Geschöpfe der Nacht 02 – Wolfsgesang von Lori Handeland

© Egmont Lyx

Autorin: Lori Handeland
Originaltitel: Hunter’s Moon (Night Creatures #2)
Dt. Reihentitel: Geschöpfe der Nacht
Dt. Titel: Wolfsgesang
Dt. Erstausgabe: 08/2008
Verlag: Egmont Lyx
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 382 Seiten
ISBN-10: 380258161X
ISBN-13: 978-3-8025-8161-8
Preis: 9,95 €

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Die Leseprobe findet Ihr hier.

Leigh Tyler hegt große Zukunftspläne – bis ein Werwolf alle Menschen umbrachte, die sie liebte. Seitdem kennt sie nur noch ein Ziel: Rache. Eines Tages wird Leigh als Mitglied einer Organisation von Werwolfjägern nach Wisconsin gerufen. Ein Werwolf tötet dort gegen jede Regel seine Artgenossen. Während ihrer Mission begegnet Leigh dem verführerischen Damien Fitzgerald – doch sie hat sich geschworen, nie wieder einen Mann in ihr Leben zu lassen…

Inhalt

Leigh wird zu einer Mission nach Crow Valley gerufen, worauf sie nun wirklich keine Lust – nicht, weil sie ihren Job nicht mag, ganz im Gegenteil – aber sie hat sich geschworen, nie wieder eine Lehrerin zu sein. Dementsprechend ungelegen kommt da der Auftrag, die neue Rekrutin zu trainieren.
Als wäre das noch nicht genug, ist die neue Rekrutin niemand anderes als Jessie McQuade – die ebenso toughe Protagonistin aus „Wolfskuss“. Die beiden ähneln sich nicht nur in Bezug auf ihre Haare..
Natürlich geht es auch in diesem Band um Werwölfe, die sich mal wieder alles andere als untypisch verhalten. Warum tötet ein Wolf seine Artgenossen? Frisst er sie etwa auch? Ein weiterer spannender Fall für die Jägersucher bricht sich Bahn..

Charaktere

Leigh Tyler war ein typisch amerikanischer Teenager. Sie kommt aus gutem Haus, war Cheerleader an der Highschool und ihr erster fester Freund war auch ihr Verlobter. Sie träumte von vielen Kindern und einem schönen Heim bis sie den größten Fehler ihres Lebens begann. Kurz vor ihrer Hochzeit hatte sie einen One Nite Stand – mit fatalen Folgen..
Durch dieses Ereignis verlor sie nicht nur ihre Familie und Verlobten, sondern auch ihre Hoffnungen und Träume, sowie den Wunsch zu leben. Da kam Edward Mandenauer gerade recht – nicht nur, dass er sie gerettet hat, er bietet ihr auch noch einen Job an. Nach kurzem Überlegen schließt sie sich den Jägersuchern an und wird schnell zu einer Koriphäe auf diesem Gebiet. Quasi über Nacht wurde aus dem süßen Cheerleader eine knallharte Killerin, die niemanden an sich ranlässt und ihre Verletzlichkeit mit ihrem losen Mundwerk kompensiert.

Damien Fitzgerald ist der Protagonist in diesem Szenario. Er sieht gut aus, ist durchtrainiert und scheint keine Vergangenheit gehabt zu haben. Er ist sehr rätselhaft – scheint ihn doch niemand wirklich zu kennen und ist er in keinem Verzeichnis aufzufinden. Doch trotz seiner Geheimnisse und dem tiefen Schmerz in seinem Blick ist er ein einfühlsamer Liebhaber, der sein Leben für Leigh zu geben bereit ist. Dennoch fragt man sich ununterbrochen, was wohl sein Geheimnis ist?

Eigene Meinung

Der zweite Teil der „Geschöpfe der Nacht“-Reihe war ebenso vielversprechen wie der Erste. Ich liebe ja alte Legenden und diese bietet Handeland uns mehr als genug, verpackt in einer zugleich witzigen, spannenden und romantischen Packung. Hat man sich einmal an ihren Stil gewöhnt, möchte man gar nicht mehr aufhören zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin.
Besonders gut gefiel mir, dass die beiden Protagonisten aus „Wolfskuss“ wieder eine zentrale Rolle spielten, ohne von Leigh und Damien abzulenken. Meiner Meinung nach ist es doch ziemlich traurig, ellenlange Reihen aufzuziehen, deren einzige Verbindung möglicherweise die Monster sind, die gejagt werden. Diesbezüglich wurde ich also überaus positiv überrascht.
Nicht nur, dass die Charaktere nicht verloren gehen, es wird auch an die Handlung des ersten Bandes angeknüpft. Die Problematik wurde schon dort angeschnitten und vor dem Hintergrund der Wolfsgott-Thematik nahtlos fortgeführt.
Allerdings missfielen mir die Parallelen, die leider nicht zu übersehen sind:
  1. Die Protagonistinnen ähneln sich „bis auf’s Haar“.
  2. Beide treffen ihre Männer im Wald – Will war nackt, Damien nur mit einer offenstehenden Hose bekleidet.
  3. Der Protagonist wird zu einem der Hauptverdächtigen.
  4. Sowohl Jessie als auch Leigh, mussten lange Zeit sexuelle Aktivitäten entbehren, weswegen sie ihren Höhepunkt schon beim „Küssen“ erreichen.
  5. Das Ende erscheint wieder mehr als übereilt – wieso hat Lori Handeland es immer so eilig?
Tja, das sind meiner Ansicht nach nicht wenige Parallelen, aber ich wäre wohl kaum so begeistert, wenn die Autorin sich nicht hätte retten können.
Am Anfang stößt es schon sauer auf, dass Leigh sich ungern feminin gibt, ebenfalls eine Kurzhaarfrisur trägt und nicht nur ihren Mund als Waffe einsetzt, sondern auch keine Skrupel hat, zuzuschlagen oder zu schießen, wenn sie es für nötig erachtet. Allerdings hat das hier durchaus seine Gründe und liegt nicht von Geburt an in ihrer Natur. Außerdem zieht Handeland als Dauerzwist zwischen Jessie und Leigh auf, sodass man merkt, dass es eine bewusste Entscheidung war und nicht nur ein dummer Zufall. Die nudistischen Züge der Männer.. na ja, das fand ich schon ziemlich doof, aber bei Damien hat es ja wenigstens den Grund, den man schon bei Will vermutet hat. Dadurch ist es auch eine natürliche Konsequenz, dass der geheimnisvolle Fremde zum Verdächtigen wird.
Die Orgasmen und finalen Szenen im Buch sind zwei Kritikpunkte, die sich nicht von der Hand oder verschönigen lassen, aber im Gesamtpaket mindert das nicht das Lesevergnügen und darum geht es letztendlich doch.
Es gibt jedoch zwei Kritikpunkte, die mich wirklich aufregen, aber das betrifft nicht unsere liebe Autorin, sondern den Verlag. Warum werden die Originaltitel bei solchen Reihen immer sinnlos übersetzt? Tut mir Leid, aber „Hunter’s Moon“ hatte wenigstens mit der Geschichte zu tun. Was hingegen soll uns „Wolfsgesang“ sagen? Außerdem verstehe ich nicht, warum man die Cover so gestaltet. Ich reg mich hier lang und breit über Kurzhaarfrisuren auf und auf dem Cover sind man eine überaus feminine Frau mit langen, lockigen, dunklen Haaren. Das Cover mag ansprechend sein, aber ich fänd es schöner, wenn sowohl Cover auch der Titel zur Geschichte passen würden.

Fazit 

Lori Handelands „Wolfsgesang“ erhält von mir die volle Punktzahl. Ich müsste zwar eigentlich auf Grund der Kritik mindestens einen Punkt abziehen, aber es hat mir besser gefallen als „Wolfskuss“. Wie könnte ich es also gleichwertig oder schlechter bewerten?

Die Autorin

Lori Handeland schreibt historische und zeitgenössische Liebesromane und
hat in den USA seit längerem großen Erfolg damit. Wolfskuss, der erste
Roman ihrer Werwolf-Serie, wurde mit Begeisterung aufgenommen und 2005
mit dem RITA Award ausgezeichnet. Lori Handeland lebt mit ihrem Mann und
zwei Söhnen in Southern Wisconsin.

Die Reihe

Geschöpfe der Nacht Reihe
  1. Wolfskuss / Blue Moon (Nightcreature #1)
  2. Wolfsgesang / Hunter’s Moon (Nightcreature #2)
  3. Wolfsglut / Dark Moon (Nightcreature #3)
  4. Wolfsfieber / Crescent Moon (Nightcreature #4)
  5. Wolfsbann / Midnight Moon (Nightcreature #5)
  6. Wolfspfade / Rising Moon (Nightcreature #6)
  7. Wolfsdunkel / Hidden Moon (Nightcreature #7)
  8. Wolfsschatten / Thunder Moon (Nightcreature #8)
  9. Wolfsfeuer / Marked by the Moon (Nightcreature #9)
  10. Wolfsmagie / Moon cursed (Nightcreature #10)
  11. Wolfsflüstern / Crave the Moon (Nightcreature #11)
  12. ??? / Shadow of the Moon (Nightcreature #11.5)

Originalcover 

2 Gedanken zu „Geschöpfe der Nacht 02 – Wolfsgesang von Lori Handeland

  1. Lisa

    Auch hier sind deine Kritikpunkte am Buch nachvollziehbar, aber ich fand auch, dass man diese viel besser nachvollziehen konnte bei Leigh & Damien als bei Jessi & Will.
    Im Übrigen hat die Frau aus dem dritten Band dann auch mal längere Haare & ist femininer 😉

    Ich muss die Bücher bald nochmal lesen 😮

    Weil du gefragt hast – mein Blog ist dieser hier:
    http://little-bookland.blogspot.de

    Liebe Grüße
    Lisa

    Antworten
  2. Pingback: Neu im Regal in der 39. KW - Die fantastische Bücherwelt

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