Obsidian – Schattendunkel (Lux #1) von Jennifer L. Armentrout

Obsidian - SchattendunkelDie Autorin: Jennifer L. Armentrout
Die Übersetzerin: Anja Malich
Originaltitel: Obsidian (Lux #1)
Dt. Titel: Obsidian – Schattendunkel
Band: 1/6
Dt. Erstausgabe: 25.04.2014
Verlag: CARLSEN
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch
Hardcover | 18,99 €
Taschenbuch | 12,99 €
eBook | 11,99 €

Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um „neue Freunde“ zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…

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Meine Meinung

Obsidian – Schattendunkel“ von Jennifer L. Armentrout ist ein gelungener Reihenauftakt, der definitiv Lust auf mehr macht.

Der Einstieg fällt nicht nur leicht, man fällt förmlich in die Geschichte. Ehe man es sich versieht, sind die ersten 100 Seiten weg – und der Rest folgt Schlag auf Schlag. Der Schreibstil ist typisch Jugendbuch und absolut nichts besonderes. Einfach gehalten, schnell gelesen und mit soliden Beschreibungen, dabei aber völlig schnörkellos. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive.

Die Charaktere sind absolut nichts Neues, aber sehr sympathisch – oder auch nicht, je nach Bedarf. Man könnte sogar so weit gehen, dass die meisten eher gut ausgearbeitete Klischees sind als eigenständige Individuen, aber es kommt ja immer drauf an, was man daraus macht, oder? So baut Armentrout zweifellos auf Altbekanntem auf, lässt ihren Figuren aber den Raum, sich zu entwickeln. Bei einer 5-teiligen Reihe kann sich da also noch einiges tun.

Katy war mir natürlich sofort sympathisch. Sie ist immerhin eine Buchbloggerin – wie könnte ich mich da nicht mit ihr identifizieren? Außerdem ist sie bodenständig, schlagfertig und mutig. Die Fehler, die sie macht, und die Szenen, in denen sie sich kopflos oder wie ein bockiges Kleinkind verhält, machen sie doch nur menschlich. Mal ehrlich, haben wir nicht alle unsere Macken?

Daemon ist ein echt zuckersüßes Arschloch. Entschuldigt meine Wortwahl, aber das wird ihm einfach am ehesten gerecht. Abgesehen von wenigen Ausnahmen ist er wohl auch der größte Stereotyp, aber immerhin kriegt man eine solide Erklärung geliefert. In seinem Fall ist es auch wirklich nützlich, das eShort „Daemon & Katy – Die erste Begegnung“ vorher zu lesen – die öffnet einem wirklich die Augen.

Dee ist einfach unglaublich lieb. Ich kann absolut verstehen, warum man das Gefühl hat, sie beschützen zu wollen. Wie könnte man auch nicht? Andererseits hätten ihr ein paar Ecken und Kanten gut getan, aber wie gesagt, in den nächsten 4 Teilen kann ja noch was kommen.

Die Geschichte ist wirklich nichts besonderes, aber unglaublich unterhaltsam. Sie liest sich weg wie nichts und man möchte auch gar nicht mehr aufhören. Dass dieses Buch kein literarisches Meisterwerk ist, müsste doch eigentlich jedem vorher klar gewesen sein. Nirgendwo wird auch diese Anforderung an gehypte Jugendbücher gestellt.

Plot-technisch passiert tatsächlich gar nicht so viel, aber vermisst habe ich nichts. Es war schön, mal für einige Stunden in die Rolle von Katy zu schlüpfen und mir mit einem absolut heißen Typen witzige Wortgefechte zu liefern. Auch wenn Obsidian gewiss kein Buch für große Emotionen ist, kann man definitiv mitfühlen. Die Spannung und Leidenschaft zwischen den beiden Protagonisten kam auf jeden Fall bei mir an!

Auch das Thema hat mich überzeugt. Nach Jahren der Verweigerung bin ich nun an dem Punkt angelangt, an dem ich mich immer mehr für Science Fiction zu begeistern scheine. Und auch wenn sich „Obsidian – Schattendunkel“ wie ein Urban Fantasy Roman lesen mag, fällt es eher in die obere Kategorie, denn Aliens haben in einem Fantasy Roman einfach nichts zu suchen. Jedenfalls hat Armentrout ihre Aliens gut in unsere Welt eingegliedert, sich solide Erklärungen für ihre Anwesenheit, ihr Wesen, ihre Stärken und Schwächen etc. ausgedacht und mich damit nicht nur gut unterhalten, sondern auch begeistert.

Viele kritisieren, dass diese Reihe ein billiger Abklatsch diverser andere Buchreihen oder auch TV-Serien sei. Zugegeben, man kann seine Vergleiche ziehen und wie ich bereits erwähnt habe, verwendet die Autorin durchaus das ein oder andere Klischee. Allerdings ignoriere ich Vergleiche mit Twilight schon aus Prinzip, weil mittlerweile einfach jedes Jugendbuch und/oder der dazugehörige Film mit Stephenie Meyers Büchern verglichen wird. Laut den Zeitungen ist ja auch jede Dystopie wie Panem. Es ist ja auch nicht völlig normal, dass es immer wieder Phasen gibt, in denen bestimmte Themen, Motive oder Stoffe verarbeitet werden.

Mein Punkt ist, dass es letztendlich jedem selbst überlassen bleibt, ob er oder sie ein Buch, das genau den Ansprüchen des aktuellen Kanons entspricht, nach Vergleichen absucht oder sich einfach entspannt und die kurzweilige Unterhaltung genießt. Denn das ist es, was dieses Buch verspricht, und genau das kriegt man auch geboten.

Für die Gestaltung kann ich dem Verlag mal wieder ein großes Lob aussprechen, aber bisher wurde ich auch selten in diesem Punkt enttäuscht. Nicht nur die Optik, sondern auch die Haptik, ist mehr als gelungen. Wer sich also über vergeudete Lesestunden aufregt, hat wenigstens einen Hingucker im Regal.

 Fazit

Jennifer L. Armentrouts „Obsidian – Schattendunkel“ ist gewiss kein literarisches Meisterwerk, aber dafür ein sehr unterhaltsamer Reihenauftakt. Dieses Buch liest sich unglaublich schnell und macht einfach Spaß. Ich mochte die Charaktere, auch wenn der ein oder andere Sterotyp darunter war. Ich mochte die Geschichte, auch wenn sie einige Klischees beinhaltet – und ich mochte das Thema, das für mich noch völlig unverbraucht ist. Ja, das Rad wurde mal wieder nicht neu erfunden, aber aus diesem Stoff lässt sich noch einiges herausholen. Wie schön, dass es noch vier weitere Teile gibt! Knappe 4/5 Bücher!

Die Autorin

Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Loki in West Virginia. Schon im Matheunterricht schrieb sie Kurzgeschichten, was ihre miserablen Zensuren erklärt. Wenn sie heute nicht gerade mit Schreiben beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Mit ihren romantischen Geschichten stürmt sie in den USA – und in Deutschland – immer wieder die Bestsellerlisten.

Die Reihe

Lux-Pentalogie

  1. –  –  – | Shadows (Lux #0.5)
  2. Obsidian – Schattendunkel | Obsidian (Lux #1)
  3. Oblivion – LichtflüsternOblivion (Lux #1.5)
  4. Onyx – Schattenschimmer | Onyx (Lux #2)
  5. Opal – Schattenglanz | Opal (Lux #3)
  6. Origin – Schattenfunke | Origin (Lux #4)
  7. Opposition – Schattenblitz | Opposition (Lux #5)

Originalcover

Obsidian

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