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[Diana Gabaldon Fan-Tour] Teil 6 – Ein Hauch von Schnee und Asche


Heute macht die Fan-Tour bei mir Halt und ich darf Euch den 6. Band der Reihe vorstellen. Wie gehabt, gilt auch dieses Mal: nur mitlesen, wer die Bücher schon kennt, denn eine Spoiler-Warnung reicht für eine komplette Zusammenfassung wohl kaum mehr aus 😉

Ein Hauch von Schnee und Asche

Amerika,
März 1773

Das Leben auf Fraser’s Ridge nimmt seinen gewohnten
Gang, bis auf eine Vielzahl von Bränden, die die Bewohner immer mehr
beunruhigen. Während Ian Murray vermutlich auf ebendiese Gruppe von
Brandstiftern gestoßen ist, bekommen die Fraser’s unverhofften
Besuch von Major Donald McDonald. Dass dies kein reiner
Höflichkeitsbesuch ist, ist allen sofort klar, doch ahnen sie nicht,
in was für eine Zwickmühle er sie bringen wird. McDonalds Bitte,
ein Sicherheitskomitee von Jamie aufstellen zu lassen, sollte für
einen Königstreuen keine große Sache sein. Für einen Königstreuen,
dessen zeitreisende Frau ihm verraten hat, dass in zwei Jahren eine
Rebellion losbricht, bei der man unbedingt auf der Seite der Rebellen
sein sollte, allerdings schon. Da das natürlich noch nicht genügt,
soll er auch noch Indianeragent werden. Als solcher würde er zu den
Stämmen reiten, ihnen Geschenke bringen und sie langsam aber sich
davon überzeugen, für sie zu kämpfen, sollte es zum Krieg kommen.
Auch wenn Jamie für dieses Amt geeignet ist, steht doch außer
Frage, dass er damit Stellung bezieht.
In
einem Brief von Lord John Grey wird von Ausschreitungen in Boston
berichtet. Es ist mittlerweile Juni desselben Jahres – die
Republikaner rotten sich langsam aber sicher zusammen und ihre Stimme
wird immer lauter. Die Zustände sind so schlimm, dass sich die
Soldaten kaum noch alleine aus dem Haus trauen – und wenn dann
nicht in Uniform. Es gab sogar schon die ersten Toten. Infolgedessen
nimmt Lord John einen der beteiligten Soldaten, Bobby Higgins, bei
sich auf, der nur knapp einem Todesurteil entgangen und nun
gebrandmarkt ist. Da er aber unter einer nicht näher definierten
Krankheit leidet, schickt er ihn zu den Fraser’s, in der Hoffnung,
dass Claire ihm vielleicht helfen kann. In der Zwischenzeit haben
benachbarte Siedler die Frage nach einem Sicherheitskomitee selbst in
die Hand genommen und fordern von Jamie die Übergabe Bobbys, um ihre
Macht zu demonstrieren bzw. überhaupt einen Berechtigungsgrund zu
haben. Denn wozu brauchen die Siedler ein Sicherheitskomitee, wenn
ihre Sicherheit nicht in Gefahr ist? Natürlich jagt Jamie sie von
seinem Grundstück, aber der Nachhall dieses Besuches hält noch eine
Weile an. Zur gleichen Zeit erleidet Claires Leibeigene, Lizzy, einen
Malaria-Rückfall. Claire spielt die Sache dem Vater gegenüber
runter, aber die Lage ist viel ernster als es scheint, denn der
Vorrat an Chinarinde ist aufgebraucht, sodass sie improvisieren muss.
In Daniel Rawlings Tagebuch findet sie glücklicherweise ein
passendes Äquivalent, von dem zwar auch nicht allzu viel vorhanden
ist, womit die Indianer aber angeblich handeln. In Kombination mit
dem Besuch des Sicherheitskomitees gibt das den Anstoß, um Jamie
zumindest eine Entscheidung abzunehmen: er wird der hiesige
Indianeragent.
Vor
seiner Abreise gibt es noch einiges zu erledigen, unter anderem
beauftragt er seinen Schwiegersohn, Roger, damit, eine Gruppe neuer
Siedler in Cross Creek abzuholen, die ihm McDonald ebenfalls noch
aufgebürdet hatte. Dieser nimmt die Aufgabe klaglos an und schafft
es auch, allen Widrigkeiten zum Trotz die 22 Familien zusammen zu
trommeln. Doch bevor sie sich auf den Weg nach Fraser’s Ridge
machen können, taucht Bonnet auf – der Mann, der Brianna damals
vergewaltigt hatte.

August 1773

Jamie ist erfolgreich von seiner Reise zu den
Indianern zurückgekehrt und auch Roger hat seinen Groll gegen Bonnet
hinter seine Pflicht gestellt und die neuen Pächter heil zu ihrem
neuen Land geführt. Dort leben sie sich auch langsam aber sich ein,
aber die Kluft zwischen den Presbyterianern und den Papisten ist
größer als gedacht. Derweil träumt Brianna buchstäblich von den
Annehmlichkeiten der Zukunft und kann sich nicht von dem Gedanken
lösen, Wasserleitungen oder Streichhölzer selbst zu „erfinden“.

Da
die Brandstiftungen weiter andauern, wird der Zeitungsausschnitt, der
wie ein Damoklesschwert über ihnen schwebt, immer gewichtiger. Und
auch den Major veranlasst dieser Umstand zu einem erneuten Besuch,
vor allem weil der Verdacht größer wird, dass die Indianer dahinter
stecken, die vermutlich die Vertragsgrenzen einhalten wollen.
Daraufhin reist Jamie ein weiteres Mal – diesmal ohne besondere
Vorkommnisse – zu den Cherokee während der Ex-Soldat Bobby Claire
mit einer Ladung medizinischer Utensilien beglückt. Darunter eine
Flasche Vitriol, mit der sie endlich Äther herstellen kann. In der
Zwischenzeit konnte Brianna zumindest einen ihrer Träume erfüllen
und Streichholzer anfertigen.
Einige
Zeit später macht Jamie sich wieder auf den Weg zu den Indianern,
diesmal begleitet von Roger. Auf dem Weg dorthin finden sie ein
weiteres Anwesen zerstört vor – die Eltern erhängt, mindestens
eines der Kinder verbrannt. Während sie die Leichen vergraben reitet
das selbst ernannte Sicherheitskomitee vorbei und macht
unmissverständlich klar, dass für sie nur zwei Szenarien infrage
kommen: entweder waren es die Indianer oder Jamie und Roger.
Oktober
1773
Die Männer sind zurück und alle sind glücklich, sie
unbeschadet wieder zu sehen. Doch Briannas Freude wird von der Sorge
um Marsali überschattet, die Anzeichen von häuslicher Gewalt an den
Tag aufweist. Hilfesuchend wendet sie sich an ihre Mutter, die
sogleich die erstbeste Gelegenheit nutzt, um mit Marsali alleine zu
reden. Dass dieser Ort ausgerechnet die Destille, eine Meile von der
Gemeinde entfernt, ist, muss Claire schon bald bereuen. Während sie
ihrer Stieftochter zur Hand geht, taucht plötzlich eine Gruppe
Männer auf, die sich nicht mit dem geringen Vorrat an Whiskey
zufrieden geben wollen. Sie lassen ihre Wut an den Frauen aus und es
kommt zu einer Auseinandersetzung. Marsali wird schwer verwundet, ist
vielleicht sogar tot und Claire nehmen sie mit. Sie soll ihnen
verraten, wo das Whiskeyversteck ist, aber das kann und will sie
nicht tun. In der zweiten Nacht nach ihrer Entführung hat sie die
Hoffnung schon fast aufgegeben, da hilft es ihr auch nicht, dass
einer der Männer ebenfalls ein Zeitreisender ist. Er gehörte zu
Otterzahns Gruppe, ist in der Zeit gestrandet und will ihr letztlich
auch nur helfen, um selbst wieder nach Hause zu finden. Doch seine
Hilfe kommt zu spät, denn Jamie, Ian und der Rest der Highlander
kommen noch in derselben Nacht, um sie zu retten. Der Kampf endet
erwartungsgemäß mit vielen Toten, aber glücklicherweise wurde
keiner von Jamies Leuten verletzt. Der offiziell einzige Überlebende
ist Lionel Brown, der Bruder von Richard Brown, Mitbegründer der
Stadt Brownsville und „Amtierender“ des Sicherheitskomitees. Für
ihn hat Jamie ein anderes Urteil vorgesehen. Claire ist zu sehr mit
ihren eigenen Verletzungen beschäftigt, um sich großartig mit
diesem Umstand zu befassen, allerdings fragt sie sich unweigerlich,
ob Donner, der andere Zeitreisende, vielleicht ebenfalls überlebt
hat. Immerhin kann sich Claire über die Nachricht freuen, dass
Marsali rechtzeitig gefunden und auf dem Weg der Besserung ist.
In
Folge der Befragung Lionel Browns stellt sich heraus, dass die Bande,
die Claire entführt hat, tatsächlich hinter all den Bränden steckt
und durch einen mehr oder weniger glücklichen Zufall zu einer
Übereinkunft mit dem Sicherheitskomitee gekommen ist. Sie halten
sich von den Ländern der Browns fern und vertreiben ihre Beute mit
einer hohen Gewinnbeteiligung über die Browns. Claire ist
fassungslos, auch wenn von Anfang an klar war, dass das sogenannte
Komitee für Sicherheit wahrscheinlich mehr schlecht als recht sein
wird. Um keinen Krieg heraufzubeschwören, müssen sie diplomatisch
vorgehen, was allerdings durch den plötzlichen Tod Lionels nicht
unbedingt vereinfacht wird.
Kurz
nachdem man den Leichnam an seine Familie zurückgegeben hat, schafft
es Claire endlich, sich selbst ein Bild von Marsalis Zustand zu
verschaffen. Ein Bild, das erschreckend ist, denn irgendetwas stimmt
mit dem Baby nicht. Sie muss die Wehen einleiten und kann nur hoffen,
dass es zu keiner unkontrollierten Blutung kommt. Zur Freude aller
kommt das Kind ohne weitere Komplikationen zur Welt, doch die
allgemeine Erheiterung wird dadurch getrübt, dass der junge
Henri-Christian ein Zwerg ist. Für die Leute der damaligen Zeit
stellt eine solche Zwergen-Geburt vieles dar, aber ganz bestimmt
nichts Gutes.

März
1774

Major McDonald stattet den Fraser’s wieder mal einen Besuch
ab. Dieses Mal mit der „Bitte“, die fünf Indianerstämme, die in
Jamies Aufgabengebiet fallen, mit insgesamt 30 Musketen auszustatten.
Die Kosten würden ihm irgendwann erstattet werden. Da bei dem
Überfall im Oktober die Mälzerei abgebrannt ist, haben sie dieses
Jahr jedoch keine Rücklagen in flüssiger Form, sodass sie einige
der Edelsteine verkaufen müssten. Was ist aber, wenn Roger und
Brianna aus irgendwelchen Gründen in die Zukunft zurückkehren
müssen? Seine Tochter und sein Schwiegersohn stehen dieser
Möglichkeit erstaunlich einstimmig ablehnend gegenüber, dennoch ist
allen klar, dass sie trotz ihrer Vorgeschichte ironischerweise nicht
wissen, was diese Zukunft für sie bereithält. Was sie allerdings
wissen ist, dass den Indianern kein gutes Schicksal bevorsteht,
weshalb Brianna Jamie darum bittet, zumindest „seinen“ fünf
Stämmen vom Marsch der Tränen zu berichten. Mit all diesen
Problemen beschäftigt reist Jamie in Begleitung von Ian zu den
Cherokee. Dort begegnet er nicht nur zwei Indianern, deren Frau er
zurück kaufen muss, sondern auch Alexander Cameron, von allen nur
Scottie genannt, der ihm von dem Vorhaben berichtet, Land von den
Indianern in Tennessee zu kaufen. Im späteren Verlauf schafft es
Jamie sogar, den hiesigen Häuptling und Cameron vor der Umsiedlung
und dem darauf folgenden Marsch der Tränen zu warnen. Claire
hat derweil endlich Versuchskaninchen für den Äther gefunden und
muss diese nun davon abhalten, überall herumzuerzählen, dass bei
der Narkose die Seele ins Unbekannte verschwindet. Immerhin hat sie
jetzt Malva Christie an ihrer Seite, die sie tatkräftig unterstützt
und fleißig jedes bisschen Wissen aufsaugt.

Juni
1774

Lizzies Verlobter, Manfred, steckt sich mit der Syphilis an und
ergreift die Flucht, ohne Claire die Möglichkeit zu geben, ihn zu
heilen. Seine Familie, die McGillivrays, wollen sich nicht mit der
Schmach auseinandersetzen und verbreiten das Gerücht, dass die Hexe
Claire das Ganze nur erfunden hätte. Da sie großen Einfluss in
Salem haben, sorgt dieser strittige Umstand dazu, dass die
Handelsbeziehung zu den Fraser’s nahezu gänzlich zum Erliegen
kommt.
Der
Juli ist getrübt von üblen Gerüchten und Lügen. Claire kann aber
endlich ihren Äther einsetzen, Liebeszauber werden gewirkt, der
kleine Jem lernt schwimmen und Roger Mac beschließt, offiziell das
Amt des Pastors anzutreten. Das wichtigste Ereignis jedoch ist die
Einladung des Korrespondenzkomitees – denn sollte Jamie diese
annehmen, hat er offiziell den Sprung auf die Seite der Rebellen
gemacht.
Im
August besuchen sie einen Empfang in Cross Creek, der Jamie noch
einmal deutlich vor Augen führt, dass er im sich anbahnenden Krieg
mit ziemlicher Sicherheit gegen viele seiner Freunde und Bekannte
kämpfen muss. Bei dem darauf folgenden Besuch bei seiner Tante
Jocasta wird Claires Verdacht bestätigt, dass Donner noch lebt.
Brianna und Claire nutzen die Gunst der Stunde, mehr über seine
Reise in die Vergangenheit herauszufinden, doch bevor sie alle
Informationen erhalten haben, wird er wegen Diebstahls verhaftet. Da
die Strafe darauf der Tod durch den Strick ist, versuchen sie, ihm
noch einen letzten Besuch im Gefängnis abzustatten. In einem Brief
von Roger erfahren sie, dass der verschwundene Manfred in einem
Bordell in der Nähe gesichtet wurde und so machen sie sich auch
erneut auf die Suche nach ihm. Während sie ihren verschiedenen
Erledigungen nachgehen, machen sie doch alle die eine oder andere
Erfahrung mit den Auswirkungen des beginnenden Bürgerkrieges.
Royalisten werden vertrieben oder gleich geteert und gefedert – und
Jamie befindet sich natürlich mal wieder mittendrin. Ebenso
natürlich bekommt er seinen Willen, doch ebenso Claire, die ihn in
das hiesige Bordell schleppt, wo sie die Huren gegen die Syphilis
behandelt. So erfahren sie zwar, wo sich Manfred befindet, aber
kriegen Donner nicht mehr zu sehen, da er aus dem Gefängnis geflohen
ist.
Im
September kehrt dann auch Roger wohlbehalten und als Pastor des
Wortes zurück. Auch Bobby stattet in Lord Johns Auftrag und auch
seinem eigenen Interesse den Fraser’s einen weiteren Besuch ab. Ihm
geht es vor allem darum, um Lizzie oder Malva zu werben, wobei die
Chancen bei beiden Frauen schlecht stehen. Auf seiner Reise hat er
zufällig mitangehört, wie Jamie im Zusammenhang mit irgendeiner
Versammlung erwähnt wird. Jamie vermutet, dass es sich dabei um das
Treffen des Korrespondenzkomitees handele, die nach den Ereignissen
in Cross Creek ihre Einladung indirekt zurückgezogen haben. Nach dem
er einen Royalisten beschützt hat, trauen ihm die angehenden
Rebellen natürlich nicht mehr. Eine ziemlich ernste Angelegenheit,
mit der sie sich derweil aber nicht beschäftigen können, weil eine
Erkältungswelle die Runde macht, die mehr als ein Opfer fordert und
vor der selbst diejenigen aus der Zukunft nicht gefeit sind.
Nachdem
das Schlimmste überstanden zu sein scheint, begleitet Jamie den
Major nach einem weiteren Besuch von ihm ein Stück seines Heimweges.
Er wollte sich schon längst von ihm getrennt haben als sie einer
Gruppe Reisender über den Weg laufen, darunter Richard Brown. Sie
befinden sich auf dem Weg zu o.g. Versammlung und sind sich nicht
einig darüber, ob sie Jamie darum bitten wollen, sie zu begleiten,
oder ihm unmissverständlich klar zu machen, dass er nicht erwünscht
ist. Wie nicht anders zu erwarten, ist sich zumindest Brown nicht zu
schade, ihn zu fragen, auf welcher Seite er denn jetzt tatsächlich
stehe, wobei die Gegenwart eines Rotrockes jeden Versuch, sich auf
die Seite der Freiheitskämpfer zu stellen, unmöglich macht. So
kommt es auch dieses Mal zum Kampf. Die Sache geht glimpflich aus und
kurz darauf macht sich Jamie ein letztes Mal auf den Weg zu den
Indianern. Begleitet wird er von Ian und Hiram – Letzterer konnte
es sich tatsächlich nicht nehmen lassen, das Wort Christi an die
amen Heiden weiter zu reichen. Jamie übergibt ihnen die gewünschten
Musketen und schreibt nach seiner Rückkehr einen Brief an den
Superintendenten für Indianerangelegenheiten, in dem er von seinem
Amt abdankt, weil es nicht mehr länger seinen persönlichen
Interessen entspricht, im Namen des Königs zu agieren.
Im
Laufe der nächsten Wochen tauchte der Major mal mit guten
Neuigkeiten auf. Durch eine weitere Zwangsdeportierung stehe eine
Druckerei in New Bern zum Verkauf, welche sich Jamie dann auch gleich
aneignete. Endlich kann er seiner Tochter Marsali und ihrer kleinen
Familie eine glücklichere Perspektive ermöglichen, auch wenn der
Abschied vor allem für die Kinder nicht leicht sein wird.
Im
Oktober sorgt die liebe Lizzie für Aufruhr, da sie gleich zwei
Männer heiratet. Außerdem erhält Claire eine mysteriöse Nachricht
von Jocastas Sklavin, in der sie dazu aufgefordert wird, zu ihr zu
kommen. Jamie und Claire folgen dem ungewöhnlichen Ruf und müssen
feststellen, dass ebendiese Sklavin vermisst wird – und dass sie
nicht nur eine einfach Sklavin, sondern der Bastard von Jocastas
Exmann ist. Da ausgerechnet dieser Bastard jetzt auch noch eine
Affäre mit ihrem Mann haben soll, liegt die Vermutung nahe, dass
Jocasta vermutlich nicht ganz unschuldig an ihrem Verschwinden ist.

März
1775

Die Lage spitzt sich zu. Lord John Grey fleht Jamie in einem
seiner Briefe an, seine Handlungen noch einmal zu überdenken. Wenig
verwunderlich in Anbetracht der Tatsache, dass sein Name immer öfter
im Zusammen mit der Rebellion abgedruckt wird.

April
1775

Der Unabhängigkeitskrieg beginnt – und Lizzie bekommt ihr
Baby.

Mai
1775

Es soll ein Kongress stattfinden, bei dem die Unabhängigkeit
des Distriktes erklärt werden soll. Jamie und Roger planen, diesen
zu besuchen, doch dann steht plötzlich Claires Gehilfin, Malva, vor
der Tür und behauptet schwanger von Jamie zu sein. Der Haussegen
hängt schief, die Gemeinde steht Kopf, nur damit sich herausstellt,
dass entweder Bobby oder Ian der Vater sind. So kommt es, dass Roger
doch noch die Chance bekommt, am eigenen Leib zu erleben wie
Geschichte geschrieben wird, indem er mit Jamie zu besagtem Kongress
reist. Dort bekennt er sich das erste Mal öffentlich zum
Freiheitskämpfer. Kurze Zeit später findet Claire Malvas Leiche in
ihrem Garten.
Überall
wird wild spekuliert, wer der Mörder sein könnte und nur zu gern
würden die Leute die Fraser’s verurteilen. Da kommt das
Sicherheitskomitee gerade recht, um Claire und Jamie zu verhaften.
Anstatt Rückendeckung von seinen Pächtern zu erhalten, wünschen
sie ihm den Tod an den Hals und so lässt es sich nicht vermeiden,
dass die beiden sich vor das Gericht in Hillsboro begeben müssen.
Der einzige Grund, dass Brown sie nicht hinterrücks erschießen
kann, ist der unerwartete Beistand von Thomas Christie, Malvas Vater,
der entweder an ihre Unschuld oder an Gerechtigkeit glaubt.
Allerdings rechnet niemand damit, dass kein Gericht mehr besetzt ist,
weil jede Anklage in dieser Zeit zu einer politischen Angelegenheit
wird. Jeglichen Planes beraubt, beschließt Brown letztendlich Jamie
doch noch aus dem Weg zu räumen und Claire in ein Gefängnis werfen
zu lassen. Zumindest Letzteres gelingt ihm, denn glücklicherweise
kann Ian Jamie vor dem Tod oder einer Deportation retten.
Erstaunlicherweise hat es Claire gar nicht so schlecht getroffen. In
dem Gefängnis in New Bern wird sie besser behandelt als erwartet und
erlangt durch eine Geburt die Aufmerksamkeit der Frau des
Gouverneurs, die selbst unter ihrer Schwangerschaft leidet. So kommt
es, dass Claire zuerst als Hebamme, später als Mädchen für Alles
im Palast landet. Jamie ist derweil ebenfalls in New Bern angekommen,
wo er über Marsali und Fergus erfährt, wo Claire sich befindet. Er
bittet um ihre Freigabe, aber die Forderung des Gouverneurs kann er
nicht erfüllen. Zugleich glücklicher- als auch tragischer weise
gesteht Thomas Christie den Tod an seiner eigenen Tochter, denn auch
wenn er es nicht gewesen war, sieht er keine andere Möglichkeit, die
Schuld, die seine Tochter ihm aufgebürdet hat, zu begleichen. So
können sich Claire und Jamie endlich auf den Heimweg machen.
Derweil
haben Brianna und Roger nichts von den Vorkommnissen mitbekommen.
Roger bereitet sich auf seine Ordinierung vor und Brianna wartet
derweil in River Run auf ihn, wo sie sich gerade über die Nachricht
freuen kann, dass sie erneut schwanger geworden ist. Zumindest
solange bis sie von Bonnet entführt wird. Ihre Schwangerschaft
schützt sie zwar davor, erneut von ihm vergewaltigt zu werden, macht
aber ansonsten die Situation nicht leichter. Bonnet verschleppt sie
auf sein Schiff und segelt mit ihr davon. Ihr einziger Trost ist die
Nachricht, die sie einer Hure mitgeben konnte. Diese ist
zufälligerweise mit dem verschwundenen Manfred „liiert“, der
dafür sorgt, dass Jamie die Nachricht so schnell wie möglich
erhält. Während die Männer also die Befreiung Briannas planen,
kann Claire nun endlich Manfred heilen. Danach machen sie sich gleich
auf den Weg und kommen gerade noch rechtzeitig um Brianna vor dem
Schlimmsten zu bewahren – und ganz nebenbei auch noch Jocastas
verschwundene Sklavin zu befreien, die von ihrem Butler weiter
verkauft worden war.

21.
Januar 1776


Der Tag, an dem laut des Zeitungsartikels Fraser’s
Ridge niederbrennen würde. In weiser Voraussicht verschanzen sich
alle bei Brianna und Roger, wo sie wild darüber spekulieren, ob es
nicht doch dieses Haus sein könnte, das brennt. Den ersten Schreck
erleben sie als plötzlich der Major vor der Tür steht, der Jamie
das Kommando über eine Miliz anbietet. Ein verwunderliches Angebot,
das Jamie als bekannter Freiheitskämpfer ablehnen muss. Der Major
will sich sogleich auf den Heimweg machen, wird aber davon
aufgehalten, dass der Schuppen durch einen kleinen Phosphor-Unfall
Feuer fängt. Der Brand ist schnell gelöscht, der Major bleibt doch
über Nacht und Jamie und Claire beschließen, die Nacht den
Umständen zum Trotz in ihrem eigenen Haus zu verbringen.

Februar
1776


Jamie ruft seine Männer zusammen und teilt ihnen mit, dass er
sich den Milizen in Wilmington anschließen wird. Er lässt ihnen die
Wahl, ob sie mit ihm ihren Eid brechen oder loyal bleiben wollen.
Auch wenn sich viele gegen Jamie entscheiden, kommen doch mehr mit
als erwartet und ihre Gruppe vergrößert sich noch als Richard Brown
mit seinen Männern sich unter sein Kommando stellen. Am Moore’s
Creek kommt es dann zum Kampf – zum Kampf gegen die Highlander.

21.
April 1776


Brianna und Rogers Tochter, Amanda Claire Hope MacKenzie,
wird geboren.

Mai
1776

Claire muss die Hoffnung aufgeben, dass sich Amandas Herzfehler
von selbst verbessern wird. Sie wird nur überleben, wenn sie mit
moderner Medizin behandelt wird. Die Entscheidung steht also fest:
Brianna und Amanda gehen zurück. Aber was ist mit Robert und Jemmy?

Juli
1776

Auf der Suche nach weiteren Edelsteinen, um die Reise durch die
Steine zu überstehen, trifft Brianna zufällig auf Lord John und
seinen Sohn William – ihren Bruder. Auch wenn Letzteres ein Schock
ist, erkennt sie die Möglichkeit, sich zu verabschieden.

September
1776


Brianna, Roger, Jemmy und Amanda kehren in ihre Zeit zurück.

Dezember
1776

Der Abschied fiel niemandem leicht, aber das Leben muss
weitergehen. Zurück in Fraser’s Ridge versuchen sie also, ganz
normal weiter zu machen, bis plötzlich Donner mit einer ganzen Bande
vor ihrer Tür steht und die Diamanten verlangt, die sie in den
letzten Monaten gesammelt hatten. Er will ihnen nicht glauben, dass
Brianna und die anderen sie mitgenommen haben und lässt seine Männer
das Haus auseinandernehmen. Dabei zerstören sie die Ätherflasche
und jagen so das Haus doch noch in die Luft. Donner und seine Männer
kommen dabei ums Leben, was letztlich nur eine Sorge weniger
bedeutet. Daraufhin beschließt Jamie, mit Claire nach Schottland zu
reisen, um seine Druckerpresse zu holen, um auf die etwas andere Art
zu kämpfen.

Um
die 200 Jahre später

Brianna und Roger haben sich in der Zukunft
wieder eingelebt und Amanda schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Um
das Andenken ihrer Eltern zu wahren und etwas von ihrem Geist
einzufangen, kaufen sie Lallybroch, das Anwesen, auf dem Jamie groß
geworden ist. Dort erwartet sie nicht nur ein Hauch ihrer
Vergangenheit, sondern eine ominöse Kiste, in der sie unter anderem
Briefe von Claire und Jamie finden.

Die Tour im Überblick

14.7. Feuer und Stein  Cinema in my head
15.7. Die geliehene Zeit – Favolas Lesestoff
16.7. Ferne Ufer – Book Lounge – Lesegenuss
17.7. Der Ruf der Trommel – Fairy-book
18.7. Das flammende Kreuz – Lesen verbindet
19.7. Ein Hauch von Schnee und Asche – Ricas fantastische Bücherwelt
20.7. Echo der Hoffnung – Lesendes Katzenpersonal
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt am von .

Über Rica

Jahrgang '91. Leidenschaftlich Leserin & Bloggerin; Serienjunkie & Puzzle-Fan. Meine Stärken sind Sprachen und Zahlen. Ich hasse den Sommer, dafür liebe ich Regen - und kriege einfach nicht genug von süßen Tierbabys.

Ein Gedanke zu „[Diana Gabaldon Fan-Tour] Teil 6 – Ein Hauch von Schnee und Asche

  1. Mel.E

    Ich liebe Jamie und Claire. Leider konnten mich die nachfolgenden Bände nicht so sehr begeistern, wie "Feuer und Stein". Natürlich waren sie super, aber gerade der Einstieg in die Zeitreise hatte mich sehr fasziniert und daher habe ich dieses Buch sicherlich schon 10x gelesen ☺
    GLG und einen tollen Tag
    Mel

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