Interview mit Malin Wolf

Über die Autorin:

Malin Wolf zog schon in jungen Jahren viel um.
Erst innerhalb ihrer Geburtsstadt, später wegen ihres Studiums auch quer durch Deutschland.
Nebenbei finanzierte sie sich mit den üblichen Studentenjobs ihr Leben.
So arbeitete sie unter anderem als Kellnerin, Visagistin, Propagandistin, Verkäuferin und kaufmännische Angestellte.
Derzeit wohnt sie zwischen den Meeren im nördlichen Schleswig-Holstein zurückgezogen in einem kleinen Dorf,
umgeben von netten, hilfsbereiten Nachbarn und einer wunderschönen Natur.
Doch bevor sie sich von
der Welt zurückzog, kam sie viel herum, sah viel, hörte viel und
sammelte bunte Farben für lange Winterabende.
Jetzt sieht sie die Zeit gekommen, mit diesen Farben Wärme und Träume zu schenken und das zurückzugeben,
was sie erlebt und beobachtet hat.
Zum Glück mangelt es Malin Wolf nicht an Phantasie und wilden, abenteuerlichen Träumen.
Dieser Aspekt und die notwendige Prise Trotz als Widerstandsaktion gegen schlecht übersetzte Romane reichten aus,
um sich hemmungslos in die bunte Welt der Erschaffung von Romantic Fantasy Büchern zu stürzen.
Den Vorteil, den sie darin sah, war der, dass sie Bücher schreiben konnte, die sie selbst gerne lesen würde.
Kein sich Ärgern mehr über unlogische Geschichten, schlechte Dramaturgie und dass immer gerade an den spannendsten
Stellen der Mantel des Schweigens über die Szene gebreitet wird.
Das Ergebnis?
Ungeheuer intensive Storys die in fesselnde und vor allem logisch erklärbare Rahmenhandlungen gebettet wurden.
Und das in einer erstaunlichen Bandbreite.
Sie malt wunderschöne
Bilder von tragischen Liebesgeschichten, über düstere Kämpfer bis zu
sonnenscheindurchwirkten Freigeistern,
die dem Leser von leisem Schmunzeln bis schallendem Gelächter alles an Heiterkeit abverlangen, was er in seiner Seele trägt.
Das Faszinierende?
Jedes Buch berührt auf seine Weise, zieht den Lesenden in seinen Bann und macht Appetit auf mehr…

Liebe Malin,

danke, dass Du Dich zu diesem Interview bereit erklärt hast. Ich bin ja damals eher durch Zufall auf Dich und Deine Bücher gestoßen, kriege aber seither nicht mehr genug (von beiden 😉 ). Meine erste große Frage an Dich war ja, warum Du Dich für Groschenromane entschieden hast. Vermutlich habe ich mir nicht als Einzige diese Frage gestellt –wärst Du so gut, sie mir noch einmal zu beantworten?
Hallo Rica,
schön, dass ich Dich so begeistern konnte. Und
natürlich beantworte ich Dir Deine Fragen gerne. Tatsächlich hat mich noch
keiner nach der Entstehungsgeschichte des Groschenromanformates gefragt. Denn
ursprünglich habe ich erst einen dicken Roman geschrieben, der aber bisher noch
nicht veröffentlicht ist. Im Laufe meiner Recherchen und der Versuche, ihn bei
einem Verlag unterzubringen, habe ich ja dann irgendwann entschieden unter die
Selfpublisher zu gehen. Aber weil ich mir sicher war, dass ich sicher mein
erstes Buch nicht auf Anhieb völlig fehlerfrei und technisch einwandfrei hin
bekomme, habe ich mich dafür entschieden, etwas anderes zu schreiben. Und weil
ich dafür etwas ganz neues kreieren wollte, sind die Drachenkrieger tatsächlich
mein „konstruiertestes“ Format. Ich habe mir überlegt, was ich gerne lesen würde.
Was mir als Leser Freude machen würde. Dabei habe ich vor allem darauf
geachtet, was mir bei anderen Büchern negativ aufgefallen ist. Da ich Viel- und
Schnell-Leser bin, war das vor allem die lange Wartezeit auf Folgebände. Es ist
eben nicht wirklich schön, wenn man ein bis zwei Bücher pro Tag verschlingt,
ein Jahr oder länger auf Nachschub warten zu müssen. Ich erinnerte mich daran,
wie gerne ich früher in der Schule verschiedenste Groschenromane in den Pausen
gelesen habe. Hefte mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die aber immer
weiter gesponnen wurden. Wieso also nicht das Prinzip übernehmen und etwas
eigenes daraus stricken? Ich habe es dann auf fanfiktion.de am Leser „getestet“
und als die Reaktionen begeistert ausfielen, den Sprung ins „real live“ gewagt.
Und voila … die ersten drei Bände sind mit tollem Erfolg gestartet.
Das Format ist ja die eine Sache, aber wie waren Deine Erfahrungen mit den Verlagen? Immerhin bist Du ja als Selfpublisher unterwegs.
Es ist immer schwer, diese Frage objektiv zu
beantworten. Ich musste bereits feststellen, dass gerade bei dem Thema
„Verlage“ entweder sehr selektiv gelesen oder falsch zitiert wurde. Wenn ich
also jetzt über „Verlage“ rede, dann meine ich nicht die kleinen, unabhängigen
und um ihr Überleben kämpfenden Verlage, die versuchen, Qualität und Neues
abseits des Mainstream unter das Volk zu bringen. Ich spreche von vielen der
„großen“ Verlage, die oft bereits von noch größeren aufgekauft worden sind und
sich um die bereits bekannten Bestsellerautoren kloppen. Um es ganz klar zu
stellen, große Verlage sind Wirtschaftsunternehmen, die heutzutage mehr auf
Quantität und Umsatz, denn auf Qualität Wert legen, weil sie Geld verdienen
müssen und auch sollen. Ich neide ihnen das nicht und ich finde das auch völlig
legitim. Aber die Art und Weise, wie sie mit Newcomern umgehen, ist mehr als
befremdlich. Wenn ich mit einem potenziellen neuen Geschäftspartner in Kontakt
komme, dann empfange ich ihn mit Respekt. Ich habe Dir mal ein paar
Standartsätze von einigen Verlagen bezüglich der Einsendung von Manuskripten
rauskopiert.
Aufgrund der großen Anzahl an eingehenden
Manuskripten beträgt die Prüffrist mindestens 6 Monate. Jegliche
Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte ist daher ausgeschlossen.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir
unverlangt eingesandte Manuskripte wegen der außerordentlich hohen Zahl
täglicher Einsendungen nicht zurückschicken und Ihr Schreiben ausschließlich
bei positiver Rückmeldung beantworten können. Es werden keine Absagebriefe verschickt.
Sollten Sie von uns keinerlei Antwort auf Ihr Angebot erhalten, so betrachten
Sie dies bitte als Absage.
Muss ich dazu noch irgendwas sagen? Es ist
technisch ein leichtes, wenigsten eine automatische Eingangsbestätigungsmail zu
versenden. Doch selbst diese kleine Höflichkeit scheint den meisten Verlagen
ihr zukünftiger Geschäftspartner nicht Wert zu sein. Letztendlich ist das immer
ein klassisches: Don’t call us, we call you.. oder eben nicht. Dazu kommt
erschwerend, dass der Autor noch nicht mal weiß, wie lange er zu warten hat UND
Verlage sehr unerfreut reagieren, wenn man gleichzeitig mehrere Zusagen
bekommen hat. Ich persönlich habe bei 10 Verlagen und 6 Agenturen meine
Manuskripte eingereicht. Ergebnis: 2 Verlage haben sich (für mich zeitlich zu
spät) gemeldet und mir Verträge angeboten. 2 Agenturen haben mit Bedauern
abgesagt, weil meine Bücher nicht in ihr Konzept passten, 1 hat (auch zu spät)
zugesagt und ein Vertrag angeboten. Von den anderen habe ich seit 2 Jahren
nichts gehört.
Was hat Dich dazu bewogen, Deine Bücher erst als eBooks zu veröffentlichen? Lag es daran, dass Du Dein Buch selbst verlegt hast? Willst Du mit der Zeit gehen? Oder bist Du einfach generell pro eBook?
Vor allem lag es daran, dass ein ebook mich in
der Vorbereitung genau soviel kostet, wie ein Print-Buch, mir aber eine höhere
Gewinnspanne bietet. Es wird nicht gerne gehört, aber auch Autoren müssen Leben
und haben Rechnungen zu bezahlen. Die Wenigsten können sich auf dem Markt
behaupten und das sich als Newcomer zu platzieren gelingt eher über einen
günstigeren Preis. Wenn ich also ein ebook für 2,99 anbiete, wird es eher
gekauft, als das entsprechende Print-Buch für 4,99. Und es bringt mir gut das
doppelte an Einnahmen. Außerdem habe ich bei den ebooks die Möglichkeit, Fehler
auch nachträglich zu korrigieren. So konnte ich typische Anfängerfehler machen,
ohne mich auf ewig in Grund und Boden schämen zu müssen. 😉 Ich persönlich
habe erst seit kurzem einen ebook-reader und ziehe es als Viel-Leser vor,
ebooks zu kaufen (wenn sie deutlich günstiger als die Print-Version sind) und
nur dann das richtige Buch zusätzlich/nachträglich zu erwerben, wenn es sich zu
einem absoluten Lieblingsbuch mit Mehrfach-Lese-Garantie gemausert hat.
Deine Cover stechen ja aus der Masse der Indiebücher (kann man das so sagen oder gibt es nur Indieautoren?) hervor. Ich selbst durfte das Team, dem Du diese wundervollen Bilder verdankst, ja selbst kennenlernen, aber vielleicht magst Du die Gelegenheit nutzen, sie selbst noch einmal vorzustellen und vielleicht zu erzählen wie Ihr aufeinander getroffen seid.
* Lach * Natürlich kannst du das so sagen! Das
ist ja das schöne bei den Indiependants, wenn es einen Begriff noch nicht geben
sollte, kreierst Du eben einen Neuen. Mein „Team“ besteht eigentlich aus einer
sich ständig ändernden Menge aus Freunden, befreundeten Autoren, Bekannten die
ich über Facebook kennen gelernt habe und (wenn ich das Geld für sie mit den
Büchern verdient habe) ein paar wenigen Profis. Ich muss im Moment noch sehr genau
berechnen, ob und wofür ich bei den Büchern Geld ausgebe, was sicher zu Lasten
der Professionalität geht. Aber solange ich so viele liebe Menschen treffe, die
mir gerne kostenlos (oder für sehr geringe Beträge) helfen, schlicht, weil sie
mich und meine Bücher mögen, kann ich langsam aber sicher meinen Traum vom
Schreiben verwirklichen. Ich brauche nicht viel zum Leben, muss aber noch mein
winzigkleines Reetdachhäuschen abbezahlen. Und sie helfen mir auf diesem Weg so
unendlich großherzig, dass ich kaum weiß, wie ich ihnen das je vergelten kann.
Ich bin ihnen allen sehr dankbar und werde nie vergessen, was sie für mich
geleistet haben und noch leisten.
Kommen wir nun wieder zu der Geschichte. Was hat Dich inspiriert? Wo nimmst Du diese tollen Ideen her?
Hm. Nun wird es schwierig. Weil mich für die
Drachenkrieger zu Beginn nichts bewusst inspiriert hatte. Ich habe angefangen
zu schreiben, weil mein Fernseher kaputt gegangen ist und ich kein Geld für
einen Neuen hatte. Deswegen habe ich einfach begonnen meine Träume
aufzuschreiben. Das sind aber andere Bücher mit viel mehr Umfang geworden. Die
Drachenkrieger entstanden viel später. Und erst als ich heraus gefunden habe,
dass es sogar ein Genre für meine Schreiberei gibt, habe ich im Rahmen von
Recherche Bücher wie Black Dagger und Silver Dragons gelesen. Ich glaube, bei
Autoren ist es wahrscheinlich wie bei allen anderen Kreativen, man sieht einen
Film und es bleibt ein Hauch von einer Idee hängen. Man möchte das Gefühl
einfangen, das sich in einem regt, wenn man etwas faszinierendes sieht. Es
krallt sich im Herzen fest und irgendwann ist die Zeit reif, etwas Eigenes
daraus zu schnitzen. Vielleicht sind die Drachenkrieger deswegen zu einer
Mischung aus Mr. Und Mrs. Smith, der Glöckner von Notre Dame, Bettgeflüster und
Der letzte Drache geworden. Und der Anteil Erotik in ihnen ist wahrscheinlich
etwas ganz Eigenes. Etwas, das ich so noch nirgendwo gelesen oder gesehen habe.
Außer vielleicht in meinen Träumen …
Sind Deine Charaktere an Menschen aus Deinem Umfeld angelehnt?
Hah! Kurze Frage, kurze Antwort. Nein. Weil sich
Menschen und Wesen aus Büchern und Filmen leider nicht in meinem Umfeld
rumtreiben.
Ich empfinde Dich als eine stark emanzipierte Frau, die mit ihrer Figur Ariane ein Statement ablegt. Eine echte Frau hat Kurven, nicht nur Knochen.

Liege ich damit falsch?
Absolut nicht. Vor allem ist sie eine Frau, die
um ihre Kurven und optischen Mängel weiß, sie nicht gerne auf dem Silberteller
präsentiert, aber sich auch nicht deswegen kasteit. Es ist eben, wie es ist.
Nicht perfekt aber auch kein Weltuntergang. Selbst wenn es ihr jetzt möglich
wird, sich in Modelmaße und Size Zero umzuformen, wird sie das nicht machen.
Sie wird sich von Größe 44 auf 40/42 zu bewegen, allerdings nur, weil sie im
Rahmen ihrer Kampfausbildung etwas mehr Muskelmasse entwickelt. Außerdem
genießt sie es einfach sehr, dass Sirr so hemmungslos in ihren Rubensformen
schwelgt.
Malin Wolf ist ja ein Pseudonym. Wieso hast Du Dich gegen Deinen echten Namen entschieden? Was bedeutet Dir der Name „Malin Wolf“?
Grundsätzlich denke ich, dass der „echte“ Mensch
hinter dem Pseudonym sich nicht in die Öffentlichkeit drängen sollte. Ich bin
keine Rampensau, die es genießt, sich zu produzieren. Es gibt Menschen, die
tolle Stars abgeben. Sänger, Schauspieler, Musiker fühlen sich umso wohler, je
mehr sie im Rampenlicht stehen. Ich brauche das nicht und es würde mich eher
beschämen, soviel Aufmerksamkeit zu erregen. Und der Name „Malin Wolf“ war
ursprünglich nur als „Platzhalter“ (echt jetzt!! 😉 von mir entwickelt worden.
Weil sich aber M.W. optisch so schön formen lässt und Malin sowohl ein Männer-,
als auch ein Frauenname ist, habe ich mich überzeugen lassen, ihn zu behalten.
Jetzt steht ja schon ein neues Projekt in den Starlöchern. Dieses Mal soll es ja ein richtiges Fantasyepos werden mit Vampiren anstelle der Drachen. Obwohl Du ja zumindest beim ersten Band einen „Drachenclan“ in den Mittelpunkt stellst.

Haben Drachen eine besondere Bedeutung für Dich? Wie kam es zu der Idee zu dieser Romanreihe?
In diesem Fall hat es einen ganz anderen
Hintergrund. Die Vampire des Drachenclans sind Asiaten. Sie sind entstanden,
als ein Mensch in Drachenblut badete (jaja… ich weiß… Nibelungendsage…
ich habs gemopst. Aber ohne Blatt auf dem Rücken!) und sie sind nur per Zufall
Band 1 geworden. Band 2 wird sich dann mit dem Wolfsclan beschäftigen. Die
anderen verrate ich aber noch nicht. Aber Drachen haben nicht zwingend eine
besonders herausragende Bedeutung für mich. Außer vielleicht, dass sie mir ermöglichen,
den dazugehörigen Mann animalischer zu gestalten. Vielleicht schreibe ich auch
nochmal ein Werwolfbuch, weil ich da noch mehr instinktives hinein packen kann.
Ich will, dass meine Protagonisten überwältigend sind. In jeder Weise. Und sich
damit von dem weichgewaschenen Durchschnittsmann deutlich abheben. Es geht hier
schließlich um „Traummänner“, also dürfen sie gerne ein wenig übertrieben
sein.. 😉
Die Idee zu der Vampir-Reihe kam mir kurz nach
den Drachenkriegern. Ich liebe Vampirbücher, nur haben mich die neueren Bücher,
die ich im Rahmen meiner Recherche gelesen hatte, völlig geschockt. Ich meine,
echt jetzt? Mädel wird von Vampir gefunden, will ihn nicht, er macht einfach,
was er für richtig hält und sie verzeiht ihm aus übergroßer Liebe alles.
Zwangswandlung inklusive. Und machomäßiges Rumgeprolle gehört da irgendwie
immer zum guten Ton. Weil, er kommt ja aus alten Zeiten, in denen Frauen zu
ihrem eigenen Besten ständig vor ihrer eigenen Naivität und Weichherzigkeit
geschützt werden mussten. Und am besten zieht sie dann in Zukunft nur noch
Röcke an, weil das viel besser zu ihr passt. Ja, is klar. Das war mir einfach
zu veramerikanisch-verkitscht. Das ist nicht mein Bild einer starken,
besonderen Frau an der Seite eines herausragenden Kämpfers. Meine Frauen sind
nicht darauf reduziert, das Licht in seiner dunklen Seele zu sein. Sorry, aber
ich kann einen Kerl nicht anschmachten, der mich braucht, um gerettet zu
werden. Ich erwarte von einem Vampirmann einfach mehr. Vor allem muss er und
sein Verhalten logisch erklärbar sein. Jemand der so lange überlebt hat, muss
sich besonders gut anpassen können, muss wandlungsfähig sein und Freude am
Leben haben. Interessiert sein an neuen Techniken. Neugierig mit allen Sinnen
genießen. Anders kann man nicht so lange überleben. Düstere, einsame,
verzweifelte Gestalten bringen sich um. Die warten keine Jahrhunderte auf die
Eine, die Einzige.
Dein erstes Werk war ja ein Kinderbuch – wie kam es dazu? Was hat Dich dazu bewogen, das Genre zu wechseln? Erwarten uns noch mehr Bücher, auf die sich die Kleinen unter uns freuen dürfen?
Das Kinderbuch war ursprünglich nur als Geschenk
für meine liebste Freundin zur Geburt ihres ersten Kindes gedacht. Dass es sich
dann bis zur Druckreife entwickelt hat, war für mich eher überraschend. Damit
hätte ich nie gerechnet. Aber als es nun mal da war und von so vielen so
begeistert aufgenommen wurde, habe ich dem sanften Druck nachgegeben und der
Veröffentlichung zugestimmt. Im Moment wird es aber noch einmal überarbeitet und
mit neuen Zeichnungen und einem anderen Format versehen. Da ich eine ganz
besondere Zeichnerin kennen gelernt habe, die mich glatt zu neuen Kinderbüchern
inspiriert hat, werden wir spätestens nächstes Jahr ein weiteres Buch zusammen
heraus bringen.
 

Normalerweise würde ich jetzt fragen, was Deine nächsten Projekte sind, habe das aber ja eigentlich schon selbst beantwortet. Mit den Drachen geht es weiter und die Vampire kommen. Eigentlich genug Projekte für die nächste Zeit oder zauberst Du demnächst noch was aus Deinem Hexenhut?
Erschrecke ich Dich, wenn ich Dir verrate, dass
ich so an die 6 weitere Bücher fertig oder fast fertig habe? Und Ideen für
mindestens 10 neue Buchprojekte? Theoretisch könnte ich jeden Monat eins
veröffentlichen… aber ich nehme doch lieber Rücksicht auf deine SuB-Liste,
denke ich. Nicht dass du an einem akuten Lese-Zucker-Schock elendiglich
zugrunde gehst. * fieses kleines Hexchengekichere *
  

Zum Schluss habe ich noch ein paar allgemeine Fragen an Dich.

Ich bin ja ein kleiner Farbjunkie. Magst Du mir verraten, in welchen Farben das Cover zu Drachenkrieger Band 4 gehalten ist?
Also angedacht hatte ich eine Mischung aus Blau
und Rot. Es geht dann wahrscheinlich ins lila Farbige. Da muss ich mich wie
immer schlicht auch von den Kreativen überraschen lassen. Es wird übrigens
„Drachentreue“ heißen.
Was ist Deine Lieblingsfarbe?
Schwarz und alles was glitzerschimmert. Es muss
eine satte Farbe sein, nichts pastelliges. Smaragdgrün. Rubinrot. Saphirblau.
Amethystlila. Aber immer einfarbig, also nix kunterbunt
durcheinandergewürfeltes. Silber lieber als Gold. Okay.. ich gebs zu.. ich bin
eine Elster…
Was ist Dein Lieblingsbuch, Deine Lieblingsreihe?
Lieblingsbuch:
„Verrechnet“ von Dick Francis
„Ich hörte die Eule, sie rief meinen Namen“ von
Margaret Craven
„Der Adler der neunten Legion“ von Rosemary
Sutcliff
„Kreuz und Adler“ von Siegfried Obermeier
Lieblingsreihe:
„Würgegriff-Schwitzkasten-Beinschere“ von Jerome
Doolittle
„Cat + Bones“ von Jeanine Frost
Wer ist Dein/e favorisierte/r Autor/in?
Dick Francis
Astrid Lindgren
Liest Du persönlich lieber eBooks oder Printausgaben? (sollte das noch nicht oben mitbeantwortet sein :D)
Beides. Im Moment kaufe ich aber hauptsächlich
gebrauchte Printbücher, weil sie schlicht günstiger sind. Und solange ein
Verlag denkt, er muss mir das ebook für nur 1,- billiger als die Printausgabe
anzudrehen versuchen, wird sich das auch nicht ändern. Wenn man nur ein ebook
oder nur ein Printbuch raus bringt, sind die Kosten ähnlich. Wenn man aber das
ebook als Sahnehäubchen hinter dem Print her schiebt, hat man bis auf das
Formatieren keine zusätzlichen Kosten. Solange das an den Kunden nicht in Form
eines deutlich günstigeren Preises weiter gegeben wird, kann und werde ich mir
das nicht leisten.
Welches Buch muss man Deiner Meinung nach unbedingt mal gelesen haben? Dabei muss es sich nicht um ein Buch handeln, das Du unbedingt mochtest. Auch Bücher, die nicht jedermanns Geschmack treffen, können ja eine Botschaft vermitteln.
Puhhhh…
„Faust II“ von Gothe
„Die Pysiker“ von Dürrenmatt
„Sansibar oder der letzte Grund“ von Alfred
Andersch
und auf jeden Fall so viele Gedichte wie man
kriegen kann.
Ich weiß, ich weiß.. harter Tobak. Aber Du hast
gefragt …
So, ich glaub, das war’s erstmal. Vielen Dank für das Interview! Auf viele neue Werke und noch lange währenden Kontakt. Ich kann Deine nächsten Bücher kaum erwarten!
Vielen Dank auch
Dir für Deine Fragen. Ich bin ja immer wieder total überrascht, was meine Leser
so alles interessiert und ich freue mich wirklich, wenn ich sehe, dass mein
Konzept hinter den Bücher funktioniert. Das zeigt mir, dass ich auf dem
richtigen Weg bin, meinen Lesern Träume zu schenken 😀

3 Gedanken zu „Interview mit Malin Wolf

  1. Ute Weinhausen

    Hallo Rica,

    beim stöbern bin ich über dieses schöbe Interview gestolpert. Ich habe gleich einmal bei Amazon nach den Büchern von Malin Wolf gestöbert. Ich konnte drei Drachenbücher finden aber weder Drachentreue noch Drachenclan. Auch auf Malin Wolfs Hompage ist nichts zu finden. Weißt Du vielleicht mehr? Vielen Dank Ute

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