Rezension

[Lisa’s Rezension] Kontrolle. Macht. Tod. von Klaus Schuker

Kontrolle. Macht. Tod.Der Autor: Klaus Schuker
Dt. Titel: Kontrolle. Macht. Tod.
Dt. Erstausgabe: 28. September 2016
Verlag: Fabulus
Genre: Psychothriller
Taschenbuch | 16,95€

Eine schöne Frau zu quälen verschafft ihm Befriedigung. Ihren Willen zu brechen ist besser als jeder Sex. Von dieser Erkenntnis führen den Unbekannten nur wenige Schritte bis zum perfide kalkulierten Mord. Das erste Opfer ist eine Jurastudentin, das grausame Spiel beginnt. Es wird sechzehn lange, entsetzliche Tage dauern.
Wer steckt dahinter? Die Polizei tappt im Dunkeln, während der 54-jährige Privatdetektiv Molden mitten in die Ermittlungen gerät. Für seine Auftraggeberin verfolgt er Spuren, die sich als trügerisch erweisen, und verliebt sich leidenschaftlich in eine faszinierende Frau. Dabei merkt er nicht, dass er unaufhaltsam selbst in den Fokus des Mörders rückt. Und mit ihm Greta, deren bezauberndes Lachen seinen wunden Punkt berührt.

Meine Meinung

Momentan bin ich ja wieder ziemlich im Thriller-Modus, nachdem ich so viel aus der Fantasy-Rubrik gelesen habe und nun wieder etwas Abwechslung brauche. Leider muss ich sagen, dass mich „Kontrolle. Macht. Tod“ von Klaus Schuker nicht wirklich überzeugt hat, obwohl der Klappentext und die Tatsache, dass der Autor selbst Polizist war, sehr vielversprechend klangen.

Die Grundidee der Geschichte eines sadistisches Serienkillers war auf jeden Fall ein Psychothriller nach meinem Geschmack, leider hat sich dieses Buch dann aber doch eher als fader Krimi entwickelt, der in der Umsetzung nicht sehr gelungen war.

Ich habe mir zwar gedacht, dass der Fokus sicherlich recht stark auf der Ermittlungsarbeit liegen würde, da Klaus Schuker selbst Polizist war, doch leider war es viel zu sehr auf diesen Strang beschränkt und dazu noch recht eintönig. Vielleicht ist die echte Ermittlungsarbeit wirklich so, aber in einem Buch erwarte ich mir dann doch etwas mehr Spannung.

Sehr gut haben mir die Szenen aus der Sicht des Täters gefallen, denn sie haben direkten Einblick in sein Seelenleben und die Tathintergründe gegeben, doch hiervon gab es meiner Meinung nach zu wenige und sie waren auch insgesamt nicht ausführlich genug.

Anfänglich gab es noch einige unvorhersehbare Ereignisse und auch spannende Momente, aber richtig gefesselt war ich leider zu keiner Zeit des Buches und zum Ende hin wurde die Geschichte dann recht überschaubar.

Der vom Klappentext angekündigte Inhalt wird nur sehr sporadisch in die Geschichte eingearbeitet und dann erst zum Finale hin wirklich aufgegriffen, was ich sehr schade und in erster Linie verschwendetes Potenzial fand, denn hier hätte der Autor eine ganze Menge rausholen können.

Es gibt ein recht breites Figurenset, doch dies hat Schuker so gestaltet, dass man sich gut zurecht finden kann und nicht den Überblick verliert. Auch die Einteilung nach Tagen war in Ordnung.

Fazit

Alles in allem hat mich dieses Buch doch eher etwas enttäuscht zurück gelassen, da ich auf einen rasanten Psychothriller mit vielen Schockmomenten gehofft hatte. Ich hoffe sehr, dass der Autor noch mehr dieser guten Ansätze in petto hat und sie bei seinen nächsten Büchern vielleicht etwas gezielter umsetzt und ausarbeitet. Für „Kontrolle. Macht. Tod.“ kann ich Klaus Schuker leider nur 2/5 Büchern geben.

Lisa's Signature

Der Autor

Klaus Schuker, Jahrgang 1959, arbeitete zunächst als Polizeibeamter, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Neben Krimis (»Brudernacht«, »Trau keiner Leiche«) veröffentlichte er Kurzgeschichten, Erzählungen und Filmbesprechungen. Klaus Schuker ist verheiratet und lebt in Berg bei Ravensburg. Sie erreichen den Autor via E-Mail unter schreibstube@klaus-schuker.de oder über www.klaus-schuker.de

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