[Rezension] Ballade – Der Tanz der Feen von Maggie Stiefvater

Autorin: Maggie Stiefvater
Originaltitel: Ballad
Titel: Ballade – Der Tanz der Feen
Dt. Erstausgabe: 06/2012
Verlag: Droemer Knaur (ehemals PAN) 
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 359
ISBN-10: 3426283727
ISBN-13: 978-3-426-28372-1
Preis: 9,99 €

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James hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, aber hinter der
coolen Fassade verbirgt sich ein sensibler Teenager. Obwohl er es nie
zugeben würde, träumt er von der großen Liebe. Als er einem ebenso
schönen wie geheimnisvollen Mädchen begegnet, schlägt sein Herz
schneller – doch Nuala ist kein Mensch. Sie gehört zum Feenvolk und ist
zu James gekommen, um ihm ein Angebot zu unterbreiten: Sie kann aus
ihm einen berühmten Musiker machen. Aber natürlich hat der Musenkuss
einen hohen Preis … 

Inhalt

James und
Deirdre wechseln an die Thornking Ash Highschool, wo sie so mit ihrer Musik
beschäftigt sind, dass sie kaum noch Zeit füreinander haben. Nebenbei müssen
sie aber auch noch einiges von dem verarbeiten, was sie so im Sommer erlebt
haben. Währenddessen trifft James auf Nuala, einer Muse, die ihm Brillanz im
Austausch einiger seiner Lebensjahre anbietet. Trotz des verlockenden Angebotes
bleibt er standhaft, allerdings schützt ihn das nicht vor der Liebe…

Der
Protagonist

James ist
ein brillanter Dudelsackspieler, der Beste im ganzen Staat. Dennoch ist er mit
seinem Können unzufrieden und will immer MEHR. An der Schule fühlt er sich wie
der größte Außenseiter, allein schon deshalb, weil er der einzige Sackbläser
ist. Seine Liebe zu Deirdre bleibt weiterhin unerwidert, was seiner
Zwangsneurose, sich alles Mögliche auf die Hand zu schreiben, nicht gerade
förderlich ist. Er ist charmant, mutig und der Witzbold vom Dienst – nie ist er
sich für einen Gag zu schade und sein Sarkasmus ist unübertroffen.

Eigene
Meinung

Ballade –
der Tanz der Feen
“ von Maggie Stiefvater ist so anders als sein Vorgänger und
auch besser.

Der Einstieg
fiel mir zu Anfang nicht leicht, wurde man doch gleich mit zwei neuen Perspektiven
konfrontiert. Zum einen wird die Geschichte in der Ich-Form von James erzählt,
zum anderen von Nuala. Diese sich immer wieder kreuzenden Handlungsstränge
bieten viel Potential und bauen eine ganz eigene Art von Spannung auf, außerdem
bleibt so James Gegenstück nicht so flach wie damals Deirdres. Schade nur, dass
Dee dafür viel zu kurz kommt. Die einzige ihr zugedachte Rolle manifestiert
sich durch SMS-Entwürfe ihrerseits und einige kurze Gastauftritte. Dass man
sogar nichts darüber erfährt, was in den letzten zwei Monaten nach „Lamento“
passiert ist und wie die vorher liebgewonnene Protagonistin mit der Situation
klar kommt, ist ziemlich schade – spielt aber zum Schluss eine große Rolle für
den Showdown.

Ich würde
nicht sagen, dass die Charaktere besser gelungen sind. Der doppelten
Perspektive haben wir es zu verdanken, dass diese mehr Tiefgang entwickeln
können. James humorvolle Art und Nualas Kratzbürstigkeit muss man aber einfach
gern haben – zusammen ergeben sie (leider) ein viel schöneres Ensemble als Luke
und Deirdre. Immerhin gibt es einige interessante Nebenrollen, vor allem
Sullivan hat es mir angetan. Wer wünscht sich nicht so einen Lehrer? Dennoch
bleiben auch im zweiten Band viele Fragen bezüglich der Motive und Hintergründe
offen.

Die
Geschichte ist dafür umso spannender. Es passiert so viel, dass man leicht den
Überblick verlieren könnte. Dabei wird die Spannung nur langsam und
kontinuierlich gesteigert.  Die Feenwelt
entpuppt sich als verwirrender als zuvor, dafür konnte Nualas Wissen ganz neue
Perspektiven ermöglichen. Einige Zusammenhänge versteht man sogar ein bisschen
besser.

Die Musik
stand ironischerweise nicht ganz so extrem im Vordergrund. Sie war zwar
allgegenwärtig und relevant, aber drum herum gab es genug anderes zu bestaunen.
Da ich aber eine Dudelsackliebhaberin bin, wünschte ich mir umso mehr, die
Musik wirklich zu HÖREN.

Fazit

Maggie
Stiefvaters „Ballade – Der Tanz der Feen“ ist ganz anders als „Lamento“ und
auch viel besser. Die Geschichte ist temporeicher und spannender. Neue
Perspektiven lassen die Charaktere plastischer erscheinen als zuvor, leider
ging die Protagonistin des ersten Bandes irgendwie unter. Anstatt die noch
offenen Fragen zu beantworten, wurden weitere aufgehäuft. Gleichzeitig durfte
man die Feenwelt ganz neu erleben. Schwache 5/5 Bücher mit der Hoffnung auf
Band 3!

Die Autorin

© Robert Severi

Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer
Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit
ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin,
Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte
sie es mit der Kunst. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin in
den Bergen Virginias, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie
zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze. 

Die Reihe

  1. Lamento – Im Bann der Feenkönigin
  2. Ballade – Der Tanz der Feen


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