Rezension

Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums von Sarvenaz Tash

Die Autorin: Sarvenaz Tash
Die Übersetzerinnenr: Sandra Knuffinke | Jessika Komina
Originaltitel: The Geek’s Guide to Unrequited Love
Dt. Titel: Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums*
Dt. Erstausgabe: 25.07.2016
Verlag: Magellan
Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre
Genre: Jugendbuch
Hardcover | 16,95 €

Immer an seiner Seite und doch so unerreichbar wie ein ferner Planet – das ist seine beste Freundin Roxy für Graham. Seit Monaten sucht er einen Weg, ihr seine grenzenlose, epische, unsterbliche Liebe zu gestehen. Bei ihrem gemeinsamen Wochenende auf der New Yorker Comic-Convention will er seine Chance endlich nutzen. Leider kommen ihm immer wieder ein gut aussehender Engländer, seine Schüchternheit und die geheimen Liebesgesetze des Universums in die Quere …

Meine Meinung

Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“ von Sarvenaz Tash ist ein richtiges Wohlfühl-Buch, vor allem, aber nicht ausschließlich, für Nerds, Geeks, Fangirls und – boys.

Als ich dieses Buch in der Magellanschen Vorschau entdeckte, war es sofort um mich geschehen. Zwar habe ich prinzipiell mehr mit den Verfilmungen von Comics als den eigentlichen Titeln zu tun, erkenne aber trotzdem immer deutlicher, dass ich auf vielerlei Ebene zweifelsohne ein Nerd bin. Mein IQ ist leider nicht ganz so hoch wie bei den Nerds von The Big Bang Theory, aber unsere Herzen schlagen einen ähnlichen Takt.

So dauerte es auch gar nicht lange bis ich Graham und die Menschen in seinem Leben in mein Herz geschlossen hatte. Ebenso schnell war auch klar, dass trotz der vielen Superhelden, Mutanten, Aliens und Fantasywesen, die Graham & Co., ebenso wie mich, begeistern, dieses Buch vor allem eines ist: authentisch. Ob es nun die Figuren waren, das Setting, die Thematik oder der Plot an sich – alles ist zum Greifen nah. Die Emotionen und Reaktionen haben wir alle schon so empfunden und durchlebt; all die Katastrophen, die Grahams Pläne durchkreuzen entspringen dem typischen Spiel des Lebens.

Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“ entführt uns für ein Wochenende, in Echtzeit wohl nicht mehr als ein paar Stunden, auf die New Yorker Comic Con. Ein Setting, bei dem sich jeder, der schon einmal eine Messe oder Convention besucht hat, gleich wohlfühlen wird. Das Schlangestehen, der Lärm, das Gezockel durch überfüllte Hallen… – da kamen so einige Erinnerungen an die letzte Buchmesse hoch. Comics und Cosplayer waren dort ja auch vertreten. Das trug natürlich dazu bei, dass ich mich beim Lesen noch mehr als ein Teil des Ganzen fühlte. Ich war der Schatten von Grahams Gruppe und wünschte mir nichts sehnlicher, als wirklich dieses Wochenende mit ihnen dort zu verbringen.

Entgegen der Aussage des Titels geht es gar nicht so sehr um die Liebe – und doch handelt es auch irgendwie nur davon. Doch die Liebe geht verschlungene Wege und ist ebenso Teil einer Freundschaft wie einer romantischen Beziehung und so fand ich endlich das, was ich so lange suchte: eine wundervolle Geschichte über wahre Freundschaft.

Auch sonst hat Sarvenaz Tash alles richtig gemacht: ethnische Diversität ist nicht einfach nur Thema, sondern vorhanden. So viele Klischees werden uns ganz nebenbei vor Augen geführt und in der Luft zerrissen; emotionale, sowie schlichtweg relevante Themen werden locker-flockig verarbeitet und es gibt starke Frauen und gefühlvolle Männer – ohne, dass das eine das andere ausschließen würde. Von dieser Autorin sollten sich einige Jugendbuch-Autoren mal eine Scheibe abschneiden.

Fazit

Sarvenaz Tashs „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte im Universum“ ist so viel mehr als bloß eine Liebesgeschichte. Freunschaft wird groß geschrieben, Kitsch ist unauffindbar und Klischees werden radikal aufs Korn genommen. Dabei ist die Geschichte so authentisch, so mitten aus dem Leben mit Figuren, die ich wirklich gerne zu meinen Freunden zählen würde, und einem Setting, in dem sich jeder Messe- oder Convention-Besucher wohlfühlen wird. Es ist alles drin, was ich bei so vielen Jugendbüchern schmerzlich vermisse. 5/5 Bücher!

Die Autorin

Sarvenaz Tash was born in Tehran, Iran and grew up on Long Island, NY. She received her BFA in Film and Television from New York University’s Tisch School of the Arts. This means she got to spend most of college running around and making movies (it was a lot of fun). She has dabbled in all sorts of writing including screenwriting, copywriting, and professional tweeting. Sarvenaz currently lives in Brooklyn, NY.


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5 Gedanken zu „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums von Sarvenaz Tash

  1. Anja

    Huhu =)

    Ständig überlege ich hin und her, ob ich das Buch lesen soll oder nicht. Hach! Ich denke ich muss es einfach probieren. Es hat so viel Zuspruch aus der bloggerwelt bekommen und nerdige Themen liegen mir einfach =)

    LG
    Anja

    Antworten
  2. Gisela Simak

    Liebe Ricarda

    Eine sehr schöne Besprechung von dir. Da du beschrieben hast, wer sich alles bei der Geschichte wohl fühlen wird, wandert das Buch nun umgehend auf meine Wunschliste.

    Ein gutes Jahr 2017 und liebe Grüße,
    Gisela

    Antworten
    1. Rica Artikelautor

      Frohes neues Jahr, liebe Gisela 🙂

      Es freut mich natürlich, wenn ich Dich neugierig machen konnte. Ich hoffe, es gefällt Dir genauso gut wie mir – sag mir also unbedingt Bescheid, wenn Du es gelesen hast!

      Lieben Gruß

      Rica

      Antworten
  3. Pingback: [Rica's Leseliste] Januar 2017 - Die fantastische Bücherwelt

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