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[Rezension] Dark Heroine 01 – Dinner mit einem Vampir von Abigail Gibbs

© ivi Verlag
Autorin: Abigail Gibbs
Dt. Reihentitel: Dark Heroine
Dt. Erstausgabe: 04/2014
Verlag: IVI
Format: Paperback
Seitenzahl: 608
ISBN-10: 349270297X
ISBN-13: 978-3492702973
Preis: 16,99 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.

Die Vampire sind zurück – und wie! »Dark Heroine. Dinner mit einem Vampir« wurde zur Droge für 17 Millionen Fans in England. Jetzt erscheint der internationale Bestseller auf Deutsch und sorgt mit Charme, Witz und Erotik für ein völlig neues Blutsauger-Vergnügen! Diese Nacht verändert Violets Leben für immer: Mitten auf dem Trafalgar Square in London geschieht ein furchtbarer Mord, und die 18-Jährige ist die einzige Augenzeugin. Erfolglos versucht sie, vor den Tätern zu fliehen – und wird in ein abgelegenes Herrenhaus verschleppt, das von nun an ihr Gefängnis ist. Doch Violets Kidnapper sind keine Menschen, sondern Vampire, faszinierend und todbringend zugleich. Der charismatische Blutsauger Kaspar hat besondere Pläne mit Violet, denn sie ist Teil einer gefährlichen Prophezeihung. Wird sie sich Kaspar hingeben, um zur sagenumwobenen dunklen Heldin zu werden – oder hat er Violets Mut unterschätzt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen?

Inhalt

Violet will einfach nur einen netten Abend mit ihrer Freundin verbringen als sie Zeugin eines Massenmordes wird. Sie kann einfach nicht begreifen, was da gerade geschieht und muss befürchten, dass auch ihr letztes Stündlein geschlagen hat, denn wie es aussieht haben die Mörder sie entdeckt. Doch anstatt sie einfach zu beseitigen, entführen sie sie und bringen sie zu einem Herrenhaus außerhalb von London. Dort muss sie sich der schrecklichen Wahrheit stellen: ihre Entführer sind nicht einfach Mörder, sie sind Vampire! Vampire, die ihr nur eine Wahl lassen: werde eine von uns oder stirb…

Eigene Meinung

Dark Heroine – Dinner mit einem Vampir“ von Abigail Gibbs ist so anders als der uninspirierte Titel vermuten lässt.

Der Schreibstil liest sich flüssig und leicht. Die Autorin schreibt schonungslos, direkt und mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Violet und Kaspar.

Violet ist eine starke Protagonistin, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Sie muss die grausamsten Ereignisse überleben und verliert trotzdem nicht ihren Humor oder schwankt in ihren Entscheidungen. Allerdings ist sie auch stur und handelt manchem, ohne sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen.

Kaspar ist ein richtiges Ekel. Als Thronfolger lässt er sich nie etwas sagen und hält sich stets für was besseres. Der Druck, den er von seinem Vater auferlegt bekommt, macht die Sache auch nicht besser und so lässt er seine Unzufriedenheit an den Leuten in seiner Umgebung aus. Durch einen tragischen Verlust hat er einen unbezähmbaren Hass auf die Menschen, weswegen er selbst auch nicht begreift, warum er Violet nicht einfach getötet hat, als er noch die Chance dazu hatte.

Die Geschichte ist, wie bereits erwähnt, ganz anders als erwartet. Irgendwie hatte ich mich auf eine typische Vampir-Romanze-Geschichte eingestellt und wurde dementsprechend geradezu von der schonungslosen Brutalität aufgeschreckt, die sich als eine erschreckende Konstante entpuppt. Ebenso überrascht war ich über das Thema Sex, das auch immer wieder zur Sprache kommt. Doch so „erschrocken“ ich auch gewesen sein mag, so begeistert war ich über den Aspekt, dass die Vampire tatsächlich auch mal die Raubtiere sein durften, die sie in ihrem Innersten nun mal sind. So kommt es auch, dass sich der Leser gemeinsam mit der Heldin der Geschichte einigen moralischen Fragen stellen muss. Denn auch wenn ich mich freue, dass die Vampire mal nicht so seicht sind, macht das Mord dann vertretbar? Ich muss schon gestehen, dass ich mich bei diesem Roman echt nicht entscheiden konnte, auf wessen Seite ich stehe.

Es gibt natürlich auch eine Liebesgeschichte, so viel lässt ja schon der Klappentext vermuten. Diese ist glücklicherweise aber so wenig klischeehaft wie die Vampire an sich. Die Heldin verliebt sich nicht direkt in den großen, dunklen Bad Boy, der auch in seinem Innersten kein strahlender Held ist – aber es gibt eine klitzekleine Dreiecksgeschichte. Auch wenn ich dieses Motiv bekanntermaßen hasse, hat es hier ganz gut gepasst und sich auch recht schnell wieder aufgelöst.

Abigail Gibbs‘ Welt hat aber noch viel mehr zu bieten als Vampire. Ihr Weltenentwurf beinhaltet gleich sieben Welten, die so einiges zu bieten haben. Ich kann nur sagen: man darf gespannt sein!

Alles in allem hat dieser Roman viel zu bieten und baut auf seine ganz eigene Art Spannung auf, denn sonderlich viel Action kriegt man nicht geboten. Der Großteil der Handlung findet innerhalb des Königssitzes statt und beschränkt sich somit stark auf die „zwischenmenschliche“ Ebene. Mich hat das nicht davon abgehalten, die Nacht durchzulesen, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Das Cover ist einfach toll und der Titel passt letztlich sogar zum Inhalt, wobei ich immer noch der Meinung bin, dass er ganz falsche Erwartungen weckt.

Fazit

Abigail Gibbs‘ „Dark Heroine – Dinner mit einem Vampir“ ist ein toller Reihenauftakt, der ganz anders ist als erwartet. Für mich war die Geschichte so spannend, dass ich buchstäblich die Nacht durchgelesen habe, dabei kriegt man alles andere als temporeiche Actionszenen geboten. Eine starke Heldin, böse Vampire und eine unheilverkündende Prophezeiung, auf die man eine ganze Weile warten muss, machen diesen Roman aus und waren zumindest für mich eine tolle Mischung. Knappe 5/5 Bücher!

Die Autorin

© “Courtesy of the Author“

Abigail Gibbs hat im Alter von nur 18 Jahren einen Bestseller verfasst: Ihr Debüt »Dark Heroine. Dinner mit einem Vampir« erschien kapitelweise auf der englischen Social-Reading-Plattform Wattpad, wo das Manuskript über 17 Millionen Mal gelesen wurde. Kurz darauf erhielt Abigail Gibbs einen Verlagsvertrag; seitdem wurde »Dark Heroine« in 17 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt in England und studiert an der University of Oxford.

Die Reihe

Dark Heroine Reihe

  1. Dinner mit einem Vampir / Dinner With a Vampire (Dark Heroine #1)
  2. Autumn Rose / Autumn Rose (Dark Heroine #2)

Weitere Cover

Mein Dank geht an…

…den IVI Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

2 Gedanken zu „[Rezension] Dark Heroine 01 – Dinner mit einem Vampir von Abigail Gibbs

  1. Isabell

    Tolle Rezension 🙂
    Ich lese das Buch gerade auf Englisch und ich selber habe was anderes erwartet.
    Was mir bis jetzt auch besonders gefällt, ist, dass die Vampire wie du schon schreibst, Raubtiere sein dürfen und die Dreiecksgeschichte echt nicht groß ist.
    Ich bin schon echt gespannt wie es weitergeht und lese gleich weiter 🙂

    Liebe Grüße
    Isabell

    Antworten
  2. Friedelchen

    Hm, jetzt bin ich doch wieder unschlüssig. Rein vom Klappentext her hat mich das Buch nicht sonderlich angesprochen, weil ich eben wieder so eine typische Geschichte erwartet habe. Vielleicht behalte ich das Buch doch mal im Auge 🙂

    Antworten

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