Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen von Margot Lee Shetterly

Hidden Figures - Unerkannte HeldinnenDie Autorin: Margot Lee Shetterly
Der Übersetzer: Michael Windgassen
Originaltitel: Hidden Figures
Dt. Titel: Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen
Dt. Erstausgabe: 02.01.2017
Verlag: HarperCollins
Genre: Sachbuch

1943 stellt das Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NACA,die später zur NASA wird, erstmalig afroamerikanische Frauen ein. „Menschliche Rechner“ – unter ihnen Dorothy Vaughan, die 1953 Vorgesetzte der brillanten afroamerikanischen Mathematikerin Katherine Johnson wird. Trotz Diskriminierung und Vorurteilen, treiben sie die Forschungen der NASA voran und Katherine Johnsons Berechnungen werden maßgeblich für den Erfolg der Apollo-Missionen. Dies ist ihre Geschichte.

Meine Meinung

Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ von Margot Lee Shetterly ist die gleichnamige Romanvorlage zum Oscar-nominierten Film.

Obgleich dieser Titel wohl mehr Sachbuch ist, las es sich für mich wie ein Roman – wenn auch ein sehr akademischer. Allein das Quellenverzeichnis umfasst um die 50 Seiten, desweiteren gibt es ein ausführliches Vorwort, eine Kapitelübersicht und viele, viele Informationen.

Das Buch ist so voller Input, dass ich für knapp 100 Seiten beinahe 3 Stunden brauchte. Um meinen Kopf also nicht vollends rauchen zu lassen, las ich das Buch peu à peu, so konnte ich das Gelesene dann auch wenigstens verarbeiten. So interessant und beeindruckend das Ergebnis von Shetterlys offensichtlich sehr umfangreicher Recherche auch war, so wurde es mir mir all den Zahlen und Akronymen doch irgendwann zu viel. Diese Zahlen- und Buchstabenkolonnen waren oft so geballt, dass mir entweder gehörig der Kopf schwirrte oder ich sie gleich überlas. Da hätte ich es wohl bevorzugt, wenn das ein wenig entzerrt oder mit Grafiken unterstützt worden wäre. Gerade im Hinblick auf den Sachbuch-Charakter wären Grafiken, Listen, Diagramme, was auch immer langfristig bestimmt hilfreicher gewesen als der stete Block-Text.

Nichtsdestotrotz bereue ich es kein Stück, „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ gelesen zu haben. Spätestens als aus der NACA die NASA wurde, war ich endgültig Feuer und Flamme. Margot Lee Shetterly konnte mich ein ums andere Mal mit ihrer Genauigkeit beeindrucken und mit ihrer Leidenschaft, die immer wieder durchscheint. Von Anfang bis Ende ist spürbar, wie wichtig ihr selbst dieses Buch ist und so wurde es auch für mich von Seite für Seite wichtiger. Shetterly hat mein Bewusstsein für diesen Aspekt der Geschichte auf eine Weise geweckt, die ich so nicht erwartet hatte. Sie hat mir einen Blickwinkel eröffnet, der mir vorher nicht zugänglich war.

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Fazit

Margot Lee Shetterlys „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ ist ein berührendes Sachbuch, das das Augenmerk auf ganze Generationen von Frauen legt, die fürwahr unerkannte Heldinnen sind. Mit viel Liebe zum Detail, basierend auf einer beeindruckend umfassenden Recherche, beschreibt Shetterly die Geschichte der NASA und der (vorrangig) schwarzen Rechnerinnen, ohne die das Raumfahrtprogramm, wie wir es heute kennen, kaum möglich gewesen wäre. Beeindruckend und absolut empfehlenswert – 5/5 Bücher!

Die Autorin

Margot Lee Shetterly ist eine unabhängiger Wissenschaftlerin und bekam einen Zuschuss der Alfred P. Sloan Foundation, um für „Hidden Figures“ recherchieren zu können. Derzeit forscht sie für ihr „Human-Computer –Project“, ein digitales Archiv der Geschichte der weiblichen „menschlichen Computer“ in der NASA. Sie lebt in Hampton, Virginia und Valle de Bravo, Mexiko.

Der Film zum Buch

(2017) Hidden Figures

Originalcover

Hidden Figures

2 Gedanken zu „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen von Margot Lee Shetterly

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