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[BT: „Drachenreiter“ | Tag 7] Das Wesen eines Greifs

Hallo, meine Lieben! Heute macht die Drachenreiter-Blogtour erneut bei uns Halt und, in Einstimmung auf die lang ersehnte Fortsetzung, erzähle ich Euch etwas über Greifen.

Der Greif

Der Greif ist ein aus Tierkörpern gebildetes, mythisches Mischwesen. Es wird meist dargestellt mit löwenartigem Leib, dem Kopf eines Raubvogels, mit mächtigem Schnabel, spitzen Ohren, meist mit Flügeln, aber auch in abweichenden Varianten (mit Schlangenkopf, Vogelfüßen, Skorpionschwanz, mit knopf- oder kopfartigem Fortsatz auf dem Scheitel oder Rücken). Die ganze Geschichte hindurch sind Stärke und Wachsamkeit Eigenschaften des Greifs.

Der Greif ist ein in vielen altorientalischen Kulturen ein bekanntes Fabelwesen. In der Ägyptischen Kunst wird er seit dem Ende des vierten Jahrtausends v. Chr dargestellt. Von dort angeregt, gelangte er im frühen 2. Jahrtausend nach Syrien. Der in der mesopotamischen Mythologie vorkommende Greif ist dagegen erst seit etwa 1400 v. Chr. belegt.

Die in Sumer dem Greif ähnlich erscheinenden Mischwesen werden als Löwen-Greife bezeichnet. Anzu scheint deren Vorläufer zu sein und trat von der Akkad-Zeit (2340 v. Chr) bis zum Beginn des neubabylonischen Reiches (626 v. Chr.) in Erscheinung. Durchgängig galt in der Antike der Greif als Symbol scharf blickender Klugheit und des Sehertums und ist daher Attribut des Apollon.

Literarisch ist der Greif in der griechischen Mythologie durch das Epos Arimaspeia von Aristeas überliefert, in dem dieses Tier in Indien und auf den Riphäischen Bergen als wachsamer Hüter die Goldgruben gegen die Arimaspen beschützt. Andere Quellen benennen den Ort als hinter dem Land der Skythen liegend. Aischylos lässt den Okeanos auf ihm reiten und ihn vor seinen Wagen spannen.

Die Symbolik des Greifen in der Nachantike ist überwiegend christologisch bestimmt. Isidor von Sevilla sah um 600 in seiner Doppelnatur Sinnbild des über Himmel und Erde herrschenden Christus. Auch wenn schon Albertus Magnus den Greif ins Reich der Fabel verwies, hielt man ihn doch durchweg bis über das Ende des Mittelalters hinaus, ähnlich wie den Drachen, für ein real existierendes Lebewesen. Zwei im Physiologus erscheinende Greife werden als Maria und Michael gedeutet.

Wie entsteht eigentlich so ein Mythos?

Es gibt Vermutungen, dass in der Antike Nomaden beim Goldschürfen in den weiten Wüsten Zentralasiens Funde von Fossilien des Protoceratops machten, eines in der Kreidezeit häufig vorkommenden Archosauriers. Diese Funde, die es noch heute in der Wüste Gobi am Rand des Altaigebirges in beachtlichem Erhaltungszustand gibt, könnten zum Mythos des Greifen geführt haben. Protoceratops verfügte über einen großen Schnabel und einen Körper, der entfernt an den eines Löwen erinnert. Der Nackenschild könnte für Flügel gehalten worden sein. Ebenso gibt es dort zahlreiche Funde von Dinosauriereiern, so erzählte man sich in der Antike, wie die Greifen grimmig ihre auf dem Boden mit Gold ausgekleideten Nester bewachten. Ob und wie diese Vorstellungen nach Westen gelangten, durch Erzählungen von Reisenden oder durch Bilder auf gehandeltem Kulturgut, bleibt allerdings hypothetisch.

Das Gewinnspiel

Sammle alle Tautropfen und verrate uns am Ende der Blogtour ihre Anzahl in einer Mail an gewinnspiel@booktraveler.de Betreff: Drachenreiter Blogtour Das Gewinnspiel endet am 04.10.2016 um 24 Uhr.

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Die Tour auf einen Blick

26.09. – Das Weltenkonzept

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27.09. – Die Wesen

http://www.derbuecherkessel.blogspot.de/

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28.09. – Die Drachenreiter

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29.09. – Die Feder eines Greifs

http://www.der-lesefuchs.blogspot.de/

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30.09. – Drachenpflege für Jedermann

http://www.buechertraum.com/

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01.10. – Pegasus – Das glücksbringende Geschöpf

http://www.monesbuecherblog.blogspot.de/

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02.10. –  Das Wesen eines Greifs

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03.10. –  Die zwei großen G der menschlichen Spezies

http://www.buchreisender.de/

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