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[Lisa’s Rezension] Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin

Autorin: Anna McPartlin
Übersetzerin: Sabine Längsfeld
Dt. Erstausgabe: 20.03.2015
Verlag: rororo
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 464
ISBN-10: 3499269228
ISBN-13: 978-3499269226
Preis: 12,00 €


Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst …

Meine Meinung

Mia Hayes, von allen nur „Rabbit“ genannt, hat nur noch neun Tage zu leben. Sie hat Krebs und verbringt die letzten Tage ihres Lebens im Hospiz. Ihre zwölf Jahre alte Tochter Juliet muss ein neues zu Hause finden, denn ihren Vater hat sie nie gekannt. Was wird aus Juliet und dem Rest der Familie? Werden sie den Verlust von Rabbit Hayes überstehen?

Als ich das Buch das erste Mal sah, fiel es mir wegen seines schönen Covers auf. Als ich es dann in die Hand nahm, erwartete ich etwas ganz anderes, als das was mir der Klappentext verriet. Als sich dann die Mädels meiner Buchgruppe mehrheitlich für dieses Buch entschieden, zog es also auch bei mir ein.
Als ich zu lesen begann, waren die ersten 160 Seiten ruck zuck gelesen und wären mir die Augen nicht zugefallen, hätte ich sicher noch mehr geschafft.
Das Buch ist in neun Oberkapitel eingeteilt – die neun Tage, die noch verbleiben, bis Rabbit stirbt. Diese Einteilung lässt einen als Leser selbst spüren, wie schnell die Zeit verrinnt, obwohl es noch so vieles zu sagen und zu erledigen gibt.
Neben dieser Einteilung gibt es außerdem noch Unterkapitel, in denen die Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven der Figuren erzählt wird. Dadurch kann man Einblick in das Seelenleben jedes einzelnen Charakters nehmen und fühlt mit jedem von ihnen mit.

Man kommt dabei mit den verschiedensten Menschen in Berührung, sei es die kleine Juliet oder ihr 77 Jahre alter Großvater. Besonders Rabbits Mutter nimmt eine wichtige Rolle in der gesamten Szenerie ein, da sie wie ein Schatten nicht von der Seite ihrer Tochter weicht. Sie ist eine sehr direkte und schlagfertige Persönlichkeit, die besonders in schwierigen Situationen gerne auf Fäkalsprache zurück greift. Anfänglich fand ich es sehr amüsant, aber nach einiger Zeit häuften sich die Begriffe doch sehr, was mich ein wenig gestört hat und ich in diesem Maße auch unpassend fand. Trotz allem ist sie ein sympathischer Charakter, der die Familie zusammen hält. Jedes Familienmitglied bewältigt die schwierige Situation auf seine ganz eigene Weise und ist dabei für den Leser absolut authentisch. Nur vereinzelt fand ich einige Reaktion etwas überspitzt dargestellt. Doch auch wenn alle unter der Situation leiden und ihre schwachen Momente haben, zeichnet Anna McPartlin ein Bild von Stärke und Zusammenhalt, wie es sich jeder in einer solchen Situation wünschen würde. Neben all der Emotionalität und all der Traurigkeit, gibt es aber auch Humor an den richtigen Stellen, sodass man als Leser zwischendurch auch mal aufatmen kann.

Fazit

Alles in allem wirklich ein gutes und ergreifendes Buch, das Hoffnung schenken und zum nachdenken anregen kann. Einzigartig schön und tragisch zugleich, wird dieses Buch jeden auf seine Weise fesseln können. Leider hat es mich ab dem Mittelteil nicht mehr zu 100% in seinen Bann gezogen und die Figuren waren mir an einigen Stellen etwas zu überspannt. Ich hätte mir insgesamt sprachlich und inhaltlich noch etwas mehr Tiefe gewünscht, deswegen gebe ich diesem Buch 3,5 von 5 Punkten. 

Die Autorin

Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing. Nebenbei stand sie auch als Comedienne auf der Bühne, doch ihre wahre Liebe galt dem Schreiben, das sie bald zum Beruf machte. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren Ehemann Donal kennen. Die beiden leben heute zusammen mit ihren drei Hunden und zwei Katzen in Dublin.

Originalcover

3 Gedanken zu „[Lisa’s Rezension] Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin

    1. Lisa Brammertz

      Liebe Sandra,

      schön, dass Du auf unserem Blog gelandet bist. Ich habe gerade auch einmal bei Dir gestöbert und Gerrit ist ja wirklich herzallerliebst 🙂 Damit eroberst du die Herzen der Geburtstagskinder sicher im Sturm!
      Würde mich freuen, jetzt öfter von Dir zu hören.

      Alles Gute!

      Antworten

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