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[Rezension] Big Game – Die Jagd beginnt von Dan Smith

Autor: Dan Smith
Übersetzerin: Birgit Niehaus
Originaltitel: Big Game
Dt. Erstausgabe: 24.04.2015
Verlag: Chicken House
Altersempfehlung: 12 – 17 Jahre
Format: Hardcover
Seitenzahl: 304
ISBN-10: 3551520739
ISBN-13: 978-3551520739
Preis: 15,99 €


Action, Abenteuer und viel Humor. In der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag muss Oskari allein in die Wildnis, so verlangt es die Tradition. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen soll er ein Tier erlegen, um seine Männlichkeit zu beweisen. Dass Oskari den Bogen kaum spannen kann, erleichtert die Sache nicht gerade. Doch dann fällt ihm der amerikanische Präsident quasi direkt vor die Füße. Er ist nur knapp einem Attentat entkommen und sieht trotz seines schicken Anzugs nicht so aus, als hätte er die Lage im Griff. Jetzt kann Oskari zeigen, was in ihm steckt.

Meine Meinung

Big Game – Die Jagd beginnt“ von Dan Smith ist ein actiongeladenes Abenteuer für Jung und Alt.
Als ich das erste Mal von „Big Game“ hörte, war mein erster Gedanke, dass das genau die Art von Geschichte ist, die ich mir gerne als Film ansehen würde. Was habe ich mich also gefreut, dass es nicht nur tatsächlich einen Film geben würde, sondern dass dieser auch nur wenige Monate später schon in die Kinos käme. Da ich aber auch gerne Bücher mit ihren Filmen vergleiche, wanderte das das Buch trotzdem auf meine Wunschliste und als es bei mir einzog, fing ich fast direkt an zu lesen.
Es dauerte dann auch nicht lange, bis mich der Sog des Buches erfasst hatte. Dan Smith hat einen sehr prägnanten und eindringlichen Schreibstil, der das Lesen zum Vergnügen macht. Mit kurzen Sätzen bringt er es stets auf den Punkt und in Kombination mit den kurzen Kapiteln, die stets mit einem Mini-Cliffhanger enden, ist das Lesetempo enorm. 
Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Oskari, dem jungen Helden in diesem Abenteuer. Es war mir wirklich eine Freude, das Geschehen aus seiner Sicht zu erleben, gab er diesem sonst recht standartmäßigen Action-Abenteuer doch einen ganz besonderen Touch. Als Charakter tritt er zu Anfang eher als Anti-Held auf. In der Tradition seines Dorfes wurde er zum Jäger ausgebildet, aber durch seine mickrige Statur scheitert er schon an der Handhabung des traditionellen Jagdbogens. So wird er von allen Seiten belächelt und der Druck, der auf ihm lastet, steigt noch dadurch, dass sein Vater einst mit der größten Jagdtrophäe von seiner „Mannwerdung“ zurückkam. Was Oskari an Kraft fehlt, macht er dafür allerdings mit Köpfchen und ganz viel Willen wieder wett.
Die Geschichte hält, was sie verspricht: ein Action-Abenteuer für junge Leser. Dabei hat sie meiner Ansicht nach das Potenzial, sowohl Mädchen als auch Jungen gleichermaßen zu begeistern und auch wir „Alten“ kriegen gute Unterhaltung geboten. Spannend ist es von Anfang bis Ende, wobei der Autor stellenweise etwas übers Ziel hinaus geschossen ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein, zwei Szenen physikalisch nicht wirklich möglich sind, aber ich kann mich ja auch irren. Den Lesespaß hat es mir jedenfalls an keiner Stelle vermiest und darauf kommt es doch an, oder?
Zum Ende hin traten mir vor Rührung sogar ein paar Tränchen in die Augen, was wahrscheinlich gar nicht so beabsichtigt war. So oder so beinhaltet dieses Buch eine schöne Moral (nicht nur) für junge Leser: manchmal bedarf es nur einer Person, die an uns glaubt, damit wir über uns hinauswachsen können.

Fazit

Dan Smith‘ „Big Game – Die Jagd beginnt“ bietet Spannung von Anfang bis Ende und unterhält sowohl junge als auch ältere Leser, Jungen und Mädchen zugleich. Bei all der Action ist der Autor stellenweise zwar etwas übers Ziel hinausgeschossen, aber der Lesespaß wird dadurch nicht vermindet. Und den Underdog Oskari muss man einfach ins Herz schließen, ebenso wie den Präsidenten, den mächtigsten Mann der Welt, der in Wildnis dann doch hilfloser ist als ein zwölfjähriger Junge. Dieses Jugendbuch hat sich irgendwie in mein Herz geschlichen, sodass aus 4 dann doch 5/5 Bücher werden!

Der Autor

Dan Smith führte bisher drei Leben. Im ersten musste er den eintönigen Alltag im Internat durchstehen. Im zweiten reiste er um die Welt und stürzte sich auf den Reisfeldern Asiens und dem brasilianischen Dschungel in zahlreiche Abenteuer. Im dritten denkt er sich Geschichten aus und hat so eine ganze Welt für sich alleine. Manche sagen, dass er darin den Großteil seiner Zeit verbringt. Den Rest teilt er mit seiner Frau und seinen Kindern in Newcastle.

Die Verfilmung

Originalcover

2 Gedanken zu „[Rezension] Big Game – Die Jagd beginnt von Dan Smith

  1. BeaSwissgirl

    Halli hallo

    Ich wusste ja gar nicht dass es da einen Film dazu gibt 😉
    O.K. nach dem Trailer ist klar dass wird ein Film für meinen Mann 😉 ich werde dann aber sicher auch zugucken 😉

    Liebe Grüsse
    Bea

    Antworten
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