band 1 noch dem Hotel anlasten wollte. Generell gefiel mir New Orleans als Schauplatz unheimlich gut. Diese Stadt hat einfach Charakter und diesen konnte Agresti einfangen und vermitteln.

Neue Stadt, neue Teufel – so lautete wohl das Motto. Und das war ein ziemlich kluger Schachzug. Schon in „Das Dunkel der Seele“ hat mir gerade der neue Ansatz, die neue Dynamik im Kampf von Himmel und Hölle so gut gefallen. Dieser frische Wind war auch dieses Mal spürbar und durch nochmalige neue Regeln gleich noch etwas aufgepeppt.

Außerdem hat es dafür gesorgt, dass sich jegliche Erwartungen in Luft aufgelöst haben. Ich habe schnell erkannt, dass ich nicht gleich durchschauen werde, wie diese zweite Engels-Prüfung ablaufen wird und so ließ ich mich entspannt treiben. Das spricht die Geschichte zwar nicht von jeder Vorhersehbarkeit frei, aber die Überraschungen hatten eindeutig die Überhand.

Im Grunde ist „Der Ruf des Bösen“ eine solide Geschichte. Es gibt einen kontinuierlichen Spannungsbogen, neue Erkenntnisse und authentische Charakterentwicklungen. Vielleicht hätte man das Ganze etwas kürzer fassen können, aber richtige Längen sind mir nicht direkt aufgefallen. Allerdings ist das Spiel der Engel und Teufel teilweise so abgedreht, dass man sich darauf einlassen können muss. Da ich normalerweise nicht der Typ dafür bin, habe ich mich bei den kreativen Stellen schlicht berieseln lassen, ohne das Konzept zu hinterfragen.

Der einzig große Kritikpunkt ist wohl die Liebesgeschichte. Diese lässt sich kaum fassen und schon gar nicht in Kategorien einordnen, was irgendwie auch wieder positiv ist. Ein schlechtes Gefühl hinterlässt die ganze Konstellation dennoch. Das Gefühlschaos aller Beteiligten sorgt für einige Aufreger, sorgte aber dafür, dass ich mich auch hier ausgeklingt habe. Ist man dann einmal raus aus der Nummer, erkennt man als unbeteiligter Beobachter, dass Agresti im Grunde vieles von dem einfängt, was wahre Teenager-Liebe ausmacht. Jugendliche Leser könnten das ironischerweise allerdings als unbefriedigend empfinden.

Fazit

Aimée Agrestis „Die Erleuchtete – Der Ruf des Bösen“ ist eine solide Fortsetzung, die mich gut unterhalten, aber nicht so richtig packen konnte. Letzteres fiel mir, wie es manchmal so ist, erst beim Schreiben dieser Rezension auf – scheinbar habe ich mich die Hälfte der Zeit bewusst distanziert und das Geschehen an mir vorüberziehen lassen. Warum weiß ich selbst nicht so genau, denn abgesehen von dem Liebeswirrwarr, das unschön zu lesen, aber dafür umso authentischer war, gefiel mir der Rest eigentlich echt gut. 4/5 Bücher!

Die Autorin

Aimee Agresti ist Journalistin und Autorin. Sie schreibt regelmäßig für ‚US Weekly‘ und führte bereits zahlreiche Interviews mit verschiedenen Berühmtheiten. Zudem erschienen ihre Beiträge in ‚People‘, der ‚Washington Post‘, ‚Mademoiselle‘ und dem ‚New York Observer‘. Mit ihrer Trilogie um Haven Terra, ‚Die Erleuchtete‘, eroberte sie die amerikanische Romantasy-Gemeinde im Sturm. Aimee Agresti lebt in Washington, D.C.
www.aimeeagresti.com

Die Reihe

Die Erleuchtete Trilogie

  1. Das Dunkel der Seele | Illuminate (Gilded Wings #1)
  2. Der Ruf des Bösen | Infatuate (Gilded Wings #2)
  3. Im Zeichen der Finsternis | Initiate (Gilded Wings #3)

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Originalcover

2 Gedanken zu „[Rezension] Die Erleuchtete 02 – Der Ruf des Bösen von Aimée Agresti

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