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[Rezension] Bound to You 01 – Providence von Jamie McGuire

© Piper Verlag
Autorin: Jamie McGuire
Dt. Reihentitel: Bound to You
Dt. Titel: Providence
Dt. Erstausgabe: 10/2014
Verlag: IVI
Format: Paperback
Seitenzahl: 446
ISBN-10: 3492703267
ISBN-13: 978-3492703260
Preis: 14,99 €
Die Leseprobe findet Ihr hier.
Mit „Bound to You – Providence“ entführt uns „Beautiful-Disaster“-Autorin Jamie McGuire in eine gefährlich-verführerische Welt voller gefallener Engel und Dämonen und erzählt eine Liebesgeschichte, die dunkle Geheimnisse und nicht zuletzt das Schicksal selbst überwinden muss. Die junge Studentin Nina versucht gerade mit dem Tod ihres Vaters klarzukommen, als sie an einer Bushaltestelle ihren Traumtypen Jared kennenlernt. Doch war ihre Begegnung wirklich Zufall? Jared scheint alles über sie zu wissen – mehr als ihre besten Freunde, vielleicht sogar mehr als sie selbst. Aber Jared ist nicht das einzige, und auch nicht das gefährlichste Rätsel, das Nina lösen muss. Auf der Suche nach der Wahrheit über den Tod ihres Vaters gerät Nina zwischen die Fronten eines Krieges, der älter ist als die Menschheit selbst.


Meine Meinung

Bound to You – Providence“ von Jamie McGuire ist ein Reihenauftakt, der mich leider nicht wirklich überzeugen konnte.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Beschreibungen sind der Autorin stets gut gelungen und regen das Kopfkino an.  Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive.

Einer der größten Kritikpunkte bei diesem Roman waren eindeutig die Charaktere. Man kriegt nicht nur viele Stereotypen vorgesetzt, sondern muss sich sogar mit blassen Protagonisten abfinden. Kaum eine Figur hatte die Betitelung „Charakter“ auch nur ansatzweise verdient und selbst wenn man sich mit dem schwachen Mittelmaß abgefunden hat, sollte man sich in absolut nicht nachvollziehbare Situationen hineinversetzen.

Nina erscheint auf den ersten Blick wie eine nette, durchschnittliche Protagonistin, die sich leider, schneller als mir lieb war, zu einer Dramaqueen entwickelt, deren Ideen und Handlungen oft unfassbar idiotisch sind. Das Schlimmste daran ist, dass sie einfach immer mit den besten Absichten handelt und es doch so vergeigt. Wie schafft man es, eine „Heldin“ zu erschaffen, deren selbstlose Handlungen letztlich nur Zeuge ihres Egoismus darstellen?

Natürlich findet sich Nina dann auch „plötzlich“ in einem Liebesdreieck wieder, das einfach nur gemein und traurig ist. Es ist von Anfang an klar, wen sie will, sogar ihr selbst, aber trotzdem kann man ja die zweite Partei immer schön benutzen. Wobei sich mein Mitleid teilweise wirklich in Grenzen hielt, weil beide Jungs totale Waschlappen sind, die sich einfach alles gefallen lassen. Bei Jared macht die herzzereißende Hingabe wenigstens noch irgendwo Sinn oder wird zumindest erklärt, aber Ryan ist einfach nur ein hoffnungsloser Fall.

Da sich die Geschichte fast ausschließlich um dieses „Liebesdreieck“ dreht, hat mir diese auch dementsprechend gefallen. Dabei hätte sie aus dem übernatürlichem Aspekt, der circa ab der Hälfte minimal präsent war, so viel mehr machen können. Oder aus den Machenschaften von Ninas Vater. Es ist ja nicht so, dass es ein absolut furchtbarer Roman ist, aber er ist eindeutig zu dick, zu zäh und braucht viel zu lange, um überhaupt in Gang zu kommen. Hinzu kommen ein Haufen Logikfehler, die ich immer absolut furchtbar finde. Beispiel: Im vorigen Absatz erwähnt Nina, wie kalt es geworden ist und dass es sogar geschneit hat, zieht aber zu ihrem Date abends ein dünnes, weißes Kleid und Riemchensandalen (!) an. Wer läuft bitte freiwillig mit Sandalen durch den Schnee? Ich weiß, dass das ziemlicher Kleinkram ist, aber mich nervt das.

Dafür ist die Aufmachung des Buches ein echter Hingucker und wird bestimmt zu dem ein oder anderen Cover-Kauf verleiten. Auch ich kann mich immer noch an der harmonischen Farbgebung und den liebevollen, kleinen Details erfreuen. Weiße Bücher lachen mich aber sowieso immer an – warum weiß ich gar nicht so genau. Sogar mit dem Titel kann ich mich anfreunden. Zum Einen, weil der Originaltitel darin enthalten ist und zum Anderen, weil „Bound to You“ auch einfach passt.

Fazit

Jamie McGuires „Bound to You – Providence“ beinhaltet zwar schöne Ideen und gute Ansätze, enttäuscht aber in der Umsetzung. Am Schreibstil gibt es nichts zu bemängeln, dafür umso mehr bei den schwachen Charakteren. Das Liebesdreieck war total sinnlos und einfach nur schlecht, wodurch es umso trauriger ist, dass es zum zentralen Aspekt der Geschichte wird. Ein bisschen mehr Action und wesentlich weniger Drama hätten dem Roman wirklich gut getan. So reicht es bei mir leider nur für 2,5 Bücher.

Die Autorin

© Amy Murtola at be.loved.photography
Jamie McGuire ist in Tulsa, Oklahoma, aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in der Nähe ihrer Heimatstadt. Ihr erster Roman, »Beautiful Disaster«, war ein internationaler Erfolg, an den sich weitere New York Times-Bestseller anschlossen.

Die Reihe

Bound to You Trilogie

  1. Providence / Providence (Providence #1)
  2. Requiem / Requiem (Providence #2) (erscheint im März 2015)
  3. ??? / Eden (Providence #3)

Originalcover

Mein Dank geht an…

…den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Ein Gedanke zu „[Rezension] Bound to You 01 – Providence von Jamie McGuire

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