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[BT: „Wolf Road“ | Tag 3] Finde deine Wurzeln

Hallo, Ihr Lieben!

Heute macht die Blogtour zu Beth Lewis‘ „Wolf Road – Die Angst ist immer einen Schritt voraus“ aus dem Arctis Verlag bei mir Halt und ich darf Euch etwas über unsere Wurzeln erzählen. Gestern konntet Ihr mehr über Angst erfahren und morgen geht es mit Gerechtigkeit weiter.

⇒ Hier findet Ihr alle Stationen auf einen Blick!

Finde deine Wurzeln

Natürlich rede ich jetzt nicht von den Wurzeln die Pflanzen in der Erde verankern, sondern von unserer Abstammung | Herkunft.

„Wozu sind Wurzeln gut, wenn man sie nicht mitnehmen kann?“ – Gertrude Stein

Eigentlich sollte man doch annehmen, dass eine Heimat leicht zu benennen sei. Immerhin muss man dafür doch nur einen Blick in seine Geburtsurkunde werfen oder sich an seine Familie wenden. Doch was ist mit denjenigen, die ohne diese Dinge aufwachsen mussten? Kinder, die mit ihren Eltern von Stadt zu Stadt ziehen; Waisen. Sind sie dazu verdammt, eine lebenslange Identitätskrise zu durchleben?

Wie so vieles andere, ist auch das vermutlich ziemlich individuell – und es fängt schon damit an, wie man persönlich „Heimat“ definiert. Ist es die Stadt, in der man geboren ist? Das Zuhause, das man sich selbst geschaffen hat? Die Person, mit der man durch die Welt streift? Wikipedia definiert „Heimat“ folgendermaßen:

Der Begriff Heimat verweist zumeist auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er auf den Ort angewendet, in den ein Mensch hineingeboren wird und in dem die frühesten Sozialisationserlebnisse stattfinden, die zunächst Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen prägen. Der Begriff „Heimat“ steht in einer speziellen Beziehung zum Begriff der „Siedlung“; dieser bezieht sich, und damit im Gegensatz zum Wohnplatz, in der Regel auf eine sesshafte Lebensform, d. h. auf ein dauerhaftes bzw. langfristiges Sich-Niederlassen und Wohnen an einem Ort bzw. in einer Region. Der Heimatbegriff befindet sich in ständiger Diskussion.

[…] Eine einheitliche Definition existiert nicht. So ist für Bausinger Heimat eine räumlich-soziale Einheit mittlerer Reichweite, in welcher der Mensch Sicherheit und Verlässlichkeit seines Daseins erfahren kann, sowie ein Ort tieferen Vertrauens: „Heimat als Nahwelt, die verständlich und durchschaubar ist, als Rahmen, in dem sich Verhaltenserwartungen stabilisieren, in dem sinnvolles, abschätzbares Handeln möglich ist – Heimat also als Gegensatz zu Fremdheit und Entfremdung, als Bereich der Aneignung, der aktiven Durchdringung, der Verlässlichkeit“.[1] Bei Greverus (1979) nahm der Identitätsbegriff eine besondere Stellung ein. Heimat sei „heile Welt“ und nur in der Dreiheit von Gemeinschaft, Raum und Tradition zu finden; denn nur hier werden die menschlichen Bedürfnisse nach Identität, Sicherheit und aktiver Lebensgestaltung in einem kulturell gegliederten Territorium befriedigt. Auf jeden Fall stellt Heimat, oder besser: die Auseinandersetzung mit Heimat, eines neben anderen Identifikationsfeldern dar, die Ich-Identität bilden.

Ihr seht schon – es ist ein Thema, zu dem vermutlich jeder eine andere Meinung hat. Ich möchte mich zum Beispiel eines Tages auf die Suche nach den Verwandten begeben, die meine Urgroßeltern damals in Italien zurückgelassen haben. Ob es diesen Familienzweig überhaupt noch gibt und ob ich diesen je finden werde, ist fraglich, aber es ist ein Projekt, das immer in meinem Hinterkopf ist. Sicherlich könnte man das als eine Suche nach meinen Wurzeln bezeichnen, doch fühle ich mich deswegen keineswegs entwurzelt.

Protagonistin Elka würde vermutlich auch nicht von sich behaupten, „entwurzelt“ zu sein. Wieso auch? Sie ist taff und eine echte Überlebenskünstlerin. Und doch war die einzige Zeit in ihrem Leben, in der sie nicht an ihre Eltern gedacht hat, die sie als Kind verlassen haben, die, als sie in seliger Unwissenheit jenen Serienkiller als ihren Vater angesehen hat, der sie jetzt jagt. Ganz zu schweigen davon, dass sie sofort beschließt, sich auf die Suche nach ihren Eltern zu machen, nachdem ihr Leben ein weiteres Mal aus seinen Bahnen gerissen wird. Und so begibt sie sich auf Reisen, auf die Wolf Road, und könnte vermutlich selbst nicht genau sagen, was sie mehr antreibt: die Angst vor ihren Verfolgern oder die Suche nach ihren Wurzeln…


Wie Elkas Reise enden wird, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. Dafür habe ich zum Abschluss noch zwei Lieder für Euch, an die ich sofort denken musste als ich mein Thema erfahren habe. Viel Spaß beim Mitsingen und viel Glück beim Gewinnspiel!

Das Buch

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag | 384 Seiten | Preis: 22,00 € | Arctis Verlag

Nahezu alles, was Elka über die Welt weiß, hat sie von Kreagar Hallet gelernt, einem einsamen Trapper. Elka ist bei ihm groß geworden, nachdem sie ihre Großmutter bei einem schweren Unwetter verloren hat. Viele Jahre lang hat er ihr gezeigt, wie man in einer gesetzlosen und zerstörten Zivilisation, in der die Menschen auf die Gnade der Elemente hoffen müssen, überleben kann. Doch der Mann, den Elka zu kennen glaubte, birgt ein schreckliches Geheimnis. Er ist ein Killer. Ein Monster. Und jetzt, da Elka die Wahrheit kennt, könnte sie sein nächstes Opfer sein. Sie muss vor ihm durch die Wildnis fliehen – und ihre wahren Eltern finden.

Das Gewinnspiel

Hauptpreis: Je 1x Wolf Road von Beth Lewis in Print + Fjällräven Unisex Alltagstasche Kånken 

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2. + 3.Preis: Je 1x Wolf Road von Beth Lewis in Print

Beantwortet folgende Frage und schon landet Ihr im Lostopf. Tipp: Ihr könnt natürlich jeden Tag Lose sammeln!

Habt Ihr Euch schon einmal entwurzelt gefühlt?

Für Eure Bewerbung habt Ihr einschließlich bis zum 13.08.2017 Zeit.

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

21 Gedanken zu „[BT: „Wolf Road“ | Tag 3] Finde deine Wurzeln

  1. Pingback: Wolf Road von Beth Lewis - netzwerk-agentur-bookmark.com

  2. Angel1607

    Hi,

    nein, eigentlich noch nicht, gott sei dank! Meine Eltern sind die, die mir immer wieder das Gefühl geben, meine Wurzeln wären stark und könnten nicht so leicht entwurzelt werden <3

    Lg
    Gaby

    Antworten
  3. Ulrike

    Hallo und danke für deinen Beitrag. Dass du Videos mit eingebaut hast finde ich originell. 🙂

    Ich habe mich damals als ich für den Beruf nach Berlin gezogen bin sehr entwurzelt gefühlt. Da half nur mein Mann den ich danach kennen lernte. Allerdings vermisse ich meine Heimat immer noch unglaublich und wäre lieber wieder ein Dorfi! Suche läuft 😉

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Antworten
  4. Jutta

    Hallo,
    eine interessante Frage. Ich habe zweimal länger im Ausland gelebt, aber fand die Erfahrungen dort spannend, aber wusste immer, dass ich danach heimkehren würde und das Gefühl, entwurzelt zu sein, hatte ich nicht; ich habe eher das Gefühl bekommen, meine Heimat mehr zu schätzen und nicht mehr alles als so selbstverständlich hinzunehmen oder nur zu kritisieren, sondern froh zu sein, dass wir hier so ein gutes Sozialsystem mit Krankenkassen etc. haben, wir in einer Demokratie leben, keine Not leiden (im Vergleich zu den Menschen, die in 3. Welt Ländern leben; ich weiß, dass es auch in Deutschland Armut gibt und Menschen, die durchs soziale Netz fallen; so naiv bin ich nicht, aber alles ist eben relativ).

    Liebe Grüße, Jutta

    Antworten
  5. Jenny Siebentaler

    Nein eigentlich nie denn da wo ich aufgewachsen bin, auch noch mit meiner Tochter Glücklich lebe und mein Kleines Dorf auch Liebe und nie woanders hingehen würde wollen und können!
    Auch als ich bei mir mal nicht gewohnt habe habe ich es vermisst auch wenn ich dort mal raus musste,besonders als ich meine wilde Zeit hatte und eigentlich einfach mal leben wollte was ich so als Kind ja nie dank meiner Eltern durfte….!

    VLG Jenny

    Antworten
  6. Annett

    Puh schwierige Frage. Ab wann fühle ich mich tatsächlich entwurzelt. Als ich von daheim ausgezogen bin vielleicht, wobei ich damals einfach nur weg wollte. Ich bin in den darauffolgenden Jahren mehrfach umgezogen, aus den verschiedensten Gründen. Wirklich entwurzelt habe ich mich deswegen nicht gefühlt. Ich wurde auch bereits gekündigt oder auf die Straße gesetzt, aber selbst dann habe ich immer Menschen gehabt, die zu mir gehalten haben. Ich glaube das war mein Glück. Aufgrund von Freunden und Familie habe ich doch trotz aller Widrigkeiten immer meine Wurzeln behalten können.

    Gruß
    Annett

    Antworten
  7. Jacqueline

    Huhu,

    ja, leider schon und es ist kein angenehmes Gefühl. Richtig „nach Hause gefunden“ habe ich zum ersten Mal, als ich meinen heutigen Mann kennengelernt habe und es gibt nichts Schöneres <3

    LG
    Jacqueline

    Antworten
  8. Bianca Schweizer

    So richtig entwurzelt….mh….schwierige Frage.

    Nach dem Tod meines Mannes ging es mir so.
    Das kam aber nicht direkt, sondern als meine beiden Jungs und ich dann aus der gemeinsamen Wohnung auszogen….da hatte ich das Gefühl des Entwurzeln.
    Die Erinnerungen trägt man zwar im Herzen mit sich, aber zu wissen, dass wir jetzt einen ganz neuen Lebensabschnitt ohne ihn haben…das war am Anfang schon ätzend.

    Antworten
  9. Carina k.

    Hey!

    Ich generell ein sehr selbstbewusster und bodenständiger mensch bin habe ich mich noch nie komplett entwurzelt….allerdings wurde ich natürlich schon unterstützt wieder besseren halt zu finden 😊

    Liebe grüße Carina

    Antworten
  10. karin

    Hallo und guten Tag,

    Danke erst einmal für den heutigen Beitrag.

    Ja, auch ich habe mich in meinem Leben schon mal entwurzelt gefühlt!!

    Bedingt durch Heirat/Schwangerschaft bin ich meinem Mann in sein Bundesland gefolgt. Und das war am Anfang wirklich nicht so einfach…ohne Familie, ohne Freunde, ohne Arbeit…aber dafür mit Baby.

    Deshalb habe ich dann auch bald eine Mutter-und Kindgruppe gegründet und siehe da vielen, anderen Frauen erging es ähnlich in unserem Ort..in ihrer neuen Heimat.

    Diese Gemeinsamkeit hat uns Frauen gestärkt und weitergebracht.

    LG..Karin..

    Antworten
  11. Zeljka Ilic

    Hey 😊

    Obwohl ich ursprünglich aus Bosnien kommen, habe ich mich nie in Österreich entwurzelt gefühlt. Ich bin jemand der sehr anpassungsfähig ist und jemand der nicht viel, zum glücklich sein, braucht.

    Liebe Grüße
    Zeki

    Antworten
  12. BeaSwissgirl

    Halli hallo

    Das Buch steht auf meiner Merkliste, da der Klappentext einfach unheimlich spannend klingt.
    Vielen Dank für deinen Beitrag war sehr interessant, gerne verfolge ich die Blogtour weiter und versuche mein Glück.
    Nicht gerade entwurzelt aber ich mag mich noch gut an meinem Fremdsprach- Aufenthalt erinnern da fühlte ich mich schon auf eine Art fremd, nicht zu Hause oder wie immer man dies auch nennen will.

    Liebe Grüsse
    Bea

    Antworten
  13. Pingback: Blogtour - Ankündigung "Wolf Road" - Manjas Buchregal

  14. lesen und mehr

    Nein, zum Glück noch nie! Jeder hat bestimmt mal einen Tiefpunkt im Leben, aber ich hoffe, dass es dann kommt wie bei mir: ich konnte immer auf meine Eltern und Geschwister bauen und vertrauen <3 Das ist es, was Wurzeln ausmachen, und so sollte es sein!
    Viele Grüße
    Tanja

    Antworten
  15. Katja

    Hallo und vielen Dank für diesen interessanten Blogtour-Tag! Zum Glück habe ich starke Wurzeln und habe mich noch nie entwurzelt gefühlt.

    Liebe Grüße
    Katja

    Antworten
  16. tweedledee

    Moin,

    ja, ich habe mich auch schon einmal entwurzelt gefühlt. Hatte meinen Mann kennegelernt und bin mit ihm nach Berlin gezogen. Von Süddeutschland nach Berlin, das war fast ein Kulturschock. Ohne meine Freunde und meine Familie habe ich mich in der ersten Zeit richtig mies gefühlt. Und bei über 600 km Entfernung konnte ich nicht mal eben schnell nach Hause fahren….

    LG, tweedledee

    Antworten
  17. Steffi

    Hey,
    meine Familie war noch nie stark zusammengewachsen. Jeder hat irgendwie sein Ding gemacht. Das ist bis heute so. Direkt entwurzelt würde ich nicht sagen. Ich bin es gewohnt, dass die Wurzeln nicht so stark sind.

    Ganz lieben Gruß
    Steffi

    Antworten
  18. Melanie-k

    Hallo Rica,
    ich habe das Glück in einer wohlbehüteten Umgebung groß geworden zu sein. Das Gefühl von Entwurzelung ist mir daher noch nicht direkt begegnet. Weder sind wir ständig umgezogen noch musste ich Schulen unfreiwillig wechseln.
    LG,
    Melanie

    Antworten
  19. Margareta Gebhardt

    Hallo ,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag.
    Zum Glück noch nicht und ich hoffe das es auch so bleibt.
    Ich wünsche Dir schönen Abend 🙂

    Liebe Grüße Margareta (Stern44 )

    Antworten

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