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[Lisa’s Rezension] Windfire von Lynn Raven

Die Autorin: Lynn Raven
Dt. Titel: Windfire
Dt. Erstausgabe: 14.12.2015
Verlag: cbt
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Format: Paperback
Seitenzahl: 464
ISBN-10: 3570161021

ISBN-13: 978-3570161029
Preis: 14,99 €

Las Vegas – inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr.

Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden – Antworten, die weiter führen als je gedacht.

Meine Meinung

Jessie hat es nicht leicht. Sie hält sich immer so gerade eben über Wasser und muss mehrere Jobs machen um die Krankenhausrechnungen für ihren kranken Bruder zu bezahlen. Aus der Not heraus versetzt sie ein Amulett, ein Erbstück ihrer Familie. Doch schnell wird klar, dass sie das Amulett nicht hätte verkaufen sollen. Als plötzlich Shane auf den Plan tritt, nimmt ein rasantes Abenteuer seinen Lauf, denn ein Halbdjinn trifft auf eine Windhexe, Feuer trifft auf Wind. Und genauso wie man sich das Aufeinanderprallen dieser zwei Elemente vorstellt, so ist auch die Beziehung zwischen Jessie und Shane. Gemeinsame Feinde treiben die beiden zusammen und lassen sie eine außergewöhnliche Reise antreten.

Wer dieses Buch in den Händen hält, wurde vermutlich durch das schlichte aber gerade dadurch wunderschöne Cover angezogen. Besonders sind die goldenen Elemente, die sich sowohl auf Vorder-, als auch auf der Rückseite des Buches finden und dem Ganzen einen besonderen Hauch verleihen.

Als ich dann mit dem Lesen anfing, kam ich sehr gut durch, denn der Schreibstil von Lynn Raven ist sehr angenehm und leichtfüßig.

Die Charaktere, die sie für uns bereitstellt, haben mir sehr gut gefallen, denn Raven hat eine für mich völlig neue Welt mit erfrischend anderen magischen Wesen erschaffen. Leider wurde der inhaltliche Fokus kaum auf diese äußerst interessante neue Welt gelegt, sodass ich mir dort etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, die an anderer Stelle, wie z.B. der Liebesgeschichte, etwas flacher hätte ausfallen können. Es wäre unglaublich interessant gewesen, mehr über die Welt der Djinn und ihre Fähigkeiten zu erfahren.

Die Liebesgeschichte als solche war mir leider auch zu vorhersehbar und entsprach so ziemlich jedem Klischee, dass man bei einem solchen Verlauf erwarten würde.

Die Figuren an sich waren jedoch gut konzipiert und durchaus authentisch in ihrem Verhalten, sodass es mir Spaß gemacht hat, sie durch die Geschichte zu begleiten. Besonders die Perspektivwechsel, die Raven vornimmt, haben es ermöglicht, sich in alle Figuren hineinversetzen zu können.

Als ich mit dem Lesen fertig war, fiel mir auf, dass mir das Ende viel zu abrupt kam und im Gesamtbild die Einleitung der Geschichte etwas zu langatmig war. Auch hier hätte das Gewicht eher auf dem Ende und dem Spannungsbogen liegen sollen. Zwar gab es zum Ende hin eine rasante und actionreiche Entwicklung, doch diese kam mir leider etwas zu spät.

Fazit

Alles in allem denke ich, dass Lynn Raven hier eine gute Geschichte mit einer Menge Potenzial geschaffen hat, die aber leider an einigen Stellen in der Umsetzung hapert. Ich hoffe sehr, dass sich dieses Buch doch noch als Reihenauftakt entpuppt und man so die Möglichkeit hat, mehr über die Welt der magischen Wesen und „Das Herz des Simurgh“ zu erfahren, denn dieses Buch bietet dafür eine wunderbare Grundlage. Als Einzelband muss ich sagen, dass mir doch zu vieles offen gelassen wurde und ich diesem Buch deswegen insgesamt 3,5/5 Punkten geben möchte.

Die Autorin

Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie trotz ihrer Liebe zur wildromantischen Felsenküste Maines nach Deutschland verschlug. Nachdem sie zwischenzeitlich in die USA zurückgekehrt war, springt sie derzeit nicht nur zwischen der High- und der Dark-Fantasy hin und her, sondern auch zwischen den Kontinenten.

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