Mythica 02 – Göttin des Meeres von P. C. Cast

Autorin: P. C. Cast
Übersetzerinnen: Anna Julia und Christine Strüh
Dt. Reihentitel: Mythica
Dt. Titel: Göttin des Meeres
Band: 2/7
Dt. Erstausgabe: 15.05.2012
Verlag: S. Fischer
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 448
ISBN-10: 3596193834
ISBN-13: 978-3596193837
Preis: 8,99 €


Im Rausch der Tiefe – und einem Meermann verfallen! Die 25-jährige Christine stürzt bei einem Flugzeugunglück ins Meer und ist kurz vorm Ertrinken. Doch in den Tiefen des Wassers begegnet sie Undine, die ihr einen Handel anbietet: Christine darf ihr Leben behalten, muss aber ihren Körper mit dem der Meerjungfrau tauschen. Doch das Leben im Meer ist gefährlich. Göttin Gaea, Mutter von Undine, hat Mitleid mit Christine und verwandelt sie zurück. Aber alle drei Tage muss Christine wieder ins Wasser. Doch sie verlangt nicht nur nach Wasser. Da ist auch der sexy Meermann Dylan, der ihr den Kopf verdreht hat …

Inhalt

Christine arbeitet bei der US Air Force und muss für einen Einsatz nach Saudi Arabien fliegen – dabei hat sie doch solche Flugangst! Diese ist auch nicht ganz unberechtigt, so scheint es ihr Schicksal zu sein, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen.
Kurz vorm Ertrinken bietet ihr eine Meerjungfrau einen Handel an und die beiden tauschen die Körper. So ungewohnt der neue Körper auch ist, so schnell verliebt sie sich in das Meer und an das Dasein als Nixe. Doch dann trifft sie auf den Meermann Triton, der sie zu vergewaltigen versucht – um ihm zu entkommen, erbittet sie die Hilfe der Erdenmutter Gaia, die sie wieder in einen Menschen verwandelt. Allerdings muss sie alle 3 Tage ins Meer, wo sie den Meermann Dylan trifft, der anziehender ist als jeder Mensch..

Charaktere

Christine hat sich nie irgendwo heimisch gefühlt. Um der Eintönigkeit zu entrinnen, nimmt sie eine Stelle bei der US Air Force an, durch die sie ein Nomadendasein fristen muss. Ironischerweise leidet sie unter panische Flugangst und ist auch keine gute Schwimmerin, weswegen sie auch nur einen Bürojob macht anstatt am aktiven Dienst teilzunehmen. Sie ist unabhängig und klug, aber unscheinbar und ihre einzige Beziehung fand auf der Highschool statt. Sie ist voller Sehnsucht nach Liebe und Magie und ist bereit, einiges dafür zu tun.
Dylan ist ein Meermann wie man sich ihn nur wünschen kann. Seine exotische Art in Kombination mit seinem guten Aussehen sind nicht das Einzige, was ihn so attraktiv macht. Nebenbei ist er auch noch witzig, fürsorglich und süß. Er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und wenn er sich einmal verliebt, dann tut er das begingungslos. Außerdem ist er aufgeschlossen und wissbegierig. Doch das signifikanteste Merkmal ist wohl die Opferbereitschaft, die ihn dazu veranlasst, alles für seine Liebste zu geben.

Meine Meinung

Vorab muss ich gestehen, dass ich schon sehr skeptisch an P. C. Casts „Göttin des Meeres“ herangetreten bin. Ich habe sowohl Gutes als auch viel Schlechtes gehört und habe die ganze Zeit über nach den Gründen gesucht, warum meine Freundin, die mich besser kennt als jeder andere, sagt, dass es mir total gefallen wird, währenddessen andere Rezensenten, auf deren Meinung ich großen Wert lege, mir davon abraten. Für beides habe ich dann auch Erklärungen gefunden.
Die Geschichte beginnt ganz klassisch. Man wird in das Leben von Christine hineingeschleudert und erfährt erstmal einige Details über ihren Charakter und Lebensstil. Was manch einer vielleicht für langweilig hält, erachte ich jedoch als notwendig, da die meisten Aspekte im Nachhinein eine Rolle spielen. Trotzdem ist das irgendwie völlig aus dem Kontext gerissen, dass Christine mitten in der Samhain-Nacht ein Ritual abhält, von dem sie irgendwann mal gelesen hat, um die Magie herbeizurufen. Die meisten von uns waren ja schonmal betrunken und das ist ja nun eher die seltenere Reaktion.
Danach wird es ziemlich spannend. Die Magie, die ins Leben gerufen wurde, wirkt und es sind die Details, die die sonst unscheinbaren Szenen zu etwas besonderem machen. Das geht so weiter bis es zu dem Flugzeugabsturz kommt. Ehrlich gesagt, hat mich die Szene ein wenig an „Final Destination“ erinnert. Vor allem die Aufschrift an dem Sitz, die davor warnt, dass der Propeller genau da durchkäme, wenn es zu einem Absturz kommt.
Nachdem Christine nun den Körper mit der Meerjungfrau Undine getauscht hat, passiert auch recht viel und die Spannung wird gesteigert – leider wird es nun auch immer unrealistischer. Ich weiß selbst, dass „unrealistisch“ womöglich nicht der richtige Ausdruck bei einem Fantasyroman ist, aber es gibt eine Grenze für die Fantasie. Wird diese Grenze überschritten, leidet man entweder an einer Reizüberflutung oder man ist einfach nur genervt. In diesem Fall tendierte ich zu letzterem.
Leider wurde es dann auch nicht besser. Die Protagonistin kriegt die Aufgabe, ihre wahre Liebe zu finde, um endgültig wieder ein Mensch zu werden. Nur doof, dass im nächsten Kapitel schon klar ist, dass sie einen Meermann liebt. Gut und schön, aber bedeutet das, dass sie im Meer bleiben muss? Ist sie denn an der Seite Dylans vor Triton sicher?
Beides durchaus gute Problematiken, die man in etwa der Hälfte des Buches hätte lösen können. Somit kommen wir zu dem Kritikpunkt, der mich am meisten gestört hat. Man hatte das Gefühl, das Buch sei nie zuende und dachte sich ständig, wie sinnlos manche Szenen einfach nur waren.
Ach, habe ich erwähnt, dass Christine plötzlich 1000 Jahre in der Vergangenheit ist? Wirklich erklärt wird das leider nie. Versteht Ihr nun, was ich mit unrealistisch meine?
Das Finale wird leider auch nicht besser, immerhin eine unerwartete Wendung ist vorhanden, die allerdings schon in „Göttin der Liebe“ vorhanden war. Auch wenn „Göttin des Meeres“ im Original der erste Band war, so wiederholt sich das überaus schnulzige Happy End und letztendlich ist es egal, welcher Band dabei zuerst da war.

Fazit

„Mythica – Göttin des Meeres“ von P. C. Cast hat mich so gar nicht überzeugt. Auch hier war die Idee, die dahinter steckt, wirklich bezaubernd, aber die Umsetzung ziemlich einschläfernd. Da Göttin der Liebe immerhin witzig war und nicht unnötig in die Länge gezogen wurde, kann ich die beiden Bücher einfach nicht gleich bewerten.

Die Autorin

P.C. Cast ist zusammen mit ihrer Tochter Kristin Autorin der House-of-Night-Bestseller. Die beiden sind das erfolgreichste Mutter-Tochter-Autorengespann weltweit. Die Serie »House of Night« hat Millionen von Fans in über 40 Ländern. Die Serie »Mythica« schrieb P.C. Cast ohne ihre Tochter. Sie wendet sich an alle, die dem »House of Night« bereits entwachsen sind. P.C. und Kristin Cast leben beide in Tulsa, Oklahoma.

Die Reihe

Mythica Reihe

  1. Göttin der Liebe / Goddess of Love (Goddess Summoning #5)
  2. Göttin des Meeres / Goddess of the Sea (Goddess Summoning #1)
  3. Göttin des Lichts / Goddess of Light (Goddess Summoning #3)
  4. Göttin des Frühlings / Goddess of Spring (Goddess Summoning #2)
  5. Göttin der Rosen / Goddess of the Rose (Goddess Summoning #4)
  6. Göttin des Sieges / Goddess of Troy (Goddess Summoning #6)
  7. Göttin der Legenden / Goddess of Legends (Goddess Summoning #7)

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Originalcover

3 Gedanken zu „Mythica 02 – Göttin des Meeres von P. C. Cast

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