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[BT: Die Herren der grünen Insel | Tag 6] Exkurs ins Reich der Kobolde & Feen

Willkommen zum 6. Tag unserer Blogtour zu Kiera Brennans Die Herren der grünen Insel“ aus dem Hause Blanvalet. Wir hoffen, Ihr habt genauso viel Freude an unserer Tour wie wir an dem Buch und der Recherche. Wir haben bereits das Buch, die Autorin und die Familien vorgestellt, sowie Heinrich II. und das Irland des 12. Jahrhunderts näher beleuchtet. Seid Ihr nun bereit für noch mehr Input?
Wer an Irland denkt, hat sofort Kleeblätter, Guinness und natürlich Kobolde im Kopf, denn Irland ist ein endlos grünes Land voller Mythen und Magie, Freiheit, Glück und Schönheit. Am heutigen Tag unserer Blogtour möchte ich Euch einen kleinen Einblick in das Reich der magischen Wesen Irlands geben, die sogenannte Anderswelt, denn neben den kleinen Männlein gibt es noch viele weitere Wesen, über die es zu erzählen lohnt…

Den bekanntesten Part übernehmen die Kobolde, die sogenannten Leprechaun (gesprochen: Leprekóns), was im gälischen so viel bedeutet wie „kleiner Körper“. 
Sie sind kleine, menschenähnliche Naturgeister, oder auch Elementarwesen, deren Leben im Einklang mit der Natur verläuft. In irischen Märchen werden sie oft als Handwerker, meist als Schuhmacher, dargestellt. Ihre eigentliche Aufgabe ist jedoch das stete Wachstum der Natur und der Erhalt ihrer natürlichen Schönheit. Sie werden in der Regel mit grüner Kleidung und rotem Haar und Bart dargestellt. Oft werden sie mit dem berühmten Topf voll Gold am Ende des Regenbogens assoziiert. Neben der Harfe und dem Kleeblatt ist der Leprechaun eins der bekanntesten Wahrzeichen Irlands und oft kennen wir ihn hier als helfenden Hausgeist, der bei guter Behandlung sogar ab und an eine Goldmünze verschenkt, die, wenn sie ausgegeben wird, immer zurück in die Hand des Besitzers geht.
Neben dieser kleinen Gestalt gehören aber auch noch Feen, Elfen und andere Naturgeister zu Irland, die allgemein unter dem Begriff „Síóga“ oder „na daoine maithe“ zusammengefasst werden. Selbstverständlich haben alle diese Wesen auch einen bevorzugten Ort, an dem sie leben, wie z.B. die sogenannten Fairy Rings, das Fairy House (Tighe na Sidhe) und andere Stätten. Auch heute noch glaubt ein Großteil der irischen Bevölkerung an die Existenz von Feen und ihrer Mythologie nach leben diese noch immer in den Feenhügeln. Die Bewohner der Feenhügel nennt man allgemein Síde oder auch Sidhe. Bis heute wagt niemand, diese Feenhügel zu entfernen, selbst dann nicht, wenn sie einem geplanten Bau im Wege stehen würden. Allgemein gelten sie als freche und launische Geschöpfe, die aber auch oft gutgelaunt und fröhlich sein können und ein gutes Fest niemals verschmähen. Auch ihre Musik soll bezaubernd und anziehend sein.
Neben all den liebenswerten Wesen findet man aber natürlich auch eine dunkle Seite der Anderswelt. Sie wird vor allem durch die Banshee (bean sí) repräsentiert – ein weiblicher Geist, der den nahenden Tod in der Familie, der sie erscheint, ankündigt. Auf Bildern wird sie oft in einem weißen Kleid, mit schwarzem Haar und roten Augen abgebildet. Früher war die Banshee eine an eine Familie gebundene Erscheinung, heute gilt sie jedoch allgemein als Todesbotin.
Neben der „Geistfrau“ gibt es noch den Pooka – ein mit Ketten behangenes Pferd. Freundlich zu Kindern, wendet sich sein nettes Verhalten schnell ins Gegenteil. Hat ein Kind einmal seinen Rücken erklommen, galoppiert Pooka über den Rand einer Klippe und stürzt so das Kind in den Tod.
Revenants sind Wesen, bei denen man nicht ganz einig darüber ist, ob sie nun gut- oder bösartig sind, denn sie sind die Seelen der Toten, die in die Welt zurück kehren, um offene Rechnungen zu begleichen. Sie erscheinen entweder als Mensch, Tier oder Nebel.
Eines der bezauberndsten Wesen der irischen Mythologie ist die keltische Muse Leanan Sidhe („Fee meiner Inspiration“), die man entlang der Ströme und in der See findet. In der Nacht kann man sie nach einem neuen Liebhaber rufen hören, wobei sie dabei Künstler bevorzugt und diesen dann als Muse dient.
Außerdem gibt es noch den Dullahan (irisch: dulachán, „dark man“), einen kopflosen Reiter, der auf der Jagd nach einem Menschenleben ist und dabei seinen Kopf stets als Laterne bei sich trägt. Lange Zeit war er das Gegenstück zu Banshee. Heutzutage kennt man ihn bei uns häufig unter der Bezeichnung des „kopflosen Reiters“.
Als Changelings (Wechselbälger) bezeichnet die irische Fabelwelt missgeborene Feenkinder, die von ihren Eltern verstoßen wurden. Feen gelten allgemein als attraktive Wesen und laut dem Mythos legen sie gleichwohl Wert auf hübsche Kinder. Dies hat zur Folge, dass sie die missgebildeten Feenkinder gegen gesunde Menschenkinder  austauschen. Das falsche Austauschkind sorgt dann in der menschlichen Familie für Unruhe und Böswilligkeiten. Es ist laut und schreit ständig und scheint nur dann zufrieden zu sein, wenn der Familie etwas Böses widerfährt. Neben dem physischen Handicap erkennt man die Changelinge außerdem an der pergamentartigen Haut und den dunklen Augen.
Als Merrows bekannt, lassen sich irische Meerjungfrauen finden. Sie sind wunderschöne Wesen, aber ausgesprochen selten. Sie treten den Menschen selten in Erscheinung und werden ebenfalls als Boten von Elend und Tod angesehen.
Wie schon zu Beginn erwähnt, gibt es spezielle Orte, mit denen die Wesen der Anderswelt in Verbindung gebracht werden. Einer dieser Orte ist Tír na nÓg – das „Land der ewigen Jugend“. Im irischen Volksglauben verkörpert es das Paradies, in dem man niemals altert und ein glückliches Leben führen kann.
Wichtig zu erwähnen ist außerdem noch das irisch-keltische Fest Samhain („Vereinigung“). Es wird in der Nacht des 31. Oktobers und am Tag des 01. Novembers gefeiert. Früher sah man das Fest als Beginn des keltischen Jahres. In Irland selbst nennt man das Fest Oíche Shamhna – man feiert an diesem Tag den Zugang bzw. die Vereinigung mit der Anderswelt, insbesondere zu den Bewohnern der Síd. Dem Gott der Unterwelt, Cenn Crúach („der blutige Kopf“) oder Comm Crúach („dunkler Kopf“), brachte man Blutopfer dar, um ihn um Fruchtbarkeit anzuflehen.
Wenn ich jetzt euer Interesse geweckt habe und ihr noch mehr über Irlands mystische Fabelwesen erfahren wollt, dann kann ich euch die in das Deutsche übersetzte Textsammlung „Irische Elfenmärchen“ der Brüder Grimm empfehlen.

Das Gewinnspiel

Unter allen Teilnehmern verlosen wir 1 Printexemplar mit Lesezeichen und 1 Goodie-Paket. Ihr könnt täglich ein Los sammeln; dafür müsst Ihr nur die jeweilige Frage beantworten. Unsere Frage lautet:
Kennt Ihr noch weitere Wesen der irischen Mythologie- und Sagenwelt? Alternativ: Seid Ihr den von uns genannten Wesen schon einmal in einem Buch begegnet? Wenn ja, in welchem?

Die Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist.
Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 19.02.2016 um 23:59 Uhr.

Die Tour im Überblick

Freitag, 12. Februar 2016

bei Sonja von Buchreisender

Samstag, 13. Februar 2016

Sonntag, 14. Februar 2016

bei Sonja von Buchreisender

Montag, 15. Februar 2016

bei Annika von Anduria Recca

Dienstag, 16. Februar 2016

heute hier bei Nadja von Bookwormdreamers

Mittwoch, 17. Februar 2016

Exkurs ins Reich der Kobolde und Feen

Donnerstag, 18. Februar 2016

Leben im 12. Jahrhundert bzw Mittelalter

Freitag, 19. Februar 2016

Crashkurs ins Gällische

Samstag, 20. Februar 2016

Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs
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Über Rica

Jahrgang '91. Leidenschaftlich Leserin & Bloggerin; Serienjunkie & Puzzle-Fan. Meine Stärken sind Sprachen und Zahlen. Ich hasse den Sommer, dafür liebe ich Regen - und kriege einfach nicht genug von süßen Tierbabys.

8 Gedanken zu „[BT: Die Herren der grünen Insel | Tag 6] Exkurs ins Reich der Kobolde & Feen

  1. Andrea Wildfang

    Huhu!

    Ich kenne auch keine weiteren Wesen aus der irischen Mythologie und Sagenwelt, dazu ist dein Beitrag auch zu gut recherchiert 🙂 Diesen fand ich übrigens sehr interessant. Danke dafür 🙂

    Den Wechselbälgern bin ich schon häufiger in Büchern über den Weg gelaufen, welche Bücher das aber im Einzelnen waren, weiß ich leider nicht mehr, tut mir Leid!

    Liebe Grüße

    Andrea
    alwaysbewildatheart[at]gmail.com

    Antworten
  2. Kate

    Hallo 🙂

    Also den Wechselbälgern läuft man ja öfters in Büchern über den Weg. Insbesondere bei Büchern in denen Elfen oder Feen vorkommen.
    Banshees kenne ich auch (unter anderem aus Teen Wolf, aber das ist ja was anderes xD).

    Liebe Grüße
    Kate

    Antworten
  3. Twineety

    Hallo,

    ich kenne noch die Formorier (orig.: Formoire). Sie sind eine eigene Rasse, eine Art Riesen und kommen von Unterwasser oder direlt von der See.

    Viele Grüße
    Twineety

    Antworten
  4. Martina Suhr

    Hallo,
    Mir sind schon einige der Wesen über den literarischen Weg gelaufen.
    Wechselbälger sind sehr gängig, aber auch die Sidhe sind mir aus einigen Feenbüchern bekannt.
    Gerade gestern habe ich das Buch "Die Feenjägerin" von Elisabeth May fertig gelesen, in dem es nur so von unterschiedlichsten Feen wimmelt.

    Liebe Grüße
    Martina Suhr

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  5. Lizzy

    Hallo und guten Abend <3

    Wunderbare Aufzählung und Vorstellung der irischen Mythologie-Wesen *_* Finde ich sehr gelungen, allen voran die Bilder dazu und die Beschreibungen im Allgemeinen.

    Leider muss ich sagen, dass mir bis jetzt nur Elfen begegnet sind in – wie könnte es anderes sein? – Elfenbüchern eben. In der Pan-Trilogie war auch mal kurz die Rede von, dass die weibliche Prota auch ein Wechselbalg sein könnte, aber das ging von ihren Großeltern aus und nicht von allen anderen.
    Banshees… hm.. da war ein Buch, dass ich mir kaufen wollte, hab mir aber die Rezensionen dazu durchgelesen und bin davon eher abgekommen.
    Dementsprechend nur eben Elfen, auch bei Thea Harrisons "Alte Völker" Reihe sind sie auch unter anderem vertreten 😀

    Liebste Grüße
    Diana K. alias Lizzy

    Antworten

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