Demon Road 01 – Hölle und Highway von Derek Landy

Hölle und HighwayDer Autor: Derek Landy
Die Übersetzerin: Ursula Höfker
Originaltitel: Demon Road (Demon Road #1)
Dt. Reihentitel: Demon Road
Dt. Titel: Hölle und Highway
Band: 1/3
Dt. Erstausgabe: 19.09.2016
Verlag: Loewe
Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre
Genre: Dark Fantasy | Jugendbuch
Hardcover | 19,95 €
eBook | 14,99 €

Wenn ihr glaubt, eure Eltern wären schwierig, dann solltet ihr euch mal mit Amber unterhalten! Amber Lamont ist gerade 16 Jahre alt, als sie feststellen muss, dass ihre eigenen Eltern sie gerne zum Abendessen verspeisen möchten. Nur so könnten sie ihre Kräfte wieder aufladen. Alles klar: Ambers Eltern sind waschechte Dämonen. Seitdem ist Amber auf der Flucht. Quer durch die USA ist sie auf der Demon Road unterwegs, einem magischen Straßennetz, das unheimliche Orte und schauerlichste Wesen miteinander verbindet. Sie trifft auf Vampire, Hexen und untote Serienkiller und erfährt nach und nach, was für teuflische Fähigkeiten in ihr stecken …

Meine Meinung

Hölle und Highway“ von Derek Landy ist der Auftakt seiner neuen Trilogie rund um das Dämonenmädchen Amber, das sich auf der Flucht vor ihren Eltern auf die Demon Road begibt und sich dort mit den verschiedensten Gräueln auseinandersetzen muss.

Unglaublich, aber wahr: bei diesem Buch hält die Werbung tatsächlich einmal das, was sie verspricht. „Supernatural trifft auf Stephen King“ – so lautete der Aufmacher, der in diesem Fall wörtlich zu nehmen ist. Amber, ihr Fahrer Milo und der unterwegs spontan aufgelesene Glen sind in einem schmucken Oldtimer auf einem höllischen Roadtrip, der nichts für Zartbesaitete ist.

Zwar ist „Demon Road – Hölle und Highway“ sprachlich durchaus an die jugendliche Zielgruppe ausgerichtet, auch der Horror wurde dementsprechend runtergefahren, dafür sprengt all das Blut definitiv die Skala. Ab 16 wäre bei manchen Szenen eine ratsame Altersempfehlung gewesen.

Erstaunlicherweise hatte ich damit keine Probleme, dabei machte mir die King-Anspielung schon Sorgen. Horror ist nämlich so gar nicht mein Ding. Angst muss man also keine haben, spätestens der wundervolle schwarze Humor des Autors lockert alles wieder auf. So habe ich tatsächlich mehr gelacht, als mich zu gruseln; creepy, seltsam und verrückt ist dieser Auftakt aber trotzdem.

Da die Geschichte die Bloggerszene dermaßen polarisiert, rate ich, die Leseprobe vorab zu lesen. Garantieren kann ich nämlich nur folgendes: wenn es Euer Fall ist, dann richtig. Ich für meinen Teil habe schnell Gefallen an der skurrilen Erzählung gefunden. Der höllische Roadtrip besticht durch Originalität und Unvorhersehbarkeit. Jeder Halt bietet neue Gefahren, meist in Kombination mit bekannten und unbekannten Monstern, ähnlich der Hit-TV-Serie Supernatural. Wie gesagt, der Vergleich passt wie die Faust aufs Auge.

Die Charaktere sind richtige Marken, doch wie im echten Leben wird nicht jeder sie mögen. Bestes Beispiel dafür ist der unerwartete Mitreisende, Glen: er ist eine unglaubliche Nervensäge, sagenhaft dramatisch und kann einfach nie die Klappe halten. Würde er bei mir mit im Auto sitzen, hätte ich ihn vermutlich längst umgebracht, aber auch ins Herz geschlossen. Als Zuschauer bereitete mir der kleine Quälgeist eine geradezu hämische Freude und für mich ist er tatsächlich mit ein Highlight des Romans.

Der Plot ist sehr kurzweilig und extrem temporeich. Ein Ereignis jagt das nächste, einzige Auflockerung bieten die vielen vielen Dialoge, die nicht immer einem erkennbaren Zweck dienen, außer zu unterhalten. Ich mochte es sehr, andere hingegen gar nicht. Das ist wohl Geschmackssache – wie alles andere auch.

Fazit

Derek Landys „Demon Road – Hölle und Highway“ ist ein sehr spezieller Reihenauftakt, der nicht Jedermanns Sache sein wird. Für mich war es genau das Richtige – Roadtrips (Reisen generell) sind genau mein Ding, der Humor traf bei mir immer ins Schwarze, Plot und Figuren präsentierten sich herrlich unkonventionell. Dieses Jugendbuch ist skurril, originell, erfrischend unvorhersehbar und charmant diabolisch. Das kleine Teufelchen auf meiner Schulter fand großen Gefallen an all der Bosheit, die irgendwie genau richtig verpackt war. Luft nach oben ist natürlich trotzdem – 4,5/5 Bücher!

Der Autor

Derek Landy, geboren 1974, arbeitete als Karatelehrer und Drehbuchautor, bevor er die Idee zu seinen erfolgreichen Skulduggery-Pleasant-Büchern hatte. Die Reihe wurde in 35 Sprachen übersetzt, mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und stürmte weltweit die Bestsellerlisten. Derek Landy lebt in der Nähe von Dublin in einem Haus, das vollgestopft ist mit Filmrequisiten. Besonders stolz ist er auf sein Original-Supermankostüm.

Die Reihe

Demon Road Trilogie

  1. Hölle und Highway | Demon Road (Demon Road #1)
  2. –  –  – | Desolation (Demon Road #2) (erscheint im September 2017)
  3. –  –  – | American Monsters (Demon Road #3)

Originalcover

Demon Road

2 Gedanken zu „Demon Road 01 – Hölle und Highway von Derek Landy

  1. Justine

    Ich fand das Buch einfach klasse.
    Endlich mal wieder ein Roman der mich packen und überraschen konnte. Auf den nächsten Teil freue ich mich schon total!

    Liebe Grüße
    Justine

    Antworten

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