Interview

Im Gespräch mit E. Snyder

Die Autorin stellt sich vor

Also, ich bin 1974 geboren und habe schon immer das Schreiben geliebt. Mein erstes vollendetes Buch hab ich mit 11 Jahren in einem DinA4 Schreibheft verfasst und meiner Mama zu Weihnachten geschenkt. Ich habe aber einen soliden Beruf gelernt (Krankenschwester), habe nach der Ausbildung auf der Intensivstation gearbeitet und auch die Fachweiterbildung zur Intensivfachschwester gemacht und inzwischen arbeite ich in der Forschung. Schreiben tue ich in jeder freien Minute, die ich habe, abwechselnd mit lesen.

Das Interview

Liebe E.,

danke,  dass  Du Dich für dieses Interview bereit erklärt hast. Ich bin ja so froh, dass ich damals Deine Anfrage angenommen habe – ich wurde nicht nur mit einem tollen Buch, sondern auch noch mit einer Freundin belohnt 🙂 Na ja, erst mal genug geschleimt:

Du bist ja süß! Ich danke DIR!


E. Snyder ist ja ein Pseudonym. Wieso hast Du Dich gegen Deinen richtigen Namen entschieden? Und welcher Name verbirgt sich hinter dem „E“?

Warum ich meinen reellen Namen nicht gewählt habe, ist ganz einfach: Er klingt nicht gut!

Wofür das E. steht, werde ich ganz oft gefragt und es tut mir fast schon weh, sagen zu müssen, dass es ein Geheimnis ist. Der Name für den der Buchstabe steht bedeutet mir sehr viel. Nur soviel sei gesagt: Er hat damit zu tun, was meine Kindheits-Träume, Schriftstellerin zu werden, betrifft. Er ist wie eine kleine Blume, die ich in meinem Herzen trage und im Moment noch mit niemandem teilen möchte. Ich hoffe sehr, dass mir meine Leser das nicht übel nehmen. Für sie hätte er wirklich keine Bedeutung, für mich schon.


War Deine Geschichte die zündende Idee oder spukt sie Dir schon seit Jahren im Kopf herum?

Für die Seele und alles was damit zu tun hat, habe ich mich schon immer interessiert. Die Idee der Seelenträger hat sich entwickelt, während ich immer wieder für mich selbst überlegt habe, wie so eine Seele wohl aussehen könnte, wo sie her kommt und wie sie sich verhält. Daraus entwuchs dann eine fantastische Geschichte, ein Strang, den ich festhielt und anfing zu schreiben. Die Geschichte darum, die Entwicklung der Personen und die Ideen zu all den Geschehnisse entlang der Hauptstory, die unterschiedlichen Fähigkeiten der Seelenträger und ihr Einsatz, der kam mit dem Schreiben. Es floss mir aus den Händen und ich war immer wieder selbst gespannt, wie es nun weitergehen würde. Viele Entwicklungen hatte ich selbst gar nicht erwartet. Am Ende ergab es eine runde Story. Es war herrlich!


Deine Protagonistin ist süße 15 Jahre jung. Warum ausgerechnet dieses Alter?

Es hat einfach sehr gut zur Story gepasst. Die Jugend ist die Zeit der Entwicklung und Veränderungen, der Persönlichkeitsbildung. Sie ist am besten geeignet aus einer Larve einen  Schmetterling werden zu lassen.


Sind Deine Charaktere an Menschen aus Deinem Umfeld angelehnt?

Ich hatte keine reale Person als Vorbild für einen meiner Charaktere. Allesamt sind erfunden. Aber sicher kann man sich nie ganz davon freisprechen ein paar Eigenarten von Menschen aus
seinem Umfeld einer Person im Roman zuzuschreiben. Die muss aber ansonsten rein gar nichts mit dieser zu tun haben oder ihr in allem ähneln.


In Deiner Romanreihe spielt die Seele ganz offensichtlich eine große Rolle. Was bedeutet Dir der Glaube an die Seele? Bist Du selber gläubig?

In meiner Vorstellung sind alle Lebewesen beseelt. Entsprechend bedeutet mir der Glaube an die Seele alles. Ich glaube, dass sie ein Teil eines großen Ganzen (Gott) ist, das uns alle miteinander verbindet und somit ein Teil Gottes in jedem von uns ruht. Ich bin ein sehr gläubiger Mensch. Aber nicht religiös. Die Liebe zu Gott ist für mich an keine Dogmen gebunden, wie sie jede Religion vorgibt.


Dein Roman ist schon eine Weile auf dem Markt. Warum hast Du Dich plötzlich dafür entschieden, Dich von Deinem Verlag zu trennen und unter die Selfpublisher zu gehen?

So plötzlich war das gar nicht. Ich war schon nach meiner ersten Autorenbestellung sehr desillusioniert. Die Qualität des Buches, vor allem die des Einbandes, war sehr schlecht. Den letzten Ausschlag gaben dann all die Rezensionen und Rückmeldungen meiner Leser, die immer etwa so lauteten: „So ein tolles Buch, aber die Qualität geht gar nicht“.

Createspace Independent Publishing ist eine super Alternative für Verlagssuchende, was Taschenbücher betrifft. Und KDP bezüglich der Ebooks sowieso. Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung. Vor allem denke ich, dass hier allein der Leser entscheidet, ob ein Buch was taugt oder nicht. Er trifft die Auswahl mit seinen Eindrücken und nicht das Budget des Verlags, der die eindrücklichste Werbung bezahlen oder den elefantösen Buchhandlungen die größten Rabatte gewähren und somit die Bestsellerlisten bestimmen kann. Jeder kann sein Buch veröffentlichen, aber der Leser wird sehr genau filtern und alle die meinen, dass es eine Überschwemmung des Marktes mit Taschenbüchern gruseligster inhaltlicher Qualität geben wird, unterschätzt meiner Meinung nach den Leser ganz gewaltig.


Nun hast Du Dich nicht nur von Deinem Verlag, sondern auch von Deinem alten Cover getrennt. Wolltest Du einen kompletten Neuanfang  oder woran liegt das?

Mit dem ersten Cover war ich nicht sehr zufrieden. Ich hatte es selbst gemacht, weil ich sicher gehen wollte, dass es im Kontext zum Inhalt steht. Es sah sehr unprofessionell aus. Für den zweiten Band hatte ich bereits eine liebe Grafikerin beauftragt, die mir einen wunderschönen Entwurf zeigte. Als ich mich dann vom Verlag trennte, habe ich die Chance genutzt und mir passend zum Cover des zweiten Bandes auch das Cover des ersten Bandes kreieren zu lassen. Die Bände sollen später alle auch äußerlich gut zusammenpassen. Es war mir auch wichtig, dass der Jugendbuch-Charakter etwas deutlicher herauskommt. Ich finde, dass der Grafikerin das ganz toll gelungen ist und bin sehr glücklich mit dem neuen Cover.


Ich möchte natürlich wissen, wann es mit Deinen Seelenträgern weiter geht?

Ich habe den zweiten Band etwa zur Hälfte fertig. Anfang des Jahres hatte ich eine ziemliche Blockade, was die Seelenträger betraf und saß einfach nur unschlüssig vor leerem Papier. Dafür
hatte ich aber viel Inspiration andere Geschichten betreffend. So entschloss ich mich, die Seelenträger ruhen zu lassen und eine andere Geschichte zu schreiben. Diese floss mir auch sofort aus den Händen. Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um vorwärts zu kommen. Da ich nur nach Feierabend und an den Wochenenden schreiben kann, ist jede Minute, die ich nicht schreibe verschwendet. Mein derzeitiges Projekt möchte ich Ende März abgeschlossen haben und dann werde ich wieder voller Motivation an meinen Seelenträger-Fortsetzungsband gehen. Der soll auf jeden Fall noch dieses Jahr erscheinen. Vielleicht schon im Herbst. Aber spätestens im Winter. Es hängt davon ab, wie effektiv ich die wenige Zeit, die mir zum Schreiben bleibt, nutzen kann.

Persönliches

Was ist Dein Lieblingsbuch, Deine Lieblingsreihe?

Das ist nicht schwer. Mein Lieblingsbuch ist „Vom Winde verweht“ von Margret Mitchell. Ich liebe es von ganzem Herzen, habe es unzählige Male gelesen und werde es noch viel weitere Male lesen.


Wer ist Dein/e favorisierte/r Autor/in?

Es gibt viele Autoren/ Autorinnen, die ich sehr gerne lese. Ich bevorzuge aber tatsächlich deutsche Autoren. Auf mich wirkt es immer etwas realistischer, wahrscheinlich weil es auch meist bei uns oder im europäischen Raum spielt. Nennen möchte ich hier Nele Neuhaus, Kerstin Gier, Ursula Podznanski, Sebastian Fitzek. Aber natürlich mag ich auch diverse ‚Weltstars’ wie Val McDermid, Karen Rose, Lisa Jackson, Alex Kava, James Patterson. Wobei mir im Thriller-Genre Erica Spindler besonders gut gefällt.


Liest Du lieber E-Books oder Printausgaben?

Beides. Aufgrund des Platzmangels in meiner Wohnung lese ich bevorzugt Ebooks. Aber manchmal packt es mich auch und ich will mal wieder so richtig durch echte Papierseiten blättern. Aber zwingend ist es nicht.


Welches Buch muss man Deiner Meinung nach unbedingt mal gelesen haben? Dabei muss es sich nicht um ein Buch handeln, das Du unbedingt mochtest. Auch Bücher, die nicht jedermanns Geschmack treffen, können ja eine Botschaft vermitteln.

Du meinst außer meinem „Wächter“? 😉

Um ehrlich zu sein, fällt mir im Moment kein einziges ein, von dem ich denke, dass man es zwingend gelesen haben müsste.

Besonders wichtig finde ich aber „Les Miserables“ von Victor Hugo. Das Thema und die Menschen, die darin gespiegelt werden, passen in meinen Augen in alle Zeiten. Ein ewiges Lehrstück sozusagen. Das finde ich toll.


Was ist Deine Lieblingsfarbe?

Blau.


Möchtest Du uns sonst noch etwas mitteilen?

Ich möchte gern allen, die das lesen, von ganzem Herzen danken. Das ist mir ein Bedürfnis.


Vielen Dank für das nette Interview – auf weiteren Kontakte und viele weitere Bücher!

Ich danke dir, liebe Rica. Das war ein sehr schönes Interview.

Das Gewinnspiel

Unter allen, die mir bis zum 22.03.2013 einen Kommenter unter diesem Interview hinterlassen, verlosen E. Snyder und ich ein signiertes Exemplar ihres Debutromans „Die Chroniken der Seeelenträger – Der Wächter“. Bitte denkt daran, mir eine E-Mail Adresse zu hinterlassen, damit ich Euch im Gewinnfall benachrichtigen kann 🙂

23 Gedanken zu „Im Gespräch mit E. Snyder

  1. Kora

    Da habt ihr wahrlich ein paar feinsinnige und persönliche Worte gefunden, welche die Aura rund um "Die Seelenträger" auf schöne Art und Weise ergänzen. Hervorragend!

    Liebe Grüße,
    Kora

    Antworten
  2. Anonym

    Hey,

    ein sehr gutes Interview mit den den wichtigsten Fragen, einfach Top und schön zu lesen 🙂

    Das Buch klingt sehr interessant und spannend ich will es haben! ;D
    Außerdem ist das Cover in meiner Lieblingsfarbe 😀

    Ganz liebe Grüße

    E-Mail: Ute-Goette@web.de

    Antworten
  3. Bianca

    Hi, das Buch klingt ja sehr spannend! Und die Autorin scheint supernett zu sein! Ich würde gerne in den Lostopf springen! Meine Mailadresse findest du im Impressum meines Blogs. 🙂

    Liebe Grüße,
    Bianca

    Antworten
  4. Anonym

    Huhu,

    ich möchte auch in den Losstopf springen:)

    Das Interview war sehr interessant und ich würde mich freuen wenn ich gewinnen würde.

    Ne email mag ich öffentlich nicht schreiben, aber du kannst mich über Lovelybooks erreichen, dort heiße ich Little Cat.

    Antworten
  5. Pingback: [Adventskalender der Blogger-AG | Türchen #8] Interview mit E. Snyder - Die fantastische Bücherwelt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *