Mythica 01 – Göttin der Liebe von P. C. Cast

Autorin: P. C. Cast
Übersetzerin: Christine Strüh
Dt. Reihentitel: Mythica
Dt. Titel: Göttin der Liebe
Band: 1/7
Dt. Erstausgabe: 06.03.2012
Verlag: S. Fischer
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 400
ISBN-10: 3596193877
ISBN-13: 978-3596193875
Preis: 8,99 €


Die göttliche Venus – unsterblich verliebt in einen Sterblichen! Um den attraktiven Feuerwehrmann Griffin zu gewinnen, bräuchte die unscheinbare Pea vor allem eines: eine gründliche Generalüberholung. Make-up, Schuhe, Klamotten – alles an ihr ist ein einziges Desaster. Als sie in ihrer Verzweiflung Venus beschwört, staunt sie nicht schlecht: Die Göttin steigt herab aus dem Olymp, um ihr zu helfen. Doch was ist, wenn die Göttin der Liebe plötzlich selbst ihr Herz verliert? Und das ausgerechnet an Griffin?

Inhalt

Dorreth Chamberlain, kurz Pea genannt, ist seit Jahren in ihren Nachbarn Griffin de Angelo verliebt. Unscheinbar wie sie ist, traut sie sich aber nicht, den ersten Schritt zu machen. Nachdem sie von einer Freundin eben dazu überredet wurde und eine Blamage nach der anderen folgte, ruft sie in ihrer Not die Göttin Venus an. Natürlich denkt sie nicht mal im Traum daran, dass die Göttin sie erhören wird, umso überraschter ist sie als Venus plötzlich vor ihr steht.
Nachdem Pea davon überzeugt ist, dass weder sie noch Venus verrückt sind, geht es auch schon an die Arbeit. Doch anstatt Pea mit Griffin zu verkuppeln, verliebt sich die Göttin selbst in den Sterblichen..

Charaktere

Dorreth Pea Chamberlain ist die ebenso unscheinbare wie süße Protagonistin in diesem Band. Sie ist die graue Maus der Nachbarschaft, die total unbeholfen und schüchter ist und deren Haare eine unüberwindbare Aufgabe zu sein scheinen. Im Gegensatz dazu ist sie im Beruf überaus erfolgreich und hat ein Talent für Innenarchitektur. Doch ihre große Leidenschaft ist das Tanzen – dabei kommt die Grazie und Anmut zum Vorschein, die sie sonst hinter ihrer Fassade versteckt. Sie ist lebensfroh, liebenswürdig und intelligent und einfach total süß.
Venus oder Aphrodite ist bekanntermaßen die Liebe in Person. Als solche nimmt sie bei dem Thema kein Blatt vor den Mund und scheut es auch nicht, über jedermanns Sexualität zu reden. Dabei benutzt sie gerne Kraftausdrücke, die sich auf die Genitalien der Olympier beziehen und stößt damit nicht nur die Götter vor den Kopf.
Durch dieses Verhalten und die Unerfahrenheit in der Menschenwelt wirkt sie am Anfang ziemlich naiv und flach. Doch im Laufe der Handlung verliebt sich die Liebe das erste Mal selbst und entwickelt sich weiter.
Griffin de Angelo ist der Chief der Feuerwehr. Durch diese Tätigkeit und die Tatsache, dass er 4 Schwestern hat, deren Vaterersatz er war, wirkt er sehr erfahren und reif. Er übernimmt Verantwortung und bringt Opfer. Venus bezeichnet ihn oft als „Krieger“ und im übertragenen Sinne passt das ziemlich gut. Doch im Bezug auf Venus lässt er seiner Leidenschaft freien Lauf und ist ziemlich besitzergreifend.
Vulcanus ist der wohl menschlichste Gott, den man sich vorstellen kann. Durch eine Verletzung am Bein ist seine Perfektion nicht mehr gegeben, weswegen er von den anderen Göttern verspottet und gemieden wird. Auf Anhieb fühlt er sich also zu Pea hingezogen, die ebenso unangepasst ist wie er und so ist Venus nicht die Einzige, die die Liebe für sich entdeckt.
Er ist warmherzig, aufopferungsvoll und liebenswürdig. Und auch wenn er ebenso unerfahren ist wie Venus, lässt ihn sein Verhalten weniger naiv als süß und human erscheinen.

Meine Meinung

Mythica – Göttin der Liebe“ ist der Auftakt der dritten Reihe von P. C. Cast. Leider ist es auch die Reihe, die mir bisher am wenigstens zusagt. Es ist nicht so, dass es kein gutes Buch ist, auch dieses Mal ist es wieder ein Vergnügen, nicht umsonst lese ich gerade den zweiten Teil, aber es ist halt nicht so überzeugend wie House of Night oder Tales of Partholon. Es ist berechenbar und oftmals unrealistisch. Gleichzeitig aber auch witzig und süß. Die positiven Eindrücke halten sich mit den Negativen die Waage, sodass ich mich wahrhaft nicht entscheiden kann, was ich davon halten soll.
Ein weiterer Knackpunkt meinerseits ist es, dass die Geschichte wieder in Tulsa spielt. Scheinbar kennt Frau Cast keine anderen Städte und ich weiß, dass man über das schreiben soll, was man kennt, aber in allen Büchern denselben Ort zu verwenden ist auf Dauer ziemlich fragwürdig. Es ist nicht so, dass es total störend ist, aber sobald ich Tulsa lese, entfährt mir persönlich ein genervter Seufzer. Nicht gerade etwas, was ich mit einem guten Buch verbinde. Tut mir Leid, aber ich möchte nicht genervt reagieren.
Ein wenig irritierend war auch das Vorwort der Autorin. Es erinnert doch stark an das zu Tales of Partholon. Auch dort erwähnte sie bereits, dass es quasi ihr Lieblingsbuch sei. So kriege ich jedenfalls das Gefühl, dass nur House of Night auf die Liebe der Autorin verzichten muss. Welch Ironie..

Fazit

Wieder einmal hat sich meine Rezension selbstständig gemacht und aus den gedachten 4 Punkten wurden 3. Lasst Euch nicht abschrecken, es ist definitiv kein Fehlkauf, aber letztlich doch nur eine nette Geschichte, um die Langeweile zu vertreiben.

Die Autorin

P.C. Cast ist zusammen mit ihrer Tochter Kristin Autorin der House-of-Night-Bestseller. Die beiden sind das erfolgreichste Mutter-Tochter-Autorengespann weltweit. Die Serie »House of Night« hat Millionen von Fans in über 40 Ländern. Die Serie »Mythica« schrieb P.C. Cast ohne ihre Tochter. Sie wendet sich an alle, die dem »House of Night« bereits entwachsen sind. P.C. und Kristin Cast leben beide in Tulsa, Oklahoma.

Die Reihe

Mythica Reihe

  1. Göttin der Liebe / Goddess of Love (Goddess Summoning #5)
  2. Göttin des Meeres / Goddess of the Sea (Goddess Summoning #1)
  3. Göttin des Lichts / Goddess of Light (Goddess Summoning #3)
  4. Göttin des Frühlings / Goddess of Spring (Goddess Summoning #2)
  5. Göttin der Rosen / Goddess of the Rose (Goddess Summoning #4)
  6. Göttin des Sieges / Goddess of Troy (Goddess Summoning #6)
  7. Göttin der Legenden / Goddess of Legends (Goddess Summoning #7)

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Originalcover

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