Slated 01 – Gelöscht von Teri Terry

GelöschtDie Autorin: Teri Terry
Die Übersetzerin: Marion Hertle
Originaltitel: Slated (Slated #1)
Dt. Titel: Gelöscht
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 01.06.2013
Verlag: Coppenrath
Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre
Genre: Dystopie | Jugendbuch
Hardcover | 17,95 €
Taschenbuch | 8,99 €
eBook | 8,99 €

Kylas Gedächtnis wurde gelöscht,
ihre Persönlichkeit ausradiert,
ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Kyla wurde geslated.

Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los – hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern?

Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und merkt allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit – doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?

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Meine Meinung

Gelöscht“ ist das vielversprechende Debüt und der spannende Auftakt der Slated-Trilogie von Teri Terry.

Der Schreibstil ist klar strukturiert, flüssig zu lesen und auch sehr bildhaft. Die kurzen Kapitel geben dem Leser das Gefühl, schneller als gewöhnlich zu lesen, halten diesen aber auch mit vielen „Mini-Cliffhangern“ auf Trab. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Kyla, wodurch man ein viel tieferes Verständnis für die Slater erhält. Außerdem treibt es auch die Spannung nach oben, erfährt man doch nie mehr als die wissbegierige Protagonistin.

Die Charaktere sind ein Paradebeispiel für die Widerlegung von Schwarz-/Weiß Gestaltungen. Die wenigstens sind das, was sie auf den ersten Blick zu sein vorgeben und entwickeln sich in oft unvorhersehbare Richtungen. Sie sind unglaublich authentisch und scheinen förmlich aus dem realen Leben gegriffen zu sein. Die einzige Person, die für mich nie ganz greifbar war, war Kylas männlicher Gegenpart, Ben. Rückblickend ist aber offensichtlich, dass sich Terry dabei was gedacht hat und er ihr nicht einfach nur missglückt ist.

Die Geschichte mag vielleicht nicht die Erste ihrer Art sein. In vielen Rezensionen werden Vergleiche zu Poznanskis Eleria-Trilogie oder Wassermanns Skinned-Trilogie gezogen, was für mich aber nicht in Frage kommt, da ich beide noch nicht gelesen habe. Auf jeden Fall gehört „Gelöscht“ zu den ruhigeren Dystopien. Dieses Buch lebt von der nervenaufreibenden und paranoid machenden Atmosphäre, von den vielschichtigen Charakteren. Im Vordergrund steht Kylas Entwicklung, wie es ist, geslated worden zu sein und was es bedeutet, als 16-jährige nochmal ganz von vorne anfangen zu müssen. Man fragt sich ununterbrochen, wem man trauen und was man glauben kann. Desweiteren muss man sich unwillkürlich fragen, was unsere Persönlichkeit ausmacht. Sind es wirklich allein unsere Erinnerungen und das bereits Erlebte, das uns zu der Person macht, die wir sind? Oder gibt es grundlegende Eigenschaften, die uns bereits in die Wiege gelegt wurde?

Man erfährt ausführlich, allerdings erst nach und nach, wie es zu Terrys Zukunftsvision gekommen ist und auch hier muss man erkennen, dass es selbst in der schlechtesten Dystopie Grauzonen gibt. So erkennt man, dass selbst das Slaten, das mir persönlich eine Gänsehaut verursacht, seine guten Seiten haben kann und nicht jeder in der Regierung nur böse Absichten hat.

Natürlich darf auch hier keine Liebesgeschichte fehlen, doch diese ist so zart und gut eingegliedert, dass sie weder besonders positiv noch negativ ausfällt. Es ist nicht weiter überraschend, dass Kaylas aufkommende Beziehung zu Ben der Auslöser für einige Handlungen und Entwicklungen ist, dennoch wird diese Dystopie nicht grundlegend um das Liebespaar aufgebaut.

Das Cover vermittelt genau die richtige Stimmung und ist definitiv ein Hingucker.

Fazit

Teri Terrys „Gelöscht“ ist nicht nur ein gelungenes Debut, sondern vorallem ein spannender Trilogie-Auftakt. Im Gegensatz zu vielen anderen Dystopien lebt diese nicht von actionreichen Szenen, sondern von authentischen Charakteren und einer Atmosphäre, die den Leser selbst paranoid werden lässt. Terry beweist ausdrucksstark, dass nicht alles Schwarz-/Weiß ist und kreiiert eine Geschichte, die sich nicht nur schnell lesen lässt, sondern auch nachdenklich stimmt. Eine klare Empfehlung für jeden Dystopie-Liebhaber, der es auch gerne mal ruhig angehen lässt – 5/5 Bücher!

Die Autorin

Teri TerryTeri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und sie hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben. Ihre häufigen Umzüge haben Teri oft in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sie sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen.

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Die Reihe

Slated-Trilogie

  1. Gelöscht | Slated (Slated #1)
  2. Zersplittert | Fractured (Slated #2)
  3. Bezwungen | Shattered (Slated #3)

Originalcover

Slated

10 Gedanken zu „Slated 01 – Gelöscht von Teri Terry

  1. Saris Bücherwelt

    Tolle Rezi – Gelöscht steht mittlerweile auch auf meiner WuLI und bis jetzt habe ich auch nur Gutes gehört.
    Das Buch zieht demnächst bestimmt auch noch bei mir ein. 🙂

    LG
    Sari

    Antworten
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