Rezension

Plötzlich Prinz 02 – Das Schicksal der Feen von Julie Kagawa

Das Schicksal der FeenDie Autorin: Julie Kagawa
Die Übersetzerin: Charlotte Lungstrass-Kapfer
Originaltitel: The Iron Traitor (The Iron Fey: Call of the Forgotten #2)
Dt. Reihentitel: Plötzlich Prinz
Dt. Titel: Das Schicksal der Feen
Band: 2/3
Dt. Erstausgabe: 10.11.2014
Verlag: Heyne fliegt
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch | Urban Fantasy
Hardcover | 16,99 € eBook | 13,99 €

Einfach so wie die anderen sein – das hat sich der siebzehnjährige Ethan Chase immer gewünscht. Ein Ding der Unmöglichkeit mit einer älteren Schwester, die eine der mächtigsten Herrscherinnen im Feenreich Nimmernie ist. Immer wieder kreuzen sich Ethans Wege mit denen der Feen. Als Ethans Neffe Keirran spurlos verschwindet, hat Ethan eine böse Vorahnung, die sich schon bald bewahrheitet: Keirran, der sich ausgerechnet in eine Fee des Sommerhofs verliebt hat, erregt den Zorn einer uralten Kreatur, die selbst die Feen fürchten. Ethan bleibt nichts anderes übrig, als nach Nimmernie zu reisen, um Keirran zu retten. Begleitet wird er von Kenzie, dem Mädchen, das er mehr liebt, als er je zugeben würde. Ein Abenteuer mit unbekanntem Ausgang erwartet sie …

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Meine Meinung

Plötzlich Prinz – Das Schicksal der Feen“ von Julie Kagawa ist wie immer eine geniale Fortsetzung. So genial, dass mir dieser zweite Band sogar noch viel besser gefallen hat als „Das Erbe der Feen„.

Ich kann nur immer wieder betonen, dass Julie Kagawa einfach weiß, wie man gute Jugendbuchreihen schreibt. Ganz gleich wie viel Zeit zwischen ihren Büchern liegt, man hat immer das Gefühl, nie fort gewesen zu sein. Wie auf Knopfdruck nimmt das Nimmernie und alles, was dazugehört, Gestalt an und bezaubert den Leser aufs Neue.

Das einzige Problem, das ich mit „Das Erbe der Feen“ hatte, war ja zum Einen der Umstand, dass ich die Charaktere aus der „Plötzlich Fee“-Reihe schmerzlich vermisst hatte und zum Anderen, dass ich sie aus Sicht von Ethan mit ganz anderen Augen sehen sollte. Beide „Probleme“ waren dieses Mal kaum noch spürbar, was mein Lesevergnügen natürlich immens gesteigert hat.

Generell kam ich viel besser mit Ethan klar, der sich langsam aber sicher mit dem Gedanken anfreundet, dass er selbst ein Teil des Nimmernie ist. Besonders gefällt mir natürlich, dass er dabei ist, seinen Frieden mit Meghan zu schließen. Außerdem kommt er mittlerweile stärker aus den Feen-Konflikten heraus, anstatt sich von dem Ganzen runterziehen zu lassen.

Kenzie ist immer noch ein kleines Highlight! Es ist immer wieder erstaunlich, wie natürlich ihr Umgang mit den Feen ist, aber da ist es wohl von Vorteil, wenn man „nichts“ zu verlieren hat. Leider hat ihre Krankheit für Konflikte gesorgt, die einerseits total verständlich, aber andererseits auch völlig übertrieben waren. Ich verstehe, dass Kenzie über den Rest ihres Lebens selbst bestimmen will und dass sie dann gerade von Ethan nicht wie eine zerbrechliche Puppe behandelt werden will, aber Ethans Verlustängste sind genauso gerechtfertigt wie ihre Wünsche, weswegen ich sie an einer gewissen Stelle nicht völlig unterstützen konnte.

Kierran ist die große Überraschung und der Grund für so viele Probleme. Ich hatte mir ja schon im ersten Band gedacht, dass er noch für einige Überraschungen sorgen wird, aber diese Entwicklung hätte ich dann doch nicht erwartet – obwohl sie rückblickend natürlich absolut logisch ist. Mehr will ich aber auch gar nicht verraten!

Die Geschichte knüpft nahtlos an den Vorgänger an, was den Einstieg natürlich ungemein erleichtert. Man ist sofort wieder mittendrin und kann gar nicht glauben, wie schnell das nächste Abenteuer losgeht. Einerseits ist das natürlich eine super Sache, aber andererseits hätten Ethan und Kenzie eigentlich fast schon einfach im Nimmernie bleiben können.

In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass der Nimmernie-Stoff langsam ausgereizt ist, was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Kagawa kann mich gerade damit begeistern, immer neue Bereiche der Feenwelt aufzudecken und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Möglichkeiten in diesem Bereich unendlich sind. Hinzu kommt natürlich, dass man sich bei all ihren Feen-Büchern einfach heimisch fühlt, was gerade dadurch unterstützt wird, dass auch mal Altbekanntes aufgegriffen wird. So oder so: langweilig wird es nie. Unsere Helden stürzen von einem Abenteuer ins Nächste immer mit dem jeweiligen großem Ziel vor Augen. Man weiß nie so recht, was einen erwartet und wird so immer wieder überrascht.

Fazit

Julie Kagawas „Plötzlich Prinz – Das Schicksal der Feen“ ist, wie so ziemlich jedes Buch der Autorin, wieder einmal ein kleines Highlight gewesen. Man hat als Leser das Gefühl, nie fortgewesen zu sein, und so fühlte zumindest ich mich wieder gleich wie Zuhause. Meine kleinen Problemchen, die ich beim ersten Band noch hatte, lösten sich hier förmlich in Luft auf und so war dieser Roman mal wieder der reinste Genuss. Wie immer eine klare Empfehlung: 5/5 Bücher!

Die Autorin

Julie KagawaSchon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Mit ihrer Saga Plötzlich Fee stieg sie zum hellsten Stern am Fantasy-Himmel auf. Sie lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.

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Die Reihe

Plötzlich Prinz Trilogie

  1. Das Erbe der Feen | The Lost Prince (The Iron Fey: Call of the Forgotten #1)
  2. Das Schicksal der Feen | The Iron Traitor (The Iron Fey: Call of the Forgotten #2)
  3. Die Rache der Feen | The Iron Warrior (The Iron Fey: Call of the Forgotten #3)

Originalcover

The Iron Traitor

2 Gedanken zu „Plötzlich Prinz 02 – Das Schicksal der Feen von Julie Kagawa

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